Frühjahrskonferenz des IBM-Anwendervereins

Collaboration-Trends und neue DNUG-Ziele

Neben aktuellen Informationen und Trends rund um die Collaboration-Lösungen von IBM ging es im Rahmen der alljährlichen Frühjahrskonferenz der Anwenderorganisation DNUG – The Enterprise Collaboration Professionals e.V. diesmal auch um die künftige Ausrichtung des Vereins.

DNUG-Vorstand

Der im Juni 2015 neu gewählte DNUG-Vorstand (v.l.n.r.): Daniel Reichelt (Syncotec), Jörg Rafflenbeul (Heitkamp & Thumann Group), Birgit Krüger (Bausparkasse Schwäbisch Hall AG), Stefan Gebhardt (FSS IT Solutions GMBH) und Dr. Erik Wüstner (Robert Bosch GmbH)

Am Vorabend der diesjährigen DNUG-Konferenz am 10. und 11. Juni 2015 wählten die Mitglieder ein neues Vorstandsgremium. Während des Kongresses in Dortmund stand uns die neu gewählte Führungsriege Rede und Antwort und gab Einblicke in ihre Pläne für die zukünftige Ausrichtung des IBM-Anwendervereins. Zu dem nunmehr fünfköpfigen Vorstandsteam zählen Birgit Krüger (Bausparkasse Schwäbisch Hall AG), Stefan Gebhardt (FSS IT Solutions GMBH), Jörg Rafflenbeul (Heitkamp & Thumann Group), Daniel Reichelt (Syncotec) sowie Dr. Erik Wüstner (Robert Bosch GmbH).

IT-DIRECTOR: Herr Reichelt, welche wichtigen Punkte standen auf der Tagesordnung der diesjährigen DNUG-Mitgliederversammlung?
D. Reichelt:
Neben der Wahl des Vorstands stellten wir ein neu erarbeitetes Vereinskonzept vor, welches im Rahmen der Versammlung von den Anwesenden auch direkt angenommen wurde. Zur Erstellung des Konzepts hatten sich zuvor 16 Mitglieder von Dezember 2014 bis März 2015 regelmäßig in vier Arbeitsgruppen getroffen.

IT-DIRECTOR: Was zeichnet das verabschiedete Konzept aus?
D. Reichelt:
Prinzipiell wollen wir uns damit auf unsere Wurzeln besinnen. Wir fokussieren uns auf die wichtigsten Aufgaben von Anwendervereinen, darunter etwa, den Mitgliedern Hilfestellungen für ihr tägliches IT-Geschäft zu geben.

S. Gebhardt: Im nächsten Schritt wollen wir damit beweisen, dass DNUG weit mehr ist als ein reiner Konferenzanbieter. Es geht uns vielmehr darum, dass die Anwender untereinander effektiv zusammenarbeiten und einen verstärkten Austausch gemeinsam vorantreiben.

B. Krüger: Mit unserem Konzept positionieren wir uns zudem als User Group, in deren Rahmen ganz klar sämtliche IBM-Collaboration-Produkte im Vordergrund stehen. Anders als in den letzten Jahren wollen wir allgemein gehaltene IT-Themen eher nachrangig behandeln.

IT-DIRECTOR: Wie sehen Ihre ersten konkreten Maßnahmen aus?
E. Wüstner:
Im Rahmen der aktuellen Veranstaltung haben wir bewusst den Kontakt zu den Teilnehmern gesucht und sie nach ihren konkreten Wünschen befragt. Darüber hinaus gab es eine Zusammenkunft mit den IBM-Business-Partnern vor Ort, die mit ihrer Fachausstellung das Konferenzprogramm sinnvoll ergänzen.

J. Rafflenbeul: Da wir keine ganz junge Organisation mehr sind – der Verein existiert schließlich seit über 21 Jahren –, gibt es nach wie vor traditionelle Themen, die wir auch in Zukunft weiter besetzen wollen. Dem gegenüber entstehen jedoch immer wieder neue IT-Trends, denen wir mit unserer Vereinsarbeit ebenfalls Rechnung tragen wollen. Sowohl thematisch als auch hinsichtlich der Zielgruppe heißt das, dass wir kontinuierlich einen ziemlich großen Spagat meistern müssen.

IT-DIRECTOR: Wer zählt zu Ihrer Zielgruppe?
J. Rafflenbeul:
Zu unseren Mitgliedern gehören Techniker ebenso wie Entscheidungsträger und Abteilungsleiter oder Mitarbeiter, die gerade über die Einführung einer IBM-Lösung für ihr Unternehmen nachdenken. Hinzu kommen zahlreiche IBM-Business-Partner.

IT-DIRECTOR: Wie in anderen Branchen zeichnet sich auch innerhalb der IT ein anstehender Generationswechsel ab, in dessen Verlauf immer mehr „Digital Natives“ in das Arbeitsleben drängen. Welche Rolle spielt dies für Ihre künftige Ausrichtung?
S. Gebhardt:
Es ist eine große Herausforderung, die jüngere Generation sowohl in vorhandene Unternehmensprozesse als auch in unseren Verein einzubinden. Von daher haben wir bereits in der Vergangenheit verschiedene Hochschulwettbewerbe aufgesetzt und die Integration von Hochschulen, z.B. der TU Ilmenau oder der Universität Koblenz, im Rahmen unserer Vereinsarbeit gefördert. Folglich existieren bereits gute Ansätze, die sich in Zukunft jedoch sicherlich noch ausbauen lassen.

J. Rafflenbeul: An dieser Stelle greift überdies unser Konzept „Young DNUG“ zum direkten Austausch mit Studenten und jungen Mitarbeitern sowie der Förderung des Dialogs zwischen Industrie und Wissenschaft.

IT-DIRECTOR: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit IBM?
J. Rafflenbeul:
Wir wollen die Themen, die unseren Mitgliedern unter den Nägeln brennen, direkt an den Hersteller herantragen. In der Vergangenheit hatten wir diesbezüglich vorrangig mit den hiesigen IBM-Kollegen zu tun, wobei es sich in Deutschland überwiegend um eine Marketing- und Vertriebsgesellschaft des Anbieters handelt. Von daher werden wir künftig auch Einfluss auf die Produktentwicklung direkt in den USA nehmen.

E. Wüstner: Hinsichtlich der Produktentwicklung planen wir künftig eine Zehn-Punkte-Liste, auf der die jeweils wichtigsten Wünsche unserer Mitglieder vermerkt werden. Dabei kann es sowohl um Probleme beim Betrieb bestimmter Release-Stände als auch um gewünschte Features gehen. In diesem Sinne möchten wir für unsere Mitglieder als direktes Sprachrohr zur IBM fungieren.

IT-DIRECTOR: Welche weiteren Veränderungen könnte es geben?
B. Krüger:
Um den Austausch der Mitglieder untereinander voranzutreiben, überdenken wir das bisherige Veranstaltungskonzept. So planen wir eine große Jahreskonferenz und bieten ergänzend dazu mehrere kleinere, themenspezifische Tagesveranstaltungen an. Vor diesem Hintergrund aktivieren wir zudem frühere Arbeitskreise, die wir jetzt „Fachgruppen“ nennen.

IT-DIRECTOR: Welchen Zeitrahmen haben Sie sich für die Umsetzung des neuen Konzepts gegeben?
S. Gebhardt:
Wir sind zwar gerade erst gewählt worden, besitzen allerdings schon eine lange Aufgabenliste, die wir nun Schritt für Schritt abarbeiten wollen. Die einzelnen Schritte wurden noch in keinen festen Zeitplan gegossen; uns ist jedoch durchaus bewusst, dass wir für erste Erfolge nicht viel Zeit haben werden. Denn zum einen wollen wir das mit der Wahl in uns gesetzte Vertrauen der Mitglieder nicht enttäuschen und zum anderen motivieren uns erste Erfolge für die weitere gemeinsame Arbeit.

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