Moderne IT-Infrastrukturen

Cegeka und ICTroom eröffnen Rechenzentrum

Bereits am 10. Dezember 2015 eröffneten der belgische IT-Dienstleister Cegeka und der niederländische Data-Center-Spezialist ICTroom ihr neues Rechenzentrum im niederländischen Geleen nahe der deutsch-holländischen Grenze. Das Data Center soll zeigen, wie IT-Infrastrukturen und Storage zu einer neuen Generation von Services verschmelzen.

  • Neues Rechenzentrum von Cegeka und ICTroom

    Das neue modulare Rechenzentrum von Cegeka und ICTroom befindet sich im niederländischen Geleen nahe der deutsch-holländischen Grenze.

  • Strenge Sicherheitsvorkehrungen

    Strenge Sicherheitsvorkehrungen im neuen Data Center

  • Christoph Neut, CCO der Cegeka-Gruppe

    Christoph Neut, Chief Communications Officer (CCO) der belgischen Cegeka-Gruppe

Aus technischer Sicht handelt es sich bei der Anlage um ein modernes mittelgroßes Rechenzentrum. Die hochmodulare Tier-3-Anlage (mit einer erwarteten Verfügbarkeit von 99,982 Prozent) ist aktuell für eine IT-Last von 200 kW ausgelegt und kann laut den RZ-Betreibern Kapazitäten von bis zu 750 kW unterstützen. Zudem erlaubt es das Design, weitere 750-kW-Module hinzuzufügen. Der 320 qm große Serverraum des Rechenzentrums bietet Platz für 120 Racks und kommt ohne Säulen aus. Ein weiteres Merkmal sind vier separate Dark-Fibre-Stränge, die das neue Rechenzentrum mit dem belgischen Hasselt verbinden, wo Cegeka bereits ein Data Center besitzt. So können sämtliche Daten zwischen den beiden Anlagen übertragen und gespiegelt werden. Der theoretisch erreichbare PUE-Wert beträgt 1,14, doch selbst ohne volle Auslastung kann das RZ entsprechende Werte erzielen. Möglich wird dies durch das hocheffiziente Kühlsystem mit heißen und kalten Gängen.

Zur Eröffnung vergangenen Dezember waren Gäste aus Großbritannien, Frankreich, der DACH-Region sowie den Benelux-Ländern eingeladen, einen Blick auf den Hightech-Speicherraum im Wert von zehn Millionen Euro zu werfen. Die Anlage soll zeigen, wie IT-Infrastrukturen und Storage zu einer neuen Generation von Services verschmelzen können. Christoph Neut, CCO der Cegeka-Gruppe, Luc Greefs, für Rechenzentren und die Cloud zuständiger Direktor bei Cegeka, sowie Matthew Gingell, Marketingdirektor bei ICTroom, erläuterten in ihren Eröffnungsreden, welchen Ansprüchen eine moderne Infrastruktur heute gerecht werden muss. Dank ihrer Kooperation können beide Unternehmen wesentlich mehr Details berücksichtigen, als es ohne diese Zusammenarbeit möglich gewesen wäre.

„In fast allen Bereichen sind die Veränderungen durch die digitale Integration spürbar. Es bestehen neue Anforderungen an IT-Infrastrukturen, die neue Denkweisen erforderlich machen. Finanzierung, Preisgestaltungsmodelle, Latenz, Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit und andere Aspekte erreichen ein neues Level“, führte Christoph Neut in seiner Rede aus. „Cegeka und ICTroom haben die nötige Leidenschaft, um entsprechendes Know-how bereitzustellen. Auf den heutigen Märkten treten wir als Herausforderer der etablierten Marken auf, und wir sind fest gewillt, unsere Anstrengungen fortzusetzen.“

Data Center mit modularer Bauweise

Im Anschluss an ihre Reden öffneten die Direktoren das Rechenzentrum für die anwesenden Gäste. Das Gebäude wirkt wie ein herkömmlich erbautes Data Center, und alle verwendeten Materialien entsprechen modernen Anforderungen. Sichtbar wird die modulare Bauweise einzig bei den Notstromaggregaten oder der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). Bei beiden kann die Kapazität erweitert werden, wenn die Anforderungen steigen. Die Module können herausgenommen und durch größere ersetzt werden, um jederzeit die nötige Skalierbarkeit zu gewährleisten. Theoretisch sogar im laufenden Betrieb.

„Seit der Gründung von Cegeka im Jahr 1992 haben wir viel Erfahrungen mit IT-Infrastrukturen gesammelt. Das Rechenzentrum in Geleen ist mehr als nur ein Raum, in dem Daten gespeichert werden. Es stellt für uns eine wichtige Investition da“r, so Luc Greefs. „Unser Konzept einer Shared Private Cloud in Verbindung mit Diensten aus der öffentlichen Cloud hat sich als erfolgreich erwiesen. Das ist es, was wir als Hybrid-Cloud-Lösungen bezeichnen. Mit diesem Angebot und einem Rechenzentrum wie in Geleen können wir den nächsten Schritt bei Cloud-Diensten gehen.“

Nach der Übernahme von Brain Force in Deutschland rückt die Cegeka-Gruppe mit dem Standort in Geleen näher an die DACH-Region heran. Die Euregio ist somit ein strategischer Standort zur Bedienung dieser Kunden. „Mit der Expansion können wir unser organisches Wachstum vorantreiben. Derzeit erwirtschaften wir 75 Prozent unserer Einnahmen in den Benelux-Ländern, doch nun möchten wir uns stärker auf die anderen europäischen Märkte zubewegen“, erklärt Christoph Neut. „Ein Ziel ist definitiv Deutschland, und angesichts unserer Erfahrung und unserer Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen, bin ich sicher, dass wir Erfolg haben werden.“

Software für die Cloud

Cegeka betreibt und entwirft IT-Infrastrukturen für seine Kunden. Die zweite Säule des Geschäfts besteht darin, Software für Cloud-Lösungen zu betreiben und zu entwickeln. Derzeit sind 500 Mitarbeiter ausschließlich mit der Bereitstellung, Entwicklung und Bedienung von Software betraut. Das neue Rechenzentrum befindet sich im Besitz und Betrieb von ICTroom und wird an Cegeka vermietet. Auf diese Weise teilen die beiden Unternehmen die finanziellen Belastungen.

Eine wichtige Gemeinsamkeit, die die beiden Partner verbindet, ist ihre nachhaltige Einstellung. „Wir sehen in Geleen ein Green-IT-Geschäftsszenario: 98 Prozent der Energie stammt aus nachhaltigen Energiequellen und wird von einem lokalen Anbieter bereitgestellt“, so Frank Brand, Associate Director bei ICTroom.

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