„Scale-out“ reicht nicht

Auswirkungen von IoT auf Rechenzentren

Dr. Bernd Kosch, Head of Industry 4.0 Center bei Fujitsu, kommentiert die ­Auswirkungen des Internets der Dinge auf den Betrieb von Rechenzentren.

Dr. Bernd Kosch, Fujitsu

Dr. Bernd Kosch von Fujitsu

Das Internet der Dinge hat für Rechenzentren eine erhebliche Ausweitung der Anforderungen auf technologischer und betrieblicher Ebene zur Folge. Denn es geht nicht nur darum, Scale-out-Konzepte auf eine neue Ebene von Low-end-IT auszudehnen. Vielmehr müssen die Infrastruktur- und Betriebsaspekte erfolgreich inte­griert werden, die aus der Einbindung neuer Ebenen in die Architektur der Firmen-IT entstehen. Zwei der großen Herausforderungen für die zentrale IT im IoT-Zeitalter sind dabei das Management der Systeme im Hinblick auf Verfügbarkeit sowie die Sicherheit. Denn Systemausfälle bedeuten, dass eventuell wertvolle Informationen oder Leistungen der überwachten oder gesteuerten „Dinge“ ausfallen. In kurzer Zeit können somit hohe Schäden entstehen. Aspekte wie Hochverfügbarkeit mittels Redundanz und gesicherte Übertragung müssen daher durch kompetente Systemintegration realisiert werden. Dies bedeutet vielfach, dass ein entsprechendes Service-Netzwerk notwendig ist, das in Kooperation mit der zentralen IT Fehler zuverlässig und zeitnah beheben kann.

Auch die Sicherheit gewinnt im Industrie-4.0-Zeitalter an Bedeutung: Künftige Sicherheitsarchitekturen müssen neue Assets, Bedrohungen und Schutzziele erfassen. An manchen Stellen entstehen bislang unbekannte Gefährdungen – so kann statt des erwarteten Sensors ein Schadgerät Signale vortäuschen, die zu katastrophalen Fehlentscheidungen führen könnten. Diese Aspekte müssen künftige Architekturen abdecken.

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