Oft nicht ohne Schwierigkeiten

Cloud-Migration: So wird aus Erwartung Realität

Digitale Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen bedingen heute nachhaltiges Wachstum. Der Einstieg in die Cloud schafft die Voraussetzungen dafür, flexibel zu reagieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und stellen auf Cloud-Infrastrukturen um. Diese Umstellung verläuft jedoch häufig nicht ohne Schwierigkeiten.

Die Migration in die Cloud ist kein abgeschlossenes Projekt.

Zu viele Unternehmen stellen erst während und nach einer Cloud-Migration fest, dass ihre Mitarbeiter unzureichend geschult waren.

Diese Schwierigkeiten lassen sich darauf zurückführen, dass ein großer Teil der Unternehmen unterschätzt, mit welchem Aufwand die Migration verbunden ist, und das in der Projektstrategie nicht berücksichtigt. Zu diesem Schluss gelangt die von Rackspace beauftragte und von Forrester Consulting durchgeführte Studie „Maintaining Momentum: Cloud Migration Learnings“.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Anspruch und Wirklichkeit bei der Migration von Cloud-Infrastrukturen zum Teil weit auseinanderklaffen. So hatten 40 Prozent aller Befragten mit geringeren Kosten für die Migration gerechnet, als letztlich entstanden. Bei 37 Prozent fiel der Zeitrahmen länger aus, als erwartet, und für 27 Prozent erwiesen sich Integration, Wartung und Management der Cloud-Systeme komplexer als gedacht.

Das zeigt: Planung, Verwaltung und Umsetzung von Cloud-Anwendungen sind ein komplexes Unterfangen, das entsprechendes Know-how erfordert. Am Anfang des Projektes sollte deshalb eine klare und zielgerichtete Strategie stehen. Genau daran mangelt es oft. So bezeichnen 58 Prozent der Befragten das Fehlen einer zielgerichteten Strategie als ein Problem vor und während der Migration in die Cloud. Den Weg in die Cloud wollen die Unternehmen dennoch weiterverfolgen und in die Cloud investieren – die Erfolge sind überzeugend und die Vorteile von entsprechenden Anwendungen liegen auf der Hand: Sie sind skalierbar, hochleistungsfähig und ausfallsicher. Was verbessert werden muss, ist die Planung und Herangehensweise bei Migrationsprojekten.

Drei Tipps für Erfolg in der Cloud


Ebenso wie die Digitalisierung ist die Migration in die Cloud kein abgeschlossenes Projekt. Wenn Organisationen aber folgende Erfolgskriterien für Migrationen berücksichtigen, lassen sich solche Projekte nach reibungsloser gestalten:

1. Die Organisationsstruktur überprüfen:
Sind digitale Strategie und Organisationsstruktur nicht aufeinander abgestimmt, kämpfen Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien. Laufende IT-Management-Aktivitäten, Richtlinien und Standards müssen zusammen mit den gewünschten Migrationsergebnissen betrachtet werden, um Reibungsverluste zu identifizieren. Wenn die verschiedenen Entscheidungsträger ihre Cloud-Projekte im Alleingang umsetzen, geraten sie ins Stocken. Zudem zeigt die Erfahrung, dass starre Unternehmenskulturen und schlechtes Change-Management die Entwicklung zusätzlich hemmen. Etablieren Organisationen jedoch konsistente und nachvollziehbare Rahmenstrukturen für die Entscheidungen, tritt anstelle emotionaler die ergebnisorientierte Entscheidung. Dies hilft, schneller zu handeln und die Kultur und das Vertrauen zwischen den Teams zu verbessern.

2. In Know-how investieren:
Zu viele Unternehmen stellen erst während und nach einer Migration fest, dass ihre Mitarbeiter unzureichend geschult waren. Cloud-Infrastrukturen zu managen, bedarf Spezialwissens, das viele Unternehmen nicht von vornherein mitbringen. Mit dem Wechsel in die Wolke wandelt sich die IT-Abteilung vom Geschäftsunterstützer zur elementaren Triebfeder zukünftiger Geschäftsmodelle. Die Qualifikation der Teams ist folglich ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Migration. So sollten Schulungsprogramme für die Anwender Teil der zentralen Migrationsstrategie sein. Zusätzlich sollten Unternehmen das Fachwissen sowie die modernen Tools und Methoden Externer nutzen, um in der Lage zu sein, die neuen Anwendungslandschaften einzusetzen und sich daraus einen Vorteil zu verschaffen. Denn wer den Weg in die Cloud ohne externe Partner antritt, wird sich noch größeren Hindernissen gegenübersehen. Das zeigen auch die Erfahrungen der Studienteilnehmer: Demnach schätzen schon 77 Prozent Service-Partner als Unterstützung, wenn es darum geht, Arbeitsabläufe aufzusetzen, die ihnen helfen, ihre Cloud-Strategie zu implementieren.

3. Die Migrationsdynamik aufrechterhalten:
Letztendlich werden Unternehmen flexibler und können die Erwartungen ihrer Kunden besser erfüllen, wenn sie die Migrationsdynamik aufrechterhalten. Sich an stetigen Wandel zu gewöhnen, kann für einige Unternehmen ein harter Weg sein. Am besten gehen sie kleinere Schritte, aber diese kontinuierlich, als auf eine Reihe einzelner Großprojekte zu setzen.

Bildquelle: Rackspace

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