Analysesoftware für große Datenmengen

Bändigung der "Big Data"

Im Interview erklärt Alexander Horak, Entwicklungsleiter bei der Combit GmbH in Konstanz, wie IT-Verantwortliche mit Big-Data-Analysesoftware große Datenmengen „bändigen“ können.

Alexander Horak, Combit GmbH

Alexander Horak, Entwicklungsleiter bei der Combit GmbH in Konstanz: "Mittels Analysesoftware lassen sich Big Data bändigen."

IT-DIRECTOR: Herr Horak, in welchen Bereichen kann Big-Data-Analysesoftware im Produktionsumfeld von Großunternehmen sinnvoll eingesetzt werden?
A. Horak:
Big-Data-Analysesoftware kommt überall dort zum Einsatz, wo große Datenmengen anfallen und „gebändigt“ werden müssen. Dies kann z.B. in der Produktion (Maschinenkennzahlen), auf der Webseite (Webrequests) oder im Vertrieb (Umsatzdaten aus diversen Quellen) sein. Ziel des Einsatzes solcher Software ist meist eine Optimierung der Vorgänge.

IT-DIRECTOR: Welche Hürden sehen Sie für eine flächendeckende Nutzung von Big-Data-Lösungen in der Produktion?
A. Horak:
Im Arbeitsalltag fallen eine Unmenge von Daten an, die in eine Analyse mit einbezogen werden könnten. Um den Überblick zu behalten, ist es wichtig, „auszusieben“ und so die jeweils individuell passenden Kennzahlen herauszufinden. Diese können dann mit Hilfe von Big-Data-Analysesoftware in maßgeschneiderten Reports visualisiert werden.

IT-DIRECTOR: Auf welche Art und Weise könnten Big-Data-Plattformen fehlende Transparenz im Produktionsgeschehen wettmachen?
A. Horak:
In der Vergangenheit wurden Prozesse oft als Blackbox angesehen und somit nicht genau durchleuchtet. Das Aufkommen von Big Data zwang dann quasi zur genaueren Beschäftigung mit Abläufen und Vorgängen auf der Suche nach geeigneten Kennzahlen. Durch die Verwendung von Big-Data-Analysesoftware werden Prozesse nun transparent gemacht und wichtige Zahlen sichtbar. So entstehen neue Perspektiven und Sichtweisen, die zuvor vielleicht im Verborgenen geblieben wären oder nur mit großem Aufwand hätten extrahiert werden können.

IT-DIRECTOR: Wie lassen sich sämtliche Datenquellen (Maschinen, Prozesse, Produkte) und Systeme (ERP, SCM, BI) am besten integrieren? Auf welche Standards sollten die IT-Verantwortlichen hier vor allem achten?
A. Horak:
Firmen sollten auf eine möglichst nahtlose Integration der Software in den Arbeitsprozess achten. Produkte wie beispielsweise unser Report Server unterstützen eine große Menge an unterschiedlichen Datenquellen. Bei der Verwendung von SQL-Datenbanken bieten sich offene Schnittstellen wie z.B. ODBC an, mit denen sich die meisten Datenbanksysteme anbinden lassen. Neue Standards wie ODATA erlauben es, verteilte Datenquellen (z.B. Webservices) anzubinden. Eine große Anzahl an unterstützen Datenquellen kann außerdem von Vorteil sein was zukünftige Entwicklungen in einem Unternehmen angeht.

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