Nachgefragt bei Roman Zorn, Oxaion

Anforderungen nicht unterschätzen

Interview mit Roman Zorn, Bereichsleiter Rechnungswesen bei der Oxaion AG in Ettlingen

Roman Zorn, Oxaion AG

Roman Zorn, Bereichsleiter Rechnungswesen der Oxaion AG

IT-DIRECTOR: Herr Zorn, inwieweit sind Unternehmen in Deutschland bereits auf die E-Bilanz vorbereitet?
R. Zorn: Unsere Kunden sind auf jeden Fall sehr gut vorbereitet. Die ersten haben bereits Anfang 2012 mit den Umstellungsprojekten begonnen. Auf Fachtagen informieren wir regelmäßig und das schon seit über einem Jahr.

IT-DIRECTOR: Welche Daten müssen die Betriebe im Rahmen von E-Bilanz nun elektronisch übermitteln?
R. Zorn: Für die E-Bilanz müssen zwingend die GCD- und GAAP-Taxonomie übermittelt werden. Die GCD-Taxonomie beinhaltet die allgemeinen Daten zum Unternehmen und zum Ersteller des Berichts. Und natürlich den Bericht selbst. Die GAAP-Taxonomie umfasst die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Freiwillige Bestandteile sind die Angaben zum Haftungskapital, zu Eventualverbindlichkeiten, zur Kapitalflussrechnung sowie Anhang und Lagebericht des Unternehmens.

IT-DIRECTOR: Wo lauern für die Verantwortlichen mögliche Gefahren bei der Umstellung auf die E-Bilanz?
R. Zorn: Die größte Gefahr liegt vielleicht darin, dass man die Anforderungen unterschätzt. Die Aufgabe ist komplex und wir empfehlen den Unternehmen, sich ausreichend Zeit und Ressourcen für das Umstellungsprojekt einzuplanen.

IT-DIRECTOR: Inwieweit kann die E-Bilanz mit bereits vorhandener Finanzsoftware gestemmt werden? Oder müssen Unternehmen eine Aktualisierung Ihrer Finanzsysteme vornehmen bzw. diese um neue Funktionen ergänzen? Wenn ja, um welche?
R. Zorn: Unsere Kunden können mit ihrer Software alle Anforderungen der E-Bilanz-Berichterstattung abbilden, da ein entsprechendes Programmpaket zur Verfügung steht. Dieses übermittelt die unternehmensinterne Bilanzen und G&V in das von der GAAP-Taxonomie vorgegebene Format. Das E-Bilanz-Programmpaket ermöglicht eine Versionierung der Taxonomien, so dass auch bereits übermittelte Berichte für vergangene Wirtschaftsjahre im System erhalten bleiben.

IT-DIRECTOR: Wie kann die Sicherheit der Finanzdaten gewährleistet werden – zum einen auf Seiten des Anwenderunternehmens und zum anderen auf der der Finanzbehörde?

R. Zorn: Auf Seiten des Anwenderunternehmens ist die Sicherheit der E-Bilanzdaten in Oxaion durch saubere Datenhaltung der Ursprungstaxonomien, das Arbeiten mit Versionen der zu übermittelnden E-Bilanzen und die Einbindung der übermittelten Daten in das ERP-Sicherungskonzept sichergestellt.

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