Wenn Festplatten scheitern

Big Data: Neue Perspektiven durch Flash-Speicher?

Laut Experten wird das Datenaufkommen bis 2020 um jährlich mehr als 35 Prozent wachsen. Festplatten werden dieser Steigerung nur bedingt gerecht, Flash-Speicher hingegen könnten neue Perspektiven eröffnen, wie der Anbieter Nimble Storage betont.

Arrays der AF-Seri

Die Arrays der AF-Serie sind mit jeweils 24 SSD-Slots ausgestattet.

„Unser Ziel bei der Entwicklung der Adaptive-Flash-Plattform war es, eine Lösung zu bieten, die dem gesamten Spektrum von Anwendungen und Workloads im Unternehmen gerecht wird“, so Suresh Vasudevan, CEO von Nimble ­Storage. Das 2008 gegründete Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs. Nach eigenen Angaben konnte man mit seinen mehr als 1.000 Mitarbeitern weltweit bereits 7.500 Kunden von der Funktionalität seiner Speicherlösungen überzeugen. In Deutschland betreuen rund 20 Mitarbeiter 200 Kunden, u.a. in der Automobil- und der TK-Industrie.

Ende Februar hat das Unternehmen eine neue Serie von „Predic-tive-All-Flash-Arrays“ vorgestellt. Hierbei wird die Flash-Performance mit Predictive Analytics des Big-Data-Analyse-Tools Infosight kombiniert. Ziel dieser „vorausschauenden“ Analysen ist es, Trends hinsichtlich der Belastung und Auslastung der Speichersysteme zu erkennen, auf eventuelle Wechselwirkungen zu reagieren und sich anbahnende Defekte durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden. Als Ergebnis sollen Anwender von hoher Verfügbarkeit (99,9997 Prozent) und Performance sowie einer cloud-ähnlichen Agilität profitieren. Laut Anbieter führen diese Eigenschaften zudem zu einer Senkung der Betriebskosten zwischen 33 und 66 Prozent. Die neue AF-Serie basiert auf Serien-SSDs von Samsung und orientiert sich an Unternehmensanforderungen. Die Lösung stellt das AF9000 All-Flash-Array mit einer Leistung von bis zu 350.000 IOPS bei einer Latenz von unter einer Millisekunde dar. In Scale-out-Vier-Knoten-Cluster-Konfigurationen bietet die Lösung eine Performance von bis zu 1,2 Mio. IOPS und eine effektive Kapazität von mehr als 8 PB.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2016. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die All-Flash-Arrays sind vorkonfiguriert und darauf ausgelegt, Firmenanwendungen und Workloads direkt zu unterstützen. Zeitaufwendige Aufgaben wie die Auswahl des RAID-Levels, des Medien-Layouts, der Entwurf von Aggregationen sowie die Festlegung von Reserven entfallen, heißt es. Die Erstkonfiguration und das Set-up können laut Hersteller in weniger als 120 Minuten abgeschlossen werden. Mit Infosight VMVision und VMware vVols können die IT-Administratoren zudem den Speicher auf VM-Ebene verwalten und überwachen.

Mit seiner Unified Flash Fabric unterstützt der Anbieter die Nutzung von Flash für alle Firmenanwendungen, indem All-Flash- und ­Adaptive-Flash-Arrays in einer einzigen Konsolidierungsarchitektur mit gemeinsamen Datendiensten zusammengeführt werden. ­All-Flash-Arrays ermöglichen hohe Performance für Anwendungen, die eine deterministische Latenz erfordern, während Adaptive-Flash-Hybrid-Arrays eine optimierte Leistung für weitverbreitete Geschäftsanwendungen sicherstellen. In Deutschland vertreibt man die Produkte aktuell über rund 80 Vertriebspartner. Ein Netzwerk, das laut Joachim Berger, Vertriebsdirektor DACH, zügig ausgebaut werden soll. Neben diesen zahlreichen Vertriebspartnerschaften bestehen u.a. Technologiepartnerschaften mit SAP, Microsoft, VMware, Cisco, Veeam, Citrix, Brocade, Oracle, Splunk, Hortonworks und Commvault.

Bildquelle: Nimble Storage

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