Nix: Datenanalysefirma würde auch zu Erpressung greifen

Amtierender Cambridge-Analytica-Chef gibt Posten auf

Der kommissarisch amtierende Chef der umstrittenen Datenanalysefirma Cambridge Analytica gibt den Posten nach nur drei Wochen wieder auf. Alexander Tayler werde in seinen vorherigen Job des Datenverantwortlichen zurückkehren, wie das Unternehmen mitteilte.

Alexander Tayler kehrt zu seinem früheren Job als Datenverantwortlicher von Cambridge Analytica zurück. ((Foto: Tobias Hase))

Alexander Tayler kehrt zu seinem früheren Job als Datenverantwortlicher von Cambridge Analytica zurück. ((Foto: Tobias Hase))

Cambridge Analytica machte einen Zusammenhang mit dem aktuellen Facebook-Datenskandal deutlich: Tayler werde sich auf diverse technische Untersuchungen und Nachfragen fokussieren. Darüber, wie nun der Chefposten besetzt werde, gab es zunächst keine Angaben.

Cambridge Analytica steht im Mittelpunkt des Datenskandals: Die Firma, die 2016 auch für das Wahlkampfteam von Donald Trump gearbeitet hatte, verschaffte sich Zugang zu Daten von Dutzenden Millionen Facebook-Nutzern. Ein App-Entwickler hatte Cambridge Analytica vor mehr als vier Jahren Informationen der Teilnehmer einer Umfrage sowie ihrer Facebook-Freunde verkauft. Diese Transaktion sei unrechtmäßig gewesen, betont das Online-Netzwerk. Facebook geriet in die Kritik, weil das Online-Netzwerk seit Ende 2015 davon wusste, aber die Nutzer nicht unterrichtete.

Der langjährige Chef von Cambridge Analytica, Alexander Nix, war im März suspendiert worden. Er hatte u.a. vor versteckter Kamera eines Reporters damit geprahlt, dass Cambridge Analytica auch zu Erpressung greifen würde, um den Ausgang von Wahlen zu beeinflussen. Nix rechtfertigte sich später, er habe bei dem Gespräch nur „mitgespielt“.

dpa/ls

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