SCM-Software für Drogeriemarkt

Bestandsmanagement mit Big Data

Das Bestandsmanagement der Drogeriemarktkette Rossmann ist äußerst komplex. Entsprechend flexibel und zuverlässig muss die Software sein, mit der das Handelsunternehmen die Warenflüsse managt. Bei der Relex Solutions GmbH wurde die Dirk Rossmann GmbH nun fündig.

Rossmann-Lager

1.950 Filialen deutschlandweit, bis zu 20.000 Produkte pro Filiale und rund 50 Millionen Stock-Keeping-Units: Das Bestandsmanagement von Rossmann ist äußerst komplex.

Die Supply-Chain-Management-Software (SCM) optimiert laut Anwender die Bestände und geht dabei auf filialspezifische Abverkaufsmuster, Kampagneneffekte und saisonale Schwankungen ein. Da sich die Rossmann-Filialen in puncto Sortimentsbreite und -tiefe stark unterscheiden, muss die neue SCM-Software diese Faktoren in der Bestandsplanung zuverlässig abbilden. Für jede Filiale erstellt die Lösung automatisiert individuelle Regeln und Prognosen, weist frühzeitig auf künftige Lücken und Bedarfe hin und sorgt so für eine immer bedarfsgerechte Verfügbarkeit auch bei Kampagnenprodukten. Den durch das stark kampagnengetriebene Geschäft entstehenden Bedarfsschwankungen trägt die Software somit Rechnung. „Diese Flexibilität des Systems hat uns überzeugt“, erklärt Jürgen Mattulke, Leitung Bestandsmanagement und Lieferantenmanagement bei Rossmann. Für die tagesgenauen, automatisierten Prognosen und Bestellvorschläge nutzt die Software über 3.000 Kombinationen aus verschiedenen Forecast-Modellen und diversen Parametern wie beispielsweise Umschlagmustern der Vorjahre, saisonalen Effekten, Werbekampagnen und Mindestbestellmengen. Diese Informationen bezieht Reflex aus dem ERP-System des Anwenders.

Aufgrund der rund 50 Millionen SKUs (Stock-Keeping-Unit) war auch die Rechenleistung der Lösung ein wichtiger Aspekt. Sie soll für große Datenmengen gerüstet sein. Die Daten des ERP-Systems speichert die Software in der eigens vom Dienstleister entwickelten Big-Data-Datenbank. Aufgrund des Spaltenlayouts werden die vielen Millionen Datensätze komprimiert und die Rechenvorgänge finden In-Memory, also im Arbeitsspeicher, statt. Auf diese Weise werden die großen Datenmengen bis zu hundertmal schneller verarbeitet als mit vergleichbaren Systemen. Rossmann erhält somit feinmaschige und tagesgenaue Prognosen in Echtzeit auch auf Filialebene.

Bildquelle: Rossmann

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