Windows as a Service

Das sind die Vorteile regelmäßiger Updates

Mit Windows as a Service (WaaS) lassen sich moderne Arbeitsplätze, neudeutsch Modern Workplace, auf dem neusten Stand halten, denn automatische, kontinuierliche Updates schließen kritische Sicherheitslücken und liefern regelmäßig nützliche Funktionen.

  • Frau im Zug arbeitet am Laptop

    Mit Software as a Service lässt sich die Sicherheit, Mobilität und Verwaltbarkeit sämtlicher Endgeräte von Unternehmen realisieren.

  • Mann mit Laptop auf einer Baustelle

    Modern Workplaces ermöglichen den ortsunabhängigen Zugriff auf nützliche Produktivitäts-Tools.

Im Zuge der digitalen Transformation hat sich die Rolle der IT-Abteilung verändert: Eine fundierte IT-Expertise wird in durchweg allen Abteilungen von Unternehmen notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Das stärkt die Rolle von IT-Verantwortlichen in Unternehmen. Gleichzeitig hat die IT in deutschen Firmen jedoch immer noch mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. So stehen Firmen zunehmend im Fokus von Cyberkriminellen: Laut Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) sind knapp 70 Prozent der deutschen Unternehmen 2017 Opfer von Cyberattacken geworden.

Gleichzeitig warten laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young immer noch zu viele deutsche Unternehmen ab und zögern notwendige Investitionen in digitale Lösungen hinaus. Eine bedenkliche Entwicklung, zumal sich digitale Arbeitsplätze, welche sämtliche Anforderungen an Sicherheit und Produktivität erfüllen können, einfach etablieren lassen. Um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Firmen eine ganzheitliche Strategie verfolgen und digitale Lösungen integrieren, die jederzeit auf dem neuesten Stand sind.

Stetige Updates als Basis des Modern Workplace

In der Microsoft-Welt gibt es für Unternehmen seit der Einführung von Windows 10 eine neue Methode zum Aufsetzen, Bereitstellen und Warten des Betriebssystems. Dabei handelt es sich um Windows as a Service (WaaS). Mit den gestiegenen Anforderungen im Zuge der digitalen Transformation in Bezug auf Sicherheit, Mobilität und Verwaltbarkeit von Firmenrechnern rückt dieses Servicekonzept aktuell in den Fokus von IT-Verantwortlichen.

Für IT-Mitarbeiter bedeutet dies: Vor der Nutzung von Windows as a Service stellten Updates auf ein neues Betriebssystem ein groß angelegtes Projekt dar, das viel zeitlichen Vorlauf und personelle Ressourcen in Anspruch genommen hat. In der Regel wurden alle drei bis fünf Jahre umfassende neue Windows-Versionen veröffentlicht. Dieser traditionelle Bereitstellungszeitplan bedeutete einen großen Planungsaufwand für die IT, einen hohen Schulungsaufwand für Benutzer und führte zu langen Wartezeiten ohne neue Funktionen – ein Szenario, das im schnelllebigen IT-Umfeld von heute nicht mehr funktioniert.

Im Zuge von Windows as a Service ändert sich dieses Vorgehen: Windows-10-PCs erhalten zweimal pro Jahr Updates mit neuen Funktionen für das Betriebssystem, während Qualitäts-Updates mindestens einmal im Monat Verbesserungen für Sicherheit und Zuverlässigkeit liefern. Damit soll aus einem starren und langfristigen Wartungsprojekt ein flexibler Update-Prozess werden, welcher Abläufe automatisiert, die IT entlastet und bei der Entwicklung der Plattform besser integriert, sowie die Mitarbeiter selbst agiler macht und damit alle Voraussetzungen für den modernen Arbeitsplatz schafft.

Ein Plan für die Bereitstellung von Updates

Damit Modern Workplaces mit Windows as a Service gestaltet werden, braucht die Firmen-IT eine zielgerichtete Bereitstellungsstrategie für Updates. Dieser beginnt mit der Einführung eines einfachen und wiederholbaren Prozesses zum Testen sowie Ausliefern von Funktions-Updates. Diesen reproduzierbaren Ablauf sollten Firmen gezielt planen.

So sollte die Firmen-IT anfangs Testgeräte konfigurieren, um Funktions-Updates in einem stabilen Umfeld über das Windows-Insider-Programm zu testen, bevor diese ausgerollt werden. Kritische Geräte müssen identifiziert werden, die über Windows 10 Enterprise LTSB Funktions-Updates bis zu zehn Jahre lang aussetzen können. Als nächstes sollte die IT sich für ein Tool zur Verwaltung von Windows-Updates entscheiden: Hierfür gibt es beispielsweise die Windows Server Update Services (WSUS), den System Center Configuration Manager oder alternativ Windows Update for Business. Der flächendeckende Rollout eines Updates sollte erst erfolgen, nachdem die wichtigsten firmenkritischen Anwendungen und Geräte auf ihre Kompatibilität mit dem neuen Windows-10-Funktionsupdate überprüft wurden.

Über sogenannte Bereitstellungsringe können IT-Mitarbeiter gezielt Gruppen von spezifischen Geräten festlegen, um Updates in Phasen auszuliefern. Das Konzept der bei der Verwendung von Bereitstellungsringen sollte dabei stets dasselbe sein: Über eine schrittweise Einführung von Updates in einzelnen Abteilungen kann die IT das Risiko von Problemen durch die Einführung von neuen Funktions-Updates minimieren.

Windows as a Service kann Unternehmen in punkto Sicherheit und Aktualität die Grundlage für den modernen Arbeitsplatz bieten. Integriert in ein ganzheitliches IT-Konzept, das neben dem Betriebssystem auch Produktivitäts-Tools sowie intelligente Sicherheits- und Analysefunktionen umfasst, entsteht ein „Modern Desktop“. Zeitgemäße Ansätze wie Microsoft 365 Enterprise ermöglichen der Firmen-IT hierbei eine einheitliche Lösung für die Arbeitsplätze: Dazu zählen ein verbesserter Zugang zu Informationen, Tools für eine verbesserte Zusammenarbeit in Teams, Angebote für die sichere Verwaltung von mobilen Geräten – und nicht zuletzt höchste Sicherheit durch stetige Updates sowie intelligente Tools. Ganz nach dem Baukastenprinzip erhalten Unternehmen Office 365, Windows 10 und Enterprise Mobility + Security aus einer Hand. Mit der Lösung stellen sich Betriebe ihren modernen Arbeitsplatz individuell zusammen und wappnen sich damit für die Anforderungen einer vernetzten Welt.

Unternehmen wie die Linde AG haben die Vorteile von Modern Workplaces bereits erkannt. Die in München ansässige Firma ist mit mehr als 60.000 Mitarbeitern in 100 Ländern das größte Gas- und Engineering-Unternehmen der Welt und setzt auf Microsoft 365 Enterprise, um die digitale Transformation des Unternehmens weltweit voran zu treiben. Dank Microsoft 365 profitieren die Mitarbeiter von nahtlos eingebundenen Tools für Kollaboration und Kommunikation und greifen sicher von jedem Firmengerät aus auf ihre Daten zu.

* Der Autor Jens Kottsieper ist Technical Solution Professional (TSP) Windows Client und Modern Desktop bei Microsoft Deutschland.

Bildquelle: Microsoft

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