Gfo-Management-Kongress 2016

Auf dem Weg zur Organisation 4.0

Der Gfo-Kongress zum Thema „Organisation 4.0“ fand im Oktober 2016 in Düsseldorf mit über 160 Teilnehmern statt. Im Rahmen des Events berichteten Geschäftsprozessexperten, wie sich die Organisation unter den Rahmenbedingungen „Prozessdigitalisierung, Social Business und Cloud Computing“ weiterentwickeln wird.

Organisation 4.0

Was kommt mit „Organisation 4.0“ auf die Unternehmen zu?

Die Ausrichtung der horizontalen Wertschöpfungskette auf den Kunden ist eine Überlebensnotwendigkeit unter den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die neuen Informationstechnologien wie Cloud Computing, Enterprise Mobility, Social Business, Industrie 4.0 oder Big Data treiben diese prozessorientierte Entwicklung aus technologischer Sicht. Umso wichtiger sei es laut Experten, bei der ganzheitlichen Optimierung der Wertschöpfungskette die notwendigen organisatorischen Prozessstrukturen zu schaffen, um eine Anforderungsgerechte Prozessdigitalisierung zum Nutzen des Kunden zu erreichen. Notwendig ist die Abbildung des realen Geschäftsprozesses in digitalisierter Form in Form eines End-to-end-Business-Prozesses. Die rollenbasierte Prozessdarstellung ist dann die Grundlage, um das wichtigste Prinzip der Organisationsgestaltung transparent zu definieren. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Kongruenzprinzip, d. h. das Gleichgewicht von Rolle bzw. Aufgabenstellung, Kompetenz (Befugnisse) und Verantwortlichkeit.

Jeder Prozessbeteiligte muss genau wissen, welche Verantwortlichkeiten und Befugnisse er bei der Ausübung seiner Prozessaktivitäten besitzt und dafür auch die Verantwortung übernehmen. Aus diesem Grund ist es laut dem Kongressveranstalter entscheidend, dass hier klare transparente Organisationsstrukturen mit den dazugehörenden Regeln vorgegeben sind, damit reibungsfrei die Prozessorganisation funktions- und stellenübergreifend umgesetzt werden kann. Die dokumentierten Prozesse bilden aber nur den Rahmen für die Durchführung.

Genauso wichtig für den Erfolg der Prozessdigitalisierung sei es, dass die Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, z.B. über Enterprise Mobility vernetzt mit allen weiteren Systemkomponenten zu kommunizieren. Dies lässt sich beispielsweise durch die Bereitstellung individualisierter bzw. personalisierter Apps lösen. Hierbei bleibt der Mitarbeiter auch der Bestimmer für den Prozessablauf. Das Management muss ihn im Rahmen des Führungssystems mit den Handlungsspielräumen ausstatten und auch über eine Qualifizierung dafür sorgen, dass er die Fähigkeiten besitzt, diese Spielräume auch in der Form eigenverantwortlich zu nutzen. Damit steht das Thema „Organisation 4.0“ im Mittelpunkt. Die Prozessorganisation ist die absolute Grundlage für den Erfolg der Prozessdigitalisierung und Industrie 4.0.

Weiterer Termin zum Thema Prozessmanagement: Process Solution Day

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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