Atos leitet iCargo-Konsortium

Anschub für den Einsatz intelligenter Transportsysteme

Die neue IT-Plattform will Fahrzeugrouten und intermodale Logistikabläufe synchronisieren, um CO2-Emissionen zu senken.

Der internationale IT-Dienstleister Atos übernimmt die Leitung des iCargo-Konsortiums (iCargo steht für „Intelligent Cargo in Efficient and Sustainable Global Logistics Operations“). Dessen Ziel ist es, CO2-Emissionen mittels effizienterer intermodaler, also mehrgliedriger, Frachtsysteme und intelligenter Entscheidungsunterstützung zu senken. Das Konsortium besteht aus 29 Unternehmen und Organisationen mit Erfahrungen im Logistik-, Informations- und Telekommunikationsbereich - darunter gewerbliche Dienstleister, Verbände, Forschungszentren und Behörden.

Das Konsortium arbeitet an einer offenen Architektur, in der bestehende Systeme und neue Anwendungen effizient miteinander verknüpft werden können. Das soll die Frachtsysteme bei allen Transportarten optimieren, um den Verkehr nicht nur logistisch, sondern auch ökonomisch und ökologisch effizienter zu gestalten. Durch bessere Systeme für die intelligente Entscheidungsunterstützung kann die Beladung bei mehrgliedrigen Transportketten besser synchronisiert werden. Das soll die Zahl der Fahrzeuge auf der Straße sowie die CO2-Emissionen senken.

Das Konsortium will die Nutzung von Informationstechnologien und -systemen bei Logistikdienstleistungen fördern und voranbringen. Sie will Fahrzeugrouten und intermodale Logistikabläufe zwischen den einzelnen Akteuren synchronisieren, um CO2-Emissionen zu senken. Außerdem wollen die Beteiligten dynamische Planungsmethoden entwickeln, die sich an verändernde Bedingungen anpassen - wie intelligente Frachtsysteme, Fahrzeuge und Infrastrukturen. Desweiteren gelte es, ein offenes Frachtenmanagement-Ökosystem bereitzustellen, das Dienstleistungen, Ressourcen und Informationen der verschiedenen Beteiligten in einem Pool zusammenführt.

Atos übernimmt eine führende Rolle und beteiligt sich auch aktiv an der Gestaltung und Implementierung der iCargo-Plattformkomponenten. Dazu zählen vor allem Aspekte im Zusammenhang mit der Cloud-Infrastruktur, mit semantischen Webdiensten und dem SaaS (Software as a Service)-Konzept, sowie die Koordinierung von Pilotprojekten und die Ausgestaltung von Geschäftsmodellen.

Das Konzept auf dem Prüfstand
Das iCargo-Ökosystem soll anhand folgender Anwendungsfälle auf seine Tauglichkeit geprüft werden:

  • Umfassender „Sea-City-Air-Rail“ (Wasser-Stadt-Luft-Schiene) Service: Bei diesem Pilotprojekt soll der Service für Kunden zwischen Nordeuropa und Italien verbessert werden - auch in den urbanen Zonen. Die Beteiligten sind Fuhrunternehmen sowie Hafen- und Bahnbetreiber. Die iCargo-Plattform soll entlang der gesamten Transportkette eine dynamische Planung in Echtzeit unter Berücksichtigung von Handelsbeschränkungen ermöglichen, um das Umweltschutzprofil der Transportroute zu verbessern.
  • Grüner Korridor zwischen Schweden und Kontinentaleuropa: Bei diesem Anwendungsfall sollen die „grünen Meeresstraßen“ mit zweigeteilten Transportoptionen im Binnenland kombiniert werden, um die Effizienz des Straßenverkehrs und des Managements von Logistikprozessen zu fördern. So können etwa bei Verzögerungen Frachten ausgetauscht werden, um die maximale Auslastung des Schiffs sicherzustellen.
  • Logistikdienstleister - Transportunternehmen: Dieses Pilotprojekt soll zeigen, wie sich die Nachhaltigkeit der gesamten Vertriebskette durch gemeinschaftliche Planungs- und Implementierungslösungen aller Beteiligten verbessert.

Das Projekt will neue Geschäftsmöglichkeiten für Serviceanbieter schaffen, das Management von Logistikketten durch eine flexible und stabile Vertriebskette vereinfachen, die ökonomische und ökologische Effizienz erhöhen und dabei außerdem für geringere CO2-Emissionen sorgen.

www.i-cargo.eu

www.atos.net

Bildquelle: Hermsdorf / pixelio.de

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