Studie von Interxion und Vanson Bourne

Big Data genießt zunehmend Priorität

Interxion, ein Anbieter von RZ-Dienstleistungen für Colocation, und Vanson Bourne kommen in ihrer Studie „Big Data – jenseits des Hypes“ zu dem Ergebnis, dass der Umgang mit Big Data für 78 Prozent der deutschen Unternehmen ein wichtiges Thema in den kommenden drei Jahren sein wird.

Die Untersuchung soll allerdings auch deutliche Unterschiede zwischen den europäischen IT-Märkten aufzeigen, vor allem bezüglich der Bedeutung von Big-Data-Lösungen, und der Bewertung von Chancen und Risiken. Interessanterweise tendieren Unternehmen, deren IT-Strategie Teil der Unternehmensplanung ist, eher dazu, Big-Data-Optionen zu analysieren.

Bei Firmen, die ihre IT-Strategie nicht in die Unternehmensplanung einbinden, entweder, weil es keine langfristige IT-Strategie gibt oder sie andere Ziele verfolgt, sind es weniger als 60 Prozent, die Big Data mit auf der Agenda haben. Die Zahl sinkt sogar auf 40 Prozent bei Unternehmen, deren langfristige Strategieziele die eigene IT überhaupt nicht berücksichtigen.

98 Prozent der deutschen Unternehmen hingegen verfolgen oder entwickeln laut Studie gerade eine langfristige Strategie, die mit allen Stufen des Business-Plans im Einklang steht (84 Prozent). Zudem hätten dieselben 98 Prozent die Vorteile von Big-Data-Konzepten für ihr Unternehmen bereits untersucht oder analysieren sie gerade. 41 Prozent der deutschen Unternehmen verfügen schon über ein Geschäftsmodell, das auf Big-Data-Analysen basiert, während dies nur auf durchschnittlich 25 Prozent der europäischen Unternehmen zutrifft.

Fehlendes Know-how für Big Data

Obwohl Big-Data-Lösungen europaweit von vielen Unternehmen und IT-Abteilungen zugleich als Herausforderung und als Chance wahrgenommen werden, überwiegen – so die Erhebung – bei deutschen Unternehmen die Vorteile: 99 Prozent gaben an, diese Technologien als neue Möglichkeit zu sehen.

Auf die gezielte Frage nach den Herausforderungen antwortete fast die Hälfte aller Befragten (45 Prozent), dass die IT-Abteilung wichtigere Anfragen zu erledigen habe, ein Drittel war aufgrund der notwendigen Investitionen zurückhaltend, ein weiteres Drittel nannte mangelnde Speicherkapazitäten und weitere 32 Prozent fehlendes internes Know-how als Probleme.

Laut Studie wird die Netzwerkinfrastruktur als drittgrößtes technisches Problem für Big-Data-Lösungen genannt: Fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten vermutet große Beeinträchtigungen, die sich auf die Geschwindigkeit, Verarbeitung und Bereitstellung von Informationen auswirken. Diese Antwort sei vor dem Hintergrund, dass 58 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, ihren Endkunden ihre Daten innerhalb von 100 Millisekunden zur Verfügung stellen zu müssen, verständlich.

Trotz der genannten Herausforderungen haben die Befragten im Rahmen der Untersuchung verschiedene Vorteile erkannt, die Big-Data-Lösungen für ihr Unternehmen bieten: Als wichtig bewertet wurden schnellere Entscheidungsprozesse (57 Prozent), höhere Kundenzufriedenheit (54 Prozent), mehr Cross Selling (47 Prozent), schnellere Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen (46 Prozent) sowie mehr Innovation (46 Prozent).

www.interxion.de

Bildquelle: istockphoto/Thinkstock


©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok