Öl der Zukunft

Das Datenmanagement fest im Griff

Das Öl der Zukunft – so werden Daten oft bezeichnet. Ohne sie geht nichts mehr, aber mit ihrem zunehmenden Wachstum steigen die Herausforderungen an die Verwaltung.

Das Datenmanagement fest im Griff haben

Für das Datenmanagement der Zukunft gibt es keine schlüsselfertige Lösung.

Auf der einen Seite explodieren die Datenvolumen, immer mehr Geräte und Anwendungen erzeugen Daten in unterschiedlichen Formaten. Im Zuge der Digitalisierung entstehen Multi-Cloud-Infrastrukturen, in denen Daten rund um die Uhr verfügbar sein müssen, um Geschäftsprozesse zuverlässig zu unterstützen. Auf der anderen Seite sind immer mehr Richtlinien und Auflagen für den Datenschutz zu beachten. Schon heute wissen Firmen oft nicht, welche unterschiedlichen Daten in ihrer Organisation erzeugt werden, wo diese gespeichert sind, wer auf sie zugreift und wie sie geschützt sind. In Zukunft werden die Anforderungen an das Management von Geschäftsdaten noch weiter steigen. Daher müssen Organisationen frühzeitig die Voraussetzungen für ein neues Datenmanagement schaffen.

Beim Datenmanagement geht es auch stets um das Backup, das klassische Verfahren, um den laufenden Betrieb abzusichern: Dabei werden Daten in regelmäßigen Abständen gesichert, um im Notfall wiederhergestellt werden zu können. Dies bindet im Zuge des Datenwachstums immer mehr Ressourcen ohne großen wirtschaftlichen Nutzen. Daher muss das Datenmanagement einem Wandel unterliegen: von manueller Verwaltung zu intelligenter Automatisierung, von reaktiven Absicherungsmechanismen in ein aktives System, das Geschäftsvorteile erzeugt. Ziel sollte es sein, die enormen und permanenten Datenströme in verteilten Multi-Cloud-Umgebungen optimal und sicher zu steuern. Dies wiederum erfordert eine Art Eigenverwaltung: Daten müssen „lernen“, umgehend und richtig auf Ereignisse zu reagieren, die irgendwo in der Dateninfrastruktur eines Unternehmens passieren.

Für das Datenmanagement der Zukunft gibt es keine schlüsselfertige Lösung. Jede Organisation besitzt andere Infrastrukturen und Anforderungen. Ein durchgängiges Datenmanagement in einer Multi-Cloud-Umgebung zu etablieren, ­erfordert beispielsweise einen mehrstufigen Ansatz – und kontinuierliche Weiterentwicklung. Ausgangsbasis sollte eine Integrationsplattform sein, auf der Abläufe, Verfahren, Steuerung und Kontrollen schrittweise zusammengeführt werden. Damit erhalten sich Unternehmen auch die Flexibilität, jederzeit neue Technologien und neue Infrastrukturen einzubinden, um so auf neue Anforderungen reagieren zu können. Zu den wichtigsten Punkten zählen hierbei laut Veeam Software:

– Zuverlässige Datensicherung als Fundament: Ohne Backup geht es auch in Zukunft nicht. Nur wenn alle Daten und Workloads konsequent gesichert werden, können sie bei Ausfällen, Angriffen, Verlust oder Diebstahl schnell wiederhergestellt werden.

– Zusammenführung aller Sicherungsmaßnahmen: Die gesamte Datensicherung in Multi-Cloud-Umgebungen, ob für physische, virtuelle oder cloud-basierte Work­loads, wird konsolidiert. Dann können unterschiedliche Speicherorte zentral verwaltet werden und Anwender erhalten den sofortigen Zugriff auf alle Daten und Anwendungen, egal wo sie sich befinden. Diese zentrale Steuerung beschleunigt die Wiederherstellung und verbessert Analysen. Digitale Dienste können so unterbrechungsfrei bereitgestellt werden.

– Zentrale Planung und Prävention: Gerade in verteilten Multi-Cloud-Umgebungen ist eine zen-trale Steuerung und Kontrolle ­unverzichtbar. So erhalten Unter­nehmen einen ganzheitlichen Überblick über Datennutzung, Abläufe und Leistungsprobleme. Intelligente Funktionen für Monitoring, Ressourcenoptimierung und Kapazitätsplanung eröffnen ein präventives Management, das Betriebsstörungen verhindert. Die manuelle Steuerung kann sukzessive reduziert werden, die bessere Auswertung von Daten unterstützt Planung und Entscheidungs­findung.

– Orchestrierung der Datenströme: Mithilfe von Software können Firmen Daten reibungslos steuern und sie an den jeweils besten Speicherort verschieben. So sorgen sie für Business Continuity, Sicherheit, die Einhaltung von Richtlinien ebenso wie für die optimale Nutzung von Ressourcen. Auf Basis einer regelbasierten Automatisierung können Unternehmen Work­loads bedarfsgerecht verlagern und gleichzeitig Disaster-Recovery-Pläne automatisieren – und sind dann in der Lage, den Schritt von der regelbasierten zur echten Automatisierung zu gehen.

– Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen unterstützen die Automatisierung: Ziel muss es sein, dass Daten sich weitgehend autonom, da automatisiert, verwalten. Sie lernen, Backups von sich selbst zu erstellen und sich automatisch an den Ort zu bewegen, an dem sie für Geschäftsabläufe benötigt werden. Sie erkennen ungewöhnliche Vorgänge, sichern sich dagegen ab und können sich bei Bedarf selbst wiederherstellen. Durch eine Kombination aus Datenanalysen, dem Erkennen von Verhaltensmustern, KI und maschinellem Lernen sind Unternehmen in der Lage, ihr Daten­manage­ment in hohem Maße zu automatisieren.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

– Automatisierung hebt Datenschätze: Bei dem rasanten Datenwachstum stößt die traditionelle, regelbasierte Datenverwaltung ­bereits heute an ihre Grenzen.
Die Zukunft gehört einem er­eignis­gesteuerten Ansatz, in dem Daten lernen, sich selbst zu steuern und abzusichern, um jederzeit wichtige Erkenntnisse über Geschäftsverlauf und -betrieb zu ­liefern.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2018Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok