Bunter Mix

Darf’s noch ein bisschen Cloud sein?

Die Mehrheit der Unternehmen setzt in Sachen Cloud-Strategie nicht nur auf ein Pferd, sondern betreibt einen bunten Mix aus Public und Private Clouds. Doch wie sieht das richtige Cloud-Portfolio aus?

Wie sieht das richtige Cloud-Portfolio aus?

Laut Gartner gehören IaaS und PaaS zu den am schnellsten wachsenden Public-Cloud-Diensten.

Die Gründe, sich für eine Multi-Cloud-Strategie zu entscheiden, sind vielfältig, denn jeder Anbieter bietet andere Funktionen an, etwa spezielle Sicherheits- und Compliance-Optionen oder verschiedene Datendienste. Zudem ist der Cloud-Markt heiß umkämpft. Für viele Unternehmen ist es da nur sinnvoll, sich alle Optionen offenzuhalten und eine hybride Strategie mit unterschiedlichen Anbietern zu verfolgen. Nach dem „Right Scale State of the Cloud“-Report 2018 nutzen insgesamt 69 Prozent der befragten Unternehmen hybride Ansätze und führen ihre Workloads sowohl in der Public Cloud (38 Prozent) als auch in der Private Cloud (41 Prozent) durch. Durchschnittlich hat ein Unternehmen damit rund fünf Clouds im Einsatz.

Zur Multi-Cloud gehören auch Cloud-Computing-Services rund um Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS). Im Fall von IaaS bestehen die Computing-Ressourcen in der Regel aus virtualisierter Hardware, die als Managed-Service den Unternehmen zur Verfügung steht, um auf der Infrastruktur ihre eigene „Plattform“ betreiben zu können. PaaS baute lange Zeit auf diesem IaaS-Angebot auf und galt als vordefinierter Top-to-Bottom-Stack für Anwendungen.

Diese klare Unterscheidung gibt es so inzwischen nicht mehr. Vielmehr verschwimmen die Grenzen zwischen IaaS und PaaS. Anbieter stellen Dutzende von individuellen zusätzlichen IaaS-Diensten als Alternative zu „all-in-one“-PaaS-Optionen zur Verfügung. Das sogenannte Infrastructure as a Service Plus (IaaS+) bietet Unternehmen viele Leistungen z.B. wie Datenbankdienste, Content Delivery Networks (CDNs) und Message Queues an. Der Vorteil gegenüber PaaS: IaaS+ sind modular. Nutzer installieren eine anwendungsbezogene Infrastruktur in Form einer Plattform auf einem IaaS Layer. Unternehmen erhalten so wie gewohnt automatisiert die notwendige Infrastruktur, können jedoch im Anschluss Konfigurationen an den Servern und der Software vornehmen und sie so bedarfsgerecht ausrichten. Diese Flexibilität bietet Unternehmen das Beste aus beiden Welten und stellt eine flexible Infrastruktur sicher, um auch Anwendungen zu migrieren, die für eine reine PaaS-Plattform zu komplex sind.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Laut Gartner gehören IaaS und PaaS zu den am schnellsten wachsenden Public-Cloud-Diensten. Einen Entweder-oder-Ansatz wird es hier kaum noch geben. Fast jedes Unternehmen blickt vielmehr auf eine Kombination aus IaaS-, PaaS- und IaaS+-Diensten, die über Applikationsvorlagen orchestriert und gemanagt werden müssen. Das richtige Portfolio für ein Unternehmen zu definieren ist nur der Anfang. Dann gilt es für Unternehmen, unterschiedliche Clouds und Cloud-Computing-Dienste über Cloud-Management-Plattformen, wie sie z. B. Flexera bereitstellt, zu managen und mit den jeweiligen Technologien, Features und Angeboten auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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