IoT, Drohnen, Robotik, KI und Industrie 4.0

Das bringt die Cebit 2017

Vom 20. bis 24. März öffnet die Cebit 2017 in Hannover ihre Tore. Dabei bieten die erwarteten 3.000 Aussteller ein vielfältiges Themenspektrum – angefangen von Drohnen über Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik bis hin zum Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0.

Cebit 2017 in Hannover

Die Cebit 2017 will Themen wie Drohnen, Künstliche Intelligenz (KI) oder Robotik in den Fokus rücken.

Die Cebit 2017 findet in dynamischen Zeiten statt: Digitale Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality oder die Künstliche Intelligenz (KI, Cognitive Computing) stehen in der deutschen Wirtschaft vor dem Durchbruch, so der Bitkom. Die Veranstaltung verspricht unter dem Motto „d!conomy – no limits“ daher grenzenlose neue Möglichkeiten in so unterschiedlichen Bereichen wie Drohnen, Roboter oder autonomen Fahrzeugen. Erwartet werden 3.000 Unternehmen aus 70 Ländern.

Im Januar meldete die MIT Technology Review, dass KI-Software (Künstliche Intelligenz) inzwischen in der Lage ist, neue KI-Software zu entwickeln. Laut den Marktforschern von IDC werden sich 2019 bereits knapp die Hälfte aller Transformationsinitiativen und alle IoT-Projekte der Fähigkeiten aus künstlicher Intelligenz bedienen. Die Analysten von Gartner sprechen von "Intelligence Everywhere".

Nutzung künstlicher Intelligenz

Auf der Cebit präsentiert IBM in Halle 2 mit Watson am Beispiel der Medizin, was heute im Bereich KI und Big Data möglich ist. So ist immer noch eine von fünf ärztlichen Diagnosen falsch oder unvollständig, während das medizinische Wissen sich in immer kürzeren Zeiträumen vervielfacht. Das KI-System Watson kann aus elektronischen Krankenakten, Forschungsergebnissen, Artikeln in medizinischen Fachzeitschriften und den Patientendaten Auswertungen erstellen. Der Anbieter nennt am Beispiel Rhön-Klinikum, wie dank KI aus einer Vielzahl an Untersuchen und Daten innerhalb von Sekunden eine Diagnose möglich ist.

Beim Thema KI-Anwendungen lohnt auch ein Blick auf einige der 400 Start-ups, die in Hannover ausstellen (u.a. in der Sonderschau Scale11, Halle 11). So zeigt beispielsweise Semvox einen KI-basierten Assistenten für Business-Anwendungen.

Auch bei Virtual Reality (VR) für Business-Anwendungen spielt KI eine Rolle. Fraunhofer IGD zeigt in Halle 6, wie geräteunabhängig große Mengen von Daten automatisch und schnell zu visualisieren sind: durch eine beliebige VR-Brille, auf Tablet, Smartphone oder auch auf einem herkömmlichen internetfähigem Konsumerendgerät.

Drohnen im Business-Einsatz

Desweiteren baut die Cebit das Themenfeld rund um Drohnen deutlich aus, zeigt die Überwachung von Industrieanlagen oder Einsätze in Logistik und Transportwesen. Die Drohnen der Globe UAV GmbH (Halle 17) nutzen das schnelle 4G-LTE-Mobile-Internet zur Übertragung von Steuer- und Videodaten in Echtzeit. Fotokite (Halle 6) ist Hightech-Bildfotografie aus der Luft. Der Quadrocopter der ETH Zürich hängt fest an einer Leine und wird bereits von Medienhäusern wie CNN und BBC für kommerzielle Luftaufnahmen eingesetzt. In Halle 16 findet außerdem eine Drohnenflugschau statt.

Elektromobilität und autonomes Fahren

Der Einsatz von autonomen Systemen gilt als Königsdisziplin im Bereich der technologischen Entwicklungen. Große Namen wie VW oder Tesla sind auf der Messe, aber auch Anbieter wie das Postauto Schweiz (Halle 13). Das Postauto ist ein autonomes Smart Shuttle mit 11 Sitzplätzen, das bereits seit sieben Monaten im Praxiseinsatz ist. Das KIT Karlsruhe (Halle 6) betreibt ein Testfeld für autonomes Fahren, wo auch kleine Unternehmen ihre Technik in realen Situationen erproben können.

E.Go Mobile (Halle 5) setzt auf Industrie 4.0 und voll digitalisierte Prozesse und entwickelt auf dem RWTH Aachen Campus ein besonders günstiges Elektrofahrzeug. Das Forschungsprojekt “Winner” der Universität Jena (Halle 6) zeigt, wie eine Kombination aus Lademöglichkeiten, Carsharing-Angeboten sowie Mehrfachnutzungsszenarien der Elektrofahrzeuge durch gewerbliche wie private Nutzer aussehen kann.

Partnerland Japan

Das diesjährige Partnerland Japan wird mit seinen 120 Ausstellern einiges zum Thema KI und IoT beitragen. In Japan gehören humanoide Roboter bereits zum Alltag, etwa bei Unternehmen als freundliche Begrüßung in den Eingangsbereichen oder als Helfer im Haushalt.

Eindrucksvoll wird vermutlich der Auftritt von Prof. Hiroshi Ishiguro von der Universität in Osaka bei den Cebit Global Conferences gemeinsam mit seinem Doppelgänger, einem humanoiden Roboter. Der japanische Wissenschaftler baut Androiden, die dem Menschen verblüffend ähnlich sehen. Als Highlight der CGC wird zudem Ray Kurzweil von Google, einem der international profiliertesten Experten der Zukunft Künstlicher Intelligenz, angekündigt.

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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