Lastspitzen abfedern, Performance steigern

Cewe optimiert das Weihnachtsgeschäft

In der Weihnachtssaison hat der Foto- und Online-Druckservice Cewe vielfach höhere Spitzenlasten als im übrigen Jahr. Um darauf vorbereitet zu sein, entschied sich das Unternehmen für die Installation einer Application-Delivery-Lösung. Zudem führte man eine Application Firewall ein, um sich zusätzlich vor Angriffen zu schützen.

  • Der Foto- und Online-Druckservice Cewe

    Um sich auf die Weihnachtssaison vorzubereiten, nutzt der Foto- und Online-Druckservice Cewe eine leistungsfähige Application-Delivery-Lösung.

  • Cewe-Firmensitz in Oldenburg

    Firmensitz von Cewe in Oldenburg

Bei Cewe treten in der Weihnachtssaison extrem hohe Lastspitzen auf, die um ein Vielfaches höher sind als im restlichen Jahr. Ende 2015 konnte die bereits seit Jahren eingesetzte Lösung die Last noch bewältigen. Doch für die Weihnachtssaison 2016/17 wollte das Unternehmen auf eine weitere Steigerung der Nutzungszahlen vorbereitet sein. Zudem erhöht sich die Arbeitslast auf den Servern durch immer stärkere Verschlüsselungstechnologien.

„Entsprechend benötigten wir eine leistungsfähigere Lösung zur Verteilung der Last unserer Anwendungsserver, um die weiter wachsenden Datenmengen in den kommenden Jahren ohne Performance-Probleme oder gar Ausfälle bewältigen zu können“, berichtet Udo Janßen, Leiter Online-Betrieb der Cewe Stiftung & Co. KGaA. „Schließlich wollen wir unseren Kunden einen zuverlässigen und jederzeit verfügbaren Service bieten. Denn im Internet-Zeitalter brechen Kunden oft schon nach wenigen Sekunden einen Vorgang ab, wenn dieser nicht zu ihrer Zufriedenheit funktioniert.“

Eine weitere Herausforderung stellen die ständig wachsenden Sicherheitsgefahren dar. Zahlreiche Foto-Services des Anbieters basieren auf Eigenentwicklungen und werden meist wöchentlich aktualisiert. Daher weisen sie ein recht hohes Sicherheitsniveau auf, das jedoch aufgrund aktueller Bedrohungsszenarien wie unbekannter Ransomware, DDoS-Attacken oder Schadprogrammen zum Ausspionieren von Kundendaten weiter verbessert werden sollte. Auch die eingesetzten Open-Source-Anwendungen auf Basis von Apache Tomcat, Java oder PHP sollten durch eine Web Application Firewall besser abgesichert werden, um Sicherheitsvorfälle und die damit verbundene Rufschädigung sowie Kosten und Aufwand für deren Behebung zu vermeiden.

Höhere Bandbreiten für Lastspitzen

„Wir waren mit den bislang eingesetzten Application-Delivery-Lösungen von F5 zufrieden, sie liefen zuverlässig und ohne größere Probleme“, beschreibt Udo Janßen seine Erfahrungen. „Trotzdem wollten wir mit einer Ausschreibung die aktuellen Angebote der verschiedenen Hersteller analysieren und mit unseren Bedürfnissen abgleichen. Dabei stellte sich heraus, dass die neue Lösungsgeneration von F5 das beste Gesamtpaket aus Application Delivery und Web Application Firewall bietet.“

Während die Lastverteilung in einem Schritt migriert wurde, findet die Installation der Firewall schrittweise für die vielfältigen Anwendungen statt. Hier stehen zuerst die Open-Source-Lösungen im Vordergrund, anschließend wird die Firewall auf die Eigenentwicklungen erweitert. Aufgrund der integrierten Module lassen sich diese Funktionen einfach ergänzen und zentral über die Managementkonsole verwalten.

„Nun können wir unseren Kunden in den kommenden Jahren weiterhin einen zuverlässigen Foto- und Online-Druckservice bieten – auch zur Weihnachtssaison“, erklärt Udo Janßen. „Wir haben mit der neuen Lösungsgeneration eine deutliche Steigerung unserer Leistungsfähigkeit im Datenbereich erzielt. So werden wir das reine Datenwachstum von jährlich 15 bis 20 Prozent für die kommenden Jahre ohne weitere Investitionen bewältigen.“

Dies umfasst auch die mögliche Erweiterung der Server-Kapazität durch zusätzliche Standorte. Derzeit befinden sich zwei redundante, gespiegelte Rechenzentren am Unternehmenssitz in Oldenburg. Um eine noch höhere Ausfallsicherheit zu erreichen und in neue Märkte zu expandieren, sind weitere Standorte in Planung. Diese erfordern ein globales Traffic Management, das durch eine Erweiterung der aktuellen Lösung durchführbar wäre.

Mehr Sicherheit, einfaches IT-Management

„Mit Hilfe der Firewall sichern wir jetzt unsere Applikationen vor neuartigen Attacken, dabei bietet sie auch eine Art erste Hilfe bei Schwachstellen“, erläutert Udo Janßen. „In Zukunft werden wir dabei das Sicherheitsniveau durch das Bewerten von IP-Adressen über IP Reputation Management weiter steigern.“

Durch die neue Lösung setzt der Spezialist für Foto- und Online-Druckservices im Prinzip auf die gleiche Hardware-Basis, die jedoch deutlich leistungsfähiger und mit der Firewall sicherer ist. Dabei wurde die Software zwar auf eine neue Version migriert. Weil aber die Oberfläche sowie die meisten Funktionen gleich geblieben sind, konnte sich die IT-Abteilung schnell einarbeiten und die neue Lösung ohne Schulung nutzen.

„Da die Bedienung für uns nicht neu ist, profitieren wir von einer hohen Kontinuität im IT-Management“, resümiert Udo Janßen. „In der neuen Version kamen interessante Funktionen hinzu, die sich intuitiv nutzen lassen und uns einen deutlichen Nutzen bringen. So haben wir nun eine wesentlich bessere Übersicht über die aktuellen Vorgänge auf Basis von IP-Adressen. Einen weiteren Vorteil bietet die zentrale Managementkonsole, mit der wir aus einer Hand Lastverteilung und Firewall verwalten können. Dies vermeidet doppelte Arbeit und reduziert den Managementaufwand. In Zukunft könnten wir damit auch Cloud-Services mitverwalten, sodass wir auch für kommende Anforderungen gerüstet sind.“

Bildquelle: Cewe

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