Strabag-Mitarbeiter nutzen Tablets

Aus der Cloud auf den Bau

Von der anfänglichen Idee über erste Entwürfe und detaillierte Pläne bis zum fertigen Bauwerk sind viele Schritte zu gehen und zahlreiche Gewerke zu koordinieren. Die Strabag-Gruppe, zu der auch der Hoch- und Ingenieurbau Züblin gehört, ­koordiniert Menschen, Baumaterialien und Baugeräte nun über eine Cloud-Plattform-Lösung.

  • Baustelle aus der Vogelperspektive

    Das Angebot der Strabag umfassst sämtliche Bereiche der Bauindustrie. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))

  • Mann nutzt Tablet

    Die Cloud-Lösung ermöglicht es allen Beteiligten, jederzeit die aktuellen Baupläne aufrufen zu können. ((Bildquelle: Dropbox))

  • Zwei Männer mit Tablet auf der Baustelle

    Die Tablet-Nutzung auf den Baustellen geht auf eine Initia­tive der Mitarbeiter zurück. ((Bildquelle: Dropbox))

Wie in fast allen Branchen erleichtern auch im Bauwesen zunehmend digitale Tools die effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Partner. „Die Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse ist eine enorme Unterstützung. Sie fördert die Transparenz in allen Schritten und erhöht die Effizienz und Ausführungsqualität enorm“, so Matthias Steinbach, Geschäftsführer der IT-Tochtergesellschaft Strabag BRVZ.

Ohne Baupläne keine Baustelle


Schon immer wurden alle Nachunternehmer proaktiv mit aktuellen Plänen versorgt; zuerst in Papierform, dann per E-Mail und seit einiger Zeit auch über Online-Portale mit entsprechend angeschlossenem Planlauf-Monitoring. Jeder an einem Bauprojekt Beteiligte braucht zu jeder Zeit den jeweils aktuellen Plan. Das klingt erst einmal einfach, wird aber mit wachsender Unternehmensgröße und steigender Komplexität der Projekte immer schwieriger. Die Gruppe arbeitet zur Umsetzung ihrer Bauprojekte mit zahlreichen Subunternehmen und Fachspezialisten zusammen. Oberbauleiter Frank Winzer von der Züblin-Tochter Wolfer & Goebel erklärt: „In der Strabag-Familie sind wir über 75.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir realisieren nicht nur zahlreiche große und kleinere Bauvorhaben mit unseren Tochterunternehmen in ganz Europa, wir bilden auch die gesamte Wertschöpfungskette im Bau in unseren Einheiten ab.“

Frühzeitig nutzte die Gruppe digitale Planportale zur Freigabe und Verbreitung der Baupläne. Die unterschiedlichen Verfasser – Architekten, Tragwerksplaner, Heizungs-, Lüftungs- oder Sanitärplaner – laden dort ihre jeweils aktuellen Pläne hoch. Diese werden gespeichert und teilweise automatisiert an die entsprechenden Nutzer verteilt. Doch ein Plan ist in den seltensten Fällen final: Selbst, wenn nur eine Steckdose an einer anderen Stelle angebracht werden soll, bedarf es einer Planänderung und Freigabe seitens des Kunden.

„Planportale bilden das Fundament für unsere Bauvorhaben im Hochbau, denn dort kann ständig jeder alle Pläne einsehen. Dropbox Business ist eine überaus praktische Ergänzung dazu. Dabei werden die Daten zwischen den beiden Plattformen synchronisiert. Wenn beispielsweise neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder externe Stakeholder noch keinen Zugriff auf die Planportale haben, teilen wir Pläne ganz einfach über einen entsprechenden Link“, erklärt Frank Winzer. „Die Zuteilung der Pläne wird heute durch Cloud-Lösungen immens erleichtert. Das betrifft vor allem auch die mobile Unterstützung. Ein Plan muss nicht in Papier aus dem Baucontainer mitgenommen werden, sondern ist stets aktuell auf einem mobilen Endgerät verfügbar.“, fügt er hinzu.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das Bauunternehmen setzt bei der internen Kollaboration zwar auf Microsoft Office 365, hat sich aber zusätzlich für den Filehosting-Dienst entschieden. Dabei waren drei Punkte entscheidend: „Dropbox wird in unseren Märkten flächendeckend genutzt. So konnten wir sicher sein, dass viele unserer Projektpartner mit dem Umgang vertraut ist. Die intuitive Bedienung vereinfacht die Zusammenarbeit mit externen Partnern für uns massiv. Ein weiterer Vorteil sind die Synchronisationsmöglichkeiten bei hochvolumigen Dateien. Zuletzt war entscheidend, dass es Integrationen in alle Office-365-Komponenten gibt, die ein Zusammenspiel der Lösungen ermöglichen“, fasst Steinbach zusammen.

Innovative Mitarbeiter

Die Tablet-Nutzung auf Baustellen wurde in erster Linie durch engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorangetrieben und eingefordert. Sie brachten ihre privaten Tablets schlicht mit auf die Baustelle. Die Verwendung stieg schnell an. „So begannen wir, Poliere mit Tablets auszustatten, und die Lösung wurde zu einer Schlüsselapplikation. Als IT sind wir für die optimale Ausstattung unserer Mitarbeiter verantwortlich, die letztendliche Entscheidung über Hard- und Software-Produkte wird jedoch gemeinsam mit den Anwender- und Expertenteams auf der Baustelle getroffen“, erklärt Steinbach.

Kunden erwarten die Realisierung immer größerer Bauvorhaben in immer kürzerer Zeit. „Hier unterstützen uns Cloud-Lösungen sowohl in der Planungsphase als auch während der Ausführung sehr gut. Ich selbst betreue mehrere Baustellen und habe daher nicht immer alle Ausschreibungsdetails im Kopf. Bei Auftragsverhandlungen habe ich daher in jedem Fall die jeweilige Ausschreibung in meiner Dropbox dabei. Auch bei meinen festen Terminen mit der Bauleitung meist direkt auf der Baustelle sind die jeweiligen Leistungsbeschreibungen in der Cloud stets für mich abrufbar“, erläutert Frank Winzer und ergänzt: „Angebote unterschiedlicher Nachunternehmen einzuholen und auszuwerten sowie entsprechende Unterlagen zu teilen, ist mit dem Dienst ebenfalls ein Klacks.“

 

Strabag SE ...

... ist eines der größten Bauunternehmen Europas und neben den Kernmärkten Österreich und Deutschland auch in zahlreichen ost- und südosteuropäischen Ländern tätig. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Mehr als 75.000 Mitarbeiter erwirtschaften jährlich etwa 16 Mrd. Euro.

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