Wachsende E-Commerce-Branche

Big-Data-Technologien in der Warenlogistik

Big-Data-Technologien können die Warenlogistik im Fluss halten und auf diese Weise auch die Zukunftsfähigkeit des stationären Handels sichern.

Shoppen, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Big Data im Handel: Die Warenlogistik kann per Big-Data-Technologien im Fluss gehalten werden.

In Zeiten einer wachsenden E-Commerce-Branche stellt sich für klassische Handelsunternehmen die Frage, wie diese wettbewerbsfähig bleiben können. Lösungsvorschläge wären etwa, indem sie ihre klassischen Stärken – allen voran die direkte physikalische Verfügbarkeit der Waren – verbessern. Oder, indem sie sich digitale Technologien zunutze machen, um Kunden am Point of Sale Mehrwerte zu bieten. Mit diesem Ziel hat sich ein deutscher Lebensmittelhändler mit Filialstruktur dazu entschlossen, ein neues Warenwirtschaftssystem einzuführen und die IT-Landschaft weitestgehend zu standardisieren.

Die zentral damit verbundene Aufgabe war es, die relevanten, heterogen gewachsenen, dezentral verteilten IT-Systeme an das ERP anzubinden und bestehende wie neue Prozesse und Funktionen zu integrieren. Um diese Herausforderung zu bewältigen und Zukunftssicherheit zu gewährleisten, entschied sich das Unternehmen für eine Standardsoftware für Integrationsmanagement und Business Process Management (BPM). Zunächst wurde die erforderliche Infrastruktur implementiert, um Filialen, Lager- und Handelsgesellschaften sowie alle IT-Systeme integrieren zu können. Damit werden die Daten nun zentral synchronisiert, verteilt und können unmittelbar verarbeitet werden. Der Einsatz einer Realtime-Analytics-Komponente ermöglicht in diesem Kontext die Echtzeitanalyse von Kassen- und Abverkaufsdaten in allen Filialen, sodass das Handelsunternehmen auf Trends und Unregelmäßigkeiten reagieren kann.

Das Unternehmen ist zudem in der Lage, vom tagesaktuellen Austausch von Filialdaten auf Echtzeitabgleich umzustellen. Vor Einführung der Inte-grationslösung wurden die Daten aus den Filialen einmal pro Tag mit der Zentrale synchronisiert. Dieser Prozess läuft jetzt im Hintergrund, sodass auf Entwicklungen wie Abverkaufsspitzen mit Umlagerungen und Nachbestellungen reagiert werden kann.

Die Integrationsplattform wappnet das Handelsunternehmen zudem für die Herausforderung, künftig mit der Konkurrenz aus dem Web Schritt zu halten. Hierfür ist es von Bedeutung, neue Technologien im Kontext eines integrierten Multikanalansatzes einzusetzen und in stationäre Verkaufslokale zu integrieren. Bislang ist der Kunde im stationären Handel ohne Kundenbindungsprogramme größtenteils anonym. Der Anbieter kennt weder seine Interessen, noch weiß er, welche Produkte er sich ansieht, regelmäßig kauft oder gerade gekauft hat. Die Integration der Daten von allen Endpunkten, an dem man mit Kunden in Kontakt tritt, versetzt den Handel in die Lage, mobile, stationäre und Online-Angebote zu vernetzen und diese umsatzsteigernd zu nutzen. Der Händler kann seinen Kunden dank der unmittelbaren Verfügbarkeit der aktuellen Artikelbestände über die Filialen hinweg die Möglichkeit bieten, Produkte online zu kaufen oder in der nächstgelegenen Filiale abzuholen.

 

Big Data im Handel

Der Nutzen einer Integrationslösung in Verbindung mit In-Memory-Technologien für stationäre Handels­ketten:

  •   Echtzeitverfügbarkeit der ­Filialinventur
  •   Unmittelbare Analysen von Daten aus allen Filialen und IT-Systemen
  •   Höhere Agilität
  •   Anschlussfähigkeit an mobile und Onlinevertriebskanäle
  •   Höhere Zukunfts- und Wett­bewerbsfähigkeit

Quelle: Software AG

 

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