07.02.2018 Mit SDN-Fähigkeit ausgestattet

Berlinale 2018: So hat das Filmfestival sein Netzwerk unter Kontrolle

Die Berlinale nutzt 2018 erstmals On-Demand-Services und Software Defined Networking (SDN). Damit ist das Filmfestival nach zehn Jahren noch immer Vorreiter bei der Digitalisierung.

Über das Colt-Glasfasernetz erfolgt die direkte Verteilung der Filmdaten in alle 18 Festivalspielstätten der Berlinale mit insgesamt 54 Sälen.

Über das Colt-Glasfasernetz erfolgt die direkte Verteilung der Filmdaten in alle 18 Festivalspielstätten der Berlinale mit insgesamt 54 Sälen.

Zur 68. Berlinale hat Colt Technology Services fünf Berlinale-Spielstätten mit SDN-Fähigkeit ausgestattet. SDN ist die neuste Entwicklung im Netzwerkbereich. Die Technologie ermöglicht On-Demand-Services, d.h. die Berlinale erhält mehr Kontrolle über ihr Netzwerk und kann die Bandbreite einzelner Verbindungen über ein Portal minutenschnell selbst erhöhen oder verringern. Ove Sander, technischer Leiter „Digitales Kino“ bei der Berlinale, und sein Team werden diese Funktion künftig nutzen, um die Bandbreite im Netzwerk außerhalb der Festivalzeit zu verringern und über den Herbst, wenn die Anlieferung der Filme für die Vorauswahlen beginnt, nach oben zu skalieren, bevor dann während der Berlinale die Bandbreite einiger Verbindungen auf bis zu zehn Gigabit pro Sekunde zum Einsatz erhöht wird.

„Wir müssen sehr viele Filme in sehr kurzer Zeit in Kinos übertragen. Dafür brauchen wir große Bandbreiten. Wesentlich ist dabei, dass die Leitungen stabil laufen und gleichzeitig flexibel sind, da das Festival nur zehn Tage dauert. Colt kann das alles dank des eigenen SDN-Hochgeschwindigkeitsglasfasernetzwerks hier in Berlin leisten“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Seit 2009 stellt Colt als Digital-Cinema-Partner der Berlinale Netzwerk-Services mit hohen Bandbreiten und Internetzugänge zur Verfügung, damit eine Datenübertragung in hoher Qualität möglich ist. Über das eigene Glasfasernetz des Anbieters erfolgt die direkte Verteilung der Filmdaten in alle 18 Festivalspielstätten mit insgesamt 54 Sälen. Die Daten für rund 2.500 Vorführungen im Rahmen des Festivals und des European Film Market werden über das Netzwerk übertragen, eine Menge von zusammen etwa einem Petabyte. Der Dienstleister stellt dafür erstmals SDN-Verbindungen mit einer Bandbreite von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) zur Verfügung.

Neue digitale Herausforderungen


Die Digital-Cinema-Infrastruktur der Berlinale ist zwar komplett digitalisiert, trotzdem muss das Filmfestival sich auch in Zukunft neuen digitalen Herausforderungen stellen. Was, wenn Kinofilme demnächst in virtuellen Welten spielen oder auf Rundumleinwände projiziert werden? Was, wenn brillenlose 3D-Kinos kommen? Mit Colt als Partner kann sich die Berlinale voll auf zukünftige technische Herausforderungen konzentrieren.

Das moderne IQ Network ermöglicht die On-Demand-Services, von denen auch die Berlinale profitiert. An das weltumspannende, intelligente Glasfasernetz sollen weltweit mehr als 800 Rechenzentren (RZ) und mehr als 25.000 Gebäude angeschlossen sein. Zum IQ Network gehören auch Langstreckenverbindungen, die Europa mit wichtigen Wirtschaftszentren in Asien und Nordamerika verbinden, z.B. Tokio, Hongkong, Singapur, Chicago, Los Angeles und New York.

Bildquelle: Thinkstock/Creatas

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