Der Gast ist König

Alles auf's Tablet

Im Restaurant LaBaracca – Cucina Italiana warten Gäste nicht auf den Kellner, um Bestellungen aufzugeben. Sie schicken diese selbst an die Küche. Denn das Münchner Restaurant am Maximiliansplatz bietet eine elektronische Speisekarte.

Alles auf's Tablet

Ein Menü auf einem Tablet listet alle Speisen inklusive Bild auf, per Fingerwisch blättert man im Angebot vor und zurück. Um die Wahl zu erleichtern, hält die ­virtuelle Karte des LaBaracca zusätzliche Informationen zu den Weinen und Lebensmitteln bereit. Ein Fingertipp reicht, um die ­Bestellung auf einen Bildschirm in die Küche zu senden, wo die Köche sofort mit der Zubereitung beginnen. Damit ist das LaBaracca, das im Mai 2010 seine Pforten öffnete, ein Vorreiter auf diesem Gebiet.
Die IT-Infrastruktur hinter dem elektronischen Service stammt von der OktoPOS Solutions GmbH. OktoPOS ist ein Kassen- und Enterprise-Resource-­Planning-System, das in vielen Restaurants zum Einsatz kommt. Das Backend-System OktoPOS Manager umfasst alles, was ein Restaurantbetreiber benötigt: angefangen beim Warenwirtschaftssystem und der Personalverwaltung über das Kassen- und Reservierungssystem bis hin zur Schichtplanung – und dem elektronischen Menü, das auf den rund 200 Tablets im LaBaracca die Speisekarte ersetzt. Als Tablet kommt das Terra Pad 1051 von Wortmann zum Einsatz. „Die Basis für das E-Menü bildet unser OktoKiosk. Obwohl er als Java-Programm auf allen Betriebssystemen läuft, haben wir uns für Tablets mit Windows 7 entschieden“, erklärt Dominik Pusch, Geschäftsführer bei OktoPOS Solutions. „Maßgeblich für die Entscheidung für Windows 7-Tablets war die native Unterstützung von  Gruppenrichtlinien. Damit können wir die Tablets im Restaurant zentral mit Software betanken und bei Bedarf Updates aus der Ferne per Knopfdruck aufspielen.“ Außerdem lassen sich Regeln einrichten, um alle Geräte am Abend ­automatisch herunter- und morgens vor Öffnung hochzufahren. Das spart erheblich Zeit, so Pusch: „Angenommen, ein Mitarbeiter benötigt etwa 20 Sekunden, um ein Tablet einzuschalten. Dann würde ihn das insgesamt bei 200 Tablets täglich rund eine Stunde Arbeitszeit kosten.“

Speisekarte aus dem ERP-System

Ein wichtiger Grund für die Wahl ist die Sicherheit. Mit Windows 7 lässt sich das System so abschließen, dass der Kunde nicht auf die Betriebssystemebene gelangt. „Nur so stellen wir sicher, dass der Gast auf keine weitere Anwendung zugreifen kann“, sagt Pusch. Schließlich soll er sich auf das kulinarische Angebot konzentrieren. „Wir müssen aus rechtlichen Gründen verhindern, dass die Gäste mit dem Tablet im Internet surfen und womöglich einen unerlaubten Dateidownload initiieren“, sagt Pusch.
An dieser Vorgabe ist der Einsatz des iPad von Apple gescheitert, das OktoPOS Solutions ebenfalls evaluiert hat. „Apple konnte oder wollte das System nicht so konfigurieren, dass man ausschließlich auf das E-Menü zugreifen kann“, fasst Pusch die Diskussionen mit Apple zusammen. „Damit war klar, dass wir bei LaBaracca auf Windows 7-Tablets setzen.“

Der virtuelle Kellner empfiehlt

Auch ohne Internetzugang müssen die Gäste von LaBaracca nicht auf Hintergrundinformationen verzichten. Über das E-Menü zaubert das Tablet beispielsweise mit einem Klick auf einen Wein Infos zum Winzer, seinem Weingut und zur Rebsorte auf den Bildschirm. Tipps, welcher Wein zu welchen Speisen passt, helfen bei der Wahl – ganz ohne Warten auf den Kellner. Ihren Praxistest hat die E-Menü-Lösung erfolgreich bestanden. Mittlerweile gibt es zwei weitere Restaurants von LaBaracca mit der elektronischen Speisekarte auf den Windows 7-Tablets.

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Bildquelle: © istockphoto.com/hatman12

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