06.02.2018 Anpassung der Überwachungs- und Verwaltungs-Tools

Cloud-Monitoring: Alle Geschäftsprozesse im Blick

Von: Alex Rosemblat

Mittlerweile gehören Cloud-Lösungen für die meisten Unternehmen zum Alltag. Sogar Branchen, die eigentlich als risikoscheu gelten, sind inzwischen auf die Cloud umgestiegen. Denn die Investition in neue innovative Lösungen zahlt sich hier aus, nicht zuletzt durch die Flexibilität, zusätzliche Dienste oder Kapazitäten hinzuzuschalten. Die Kernversprechen der Cloud, vor allem mehr Agilität und Flexibilität, bedeuten jedoch nicht selten auch eines: mehr Unübersichtlichkeit.

Damit Unternehmen die Vorteile der neuen Cloud-Infrastrukturen voll ausnutzen können, ist eine Anpassung der Überwachungs- und Verwaltungs-Tools nötig.

Damit Unternehmen die Vorteile der neuen Cloud-Infrastrukturen voll ausnutzen können, ist eine Anpassung der Überwachungs- und Verwaltungs-Tools nötig.

Daher sollte jedes Unternehmen mit Cloud-Ambitionen von vornherein einplanen, wie sie den Gesamtblick behalten können. Denn nicht immer können bereits vorhandenen Anwendungen – ob nun lokal gehostet oder aus der Cloud – auch ohne weiteres in ein cloud-fähiges Monitoring eingebunden werden. Nicht selten steht die IT-Abteilung vor der Aufgabe, zunächst alle Applikationen in eine einheitliche Architektur bringen zu müssen, um einen zentralen Überblick überhaupt zu ermöglichen. Klar: Erst die Einheitlichkeit sorgt dafür, dass die Verwaltung von Ressourcen, Prozessen und Regeln innerhalb der heterogenen Cloud-Umgebung stattfinden kann. Die Einheitlichkeit kann jedoch auch anders erreicht werden, weswegen es beim Wechsel von großen, lokal-hostenden Service-Dienstleistern zu Open-Source-Software die Beachtung einiger, wesentlicher Punkte entscheidend ist.

Übersichtlichkeit ist fundamental


Damit Unternehmen alle Geschäftsprozesse im Blick behalten können, ist es unerlässlich, dass alle Cloud-Daten in ein zentrales Monitoring integriert werden. Allerdings sind die Anwendungen, Datensätze und Skripte meistens über mehrere Clouds, Internet-of-Things-Umgebungen (IoT), Endgeräte und Container verteilt. Die Zusammenführung dieser Fragmente zu einem stimmigen Gesamtbild gleicht auf den ersten Blick einer Sisyphusarbeit. Nicht selten hat dies zur Folge, das Performance-Probleme wie etwa Lastspitzen, Ausfallrisiken oder die Implementierung falscher Komponenten zeitverzögert erkannt werden – nämlich dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Die Probleme erst im Moment des Auftretens anzupacken, frisst Ressourcen und bei unternehmenskritischen Anwendungen nicht selten auch bares Geld und Reputation beim Kunden.

Jedoch bieten moderne Cloud-Monitoring-Umgebungen inzwischen den nötigen Überblick, um mögliche Performance-Probleme oder Downtime-Risiken mit den sogenannten Predictive-Analysen bereits Tage, Wochen oder sogar Monate voraussagen zu können. Die Algorithmen der Analyse machen dabei Gebrauch von Machine Learning, um die Entwicklung einer Metrik permanent bewerten zu können. Dabei gilt: Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto genauer wird auch die Einschätzung für zukünftige Performance-Probleme. Positiv für Unternehmen, da die datenbasierten Prognosen es möglich machen, ganz konkret Zeiträume zu erfassen, wie beispielsweise die Tage an denen die Kundenzugriffe auf der Website voraussichtlich ganz besonders hoch sein werden oder wann eine kritische User-Menge auf einer Plattform erreicht ist. Entsprechend der Voraussage können dann rechtzeitig mehr Serverkapazitäten bereitgestellt oder sogar das Personal im Kundenservice aufgestockt werden, um den vermehrten Kundenanfragen gerecht zu werden.

Zudem sollten sich Unternehmen, die hauseigenen Überwachungs-Tools der großen Cloud-Anbieter nutzen, bewusstmachen, dass eine problemlose Einbindung anderer Cloud-Anbieter bzw. Infrastrukturen teilweise nicht ohne weiteres möglich ist. Denn diese versuchen meist ihre Nutzer an ihre Infrastruktur zu binden. So funktioniert beispielsweise die Software, die für die DynamoDB-Datenbank von Amazon programmiert wurde wesentlich besser, wenn AWS als Cloud-Anbieter genutzt wird, als bei anderen Anbieter.

Mehr Beweglichkeit mit modernen Cloud-Lösungen


Der Umstieg in die Cloud hat jede Menge neue technologische und prozessuale Veränderungen mit sich gebracht, wodurch die alten Methoden, die zuvor zur Verwaltung und Überwachung dienten, überholt sind und somit auch nicht mehr dem Standard entsprechen. Damit Unternehmen die Vorteile der neuen Cloud-Infrastrukturen voll ausnutzen können, ist eine Anpassung der Überwachungs- und Verwaltungs-Tools nötig. Durch den Rückgriff auf moderne, anbieteragnostische Monitoring-Plattform-Anbieter wie Datadog ist dies mittlerweile möglich. So können Nutzer ortsunabhängig und zu jederzeit einzelne Komponenten genauso überwachen wie das Gesamtbild – ganz gleich, aus wie vielen Applikationen, Containern, Clouds oder IoT-Umgebungen sich dieses zusammensetzt.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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