Blue Yonder optimiert bei Saarstahl AG

Bessere Prozessabläufe mittels Big-Data-Analytics

Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Pilotprojekt von Saarstahl AG, DFKI GmbH, Blue Yonder GmbH, Fraunhofer-Institut IAIS, Pattern Recognition Company GmbH und Software AG hat zum Ziel, Produktions- und Geschäftsprozesse mittels intelligenter Prognoseberechnungen vorausschauend zu steuern.

Dass Industrie 4.0 längst nicht mehr nur eine Vision ist, zeigt das kürzlich in die Konzeptionsphase gestartete Projekt "IPRODICT". Die Abkürzung steht für „Intelligent Process Prediction based on Big Data Analytics“. Nach der sechsmonatigen Konzeptionsphase, in der die technischen und funktionalen Anforderungen an die Lösung erhoben werden, wird das Projekt im Völklinger Walzwerk der Saarstahl AG prototypisch implementiert.

Im Rahmen des Piloten soll ein intelligenter Ansatz zur teilautomatisierten Anpassung und Optimierung von Geschäftsprozessen erforscht werden. Das Gemeinschaftsprojekt zu Industrie 4.0/Big Data wird von der Saarstahl AG, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH), Blue Yonder, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, Pattern Recognition Company und der Software AG umgesetzt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
 
„Industrie 4.0 ist weder eine leere Worthülse noch eine Modeerscheinung. Es ist unbestreitbar, dass das Thema noch zu wenig in den Unternehmen angekommen ist, aber die Digitalisierung der Produktion ist bereits angelaufen. Nicht nur der Industriesektor wird in naher Zukunft einen Wandel erfahren, sondern die gesamte Wirtschaft, was weitere positive Anreize für Deutschland als Arbeitsstandort schaffen wird. Davon werden sowohl Großunternehmen als auch der Mittelstand langfristig profitieren“, erklärt Uwe Weiss, CEO von Blue Yonder.

Datenströme zusammenzuführen

Ziel des Projekts ist es, Datenströme aus Prozessablauf und Sensornetzwerken zusammenzuführen und per CEP (Complex Event Processing) in Echtzeit zu überwachen. Über den Einsatz von Big-Data-Analysen werden aus den gewonnenen Daten Prognosen für einen optimalen Prozessablauf erstellt, um möglichen Abweichungen und Qualitätsschwankungen frühzeitig entgegenzuwirken zu können. So könnte der Produktionsprozess zukünftig über Sensoren in Echtzeit überwacht, mögliche Wartungen frühzeitig gestartet und der Gesamtprozess intelligent gesteuert werden.
 
Der Einsatz von Big-Data-Analytics ermöglicht bereits heute der Saarstahl AG Produktions- und Geschäftsprozesse vorausschauend anzupassen, da Umplanungen frühzeitiger eingeleitet werden können, beispielsweise indem Nachbearbeitungsprozesse vorbereitet oder Chargen zwischen Kunden (qualitäts- und termingerecht) umverteilt werden.
 
www.blue-yonder.com

Bildquelle: Thinkstock / iStock

©2021Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok