Erhöhte Gefahr für Krankenhäuser

Cyberangriffe auf Gesundheitswesen steigen

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass das Gesundheitswesen im Zuge der Corona-Krise vermehrt in den Fokus von Cyberkriminellen rückt.

Betten auf einem Krankenhausflur

Wie die Auswertung zeigt, ist die Zahl der erfolgreich blockierten Ransomware-Angriffe auf Krankenhäuser deutlich angestiegen.

Inmitten der Covid-19-Pandemie stehen die Gesundheitssysteme weltweit unter Druck – leider auch im Hinblick auf Cybersecurity. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen auf der ganzen Welt wurden von einer Welle von Cyberangriffen und Ransomware-Attacken heimgesucht. Bitdefenders Telemetrie zeigt in den letzten Monaten einen deutlichen Anstieg der Angriffe, die gezielt das Gesundheitswesen ins Visier nehmen.

Wie die Auswertung zeigt, ist die Zahl der erfolgreich blockierten Ransomware-Angriffe auf Krankenhäuser in den Monaten Februar, März und April deutlich angestiegen. Im August 2019 wurde die bis dahin höchste Anzahl solcher Ransomware-Angriffe registriert. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der Meldungen über diese Attacken im März 2020 um fast 73 Prozent. Die Zahl der gesamten Cyberangriffe, die im März 2020 in Krankenhäusern entdeckt wurden, stieg im Vergleich zum Februar um fast 60 Prozent.

Man sieht sehr deutlich, dass Cyberkriminelle die Pandemie dazu genutzt haben, um dedizierte Kampagnen zu starten. Die Angriffe nutzen hierfür oft populäre Medienthemen als Aufhänger und schalten ihre Angriffe mit der Coronawelle gleich. Frühere Telemetriedaten zeigen: Als das Virus Europa in den ersten Märzwochen am härtesten traf, konzentrierten sich die Angreifer bei der Verbreitung von Bedrohungen auf Europa. Nur wenige Wochen später, als sich das SARS-CoV-2-Virus in den Vereinigten Staaten ausbreitete, begann auch dort die Malware-Telemetrie anzusteigen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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