Datenintegration mit Orchestration as a Service

Datenmanager für die Cloud

Datenmanager für die Cloud: Beim Verlag Dierichs erfolgt die Datenintegration aus verschiedenen Cloud-Computing-Systemen mithilfe einer T-Systems-Lösung auf Basis einer Informatica-Software für Orchestration as a Service.

Orchestration as a Service: Datenmanager für die Cloud

Mit Orchestration as a Service haben IT-Verantwortliche Daten aus unterschiedlichsten Quelle – z.B. aus verschiedenen Cloud-Lösungen – im Griff.

Seit Jahren ist die Rede vom großen Zeitungssterben. Wie es anders geht, zeigt der Verlag Dierichs, der seit 1945 die Hessisch-Nassauische Zeitung (HNA) herausgibt. Sein Schlüssel zum Erfolg: innovative, passgenaue und multimediale Angebote, die komplementär zur Zeitung angeboten werden. Entwickelt werden diese auf dem genauen Wissen über die Wünsche der Anzeigenkunden und der Leser. Das kann aber nur gelingen, wenn die wichtigen Informationen und Daten zusammengeführt werden und am richtigen Ort zur Verfügung stehen.

1945 als Zeitungsverlag gestartet, betreibt der Verlag heute eine Vielzahl von Angeboten rund um die HNA: Es gibt einen eigenen Internet-Radiosender, ein Youtube-Angebot mit vielen Millionen Abrufen und aktuelle News-Updates mit Messenger-Diensten wie Whatsapp und Line. Die neuen Kanäle sind eine große Chance. Damit die Strategie finanziell aufgeht, braucht der Verlag aber auch künftig Anzeigenkunden und Abonnenten. Was gelesen oder gesehen wird, was gut ankommt und was nicht, das beobachtet und analysiert man genau auf der Grundlage von Daten und Informationen. Diese Daten müssen nicht nur sinnvoll zusammengeführt und ausgewertet werden, sondern auch zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen, z.B. mobil für den Außendienst. Und vor allem sicher und gut geschützt sein. Um mit den digitalen Entwicklungen Schritt zu halten, setzt der Verlag auf Big Data, Datenorchestrierung as a Service sowie eine Cloud-Lösung, die in Deutschland gehostet wird.

Intelligenz aus Big Data

Die Vorteile sieht man bereits heute, wenn die Außendienstler bei Anzeigenkunden sind. Denn alle Daten aus dem Anzeigen- und Abogeschäft werden mithilfe von spezifischen Cloud-Lösungen zusammengeführt und sind für Medienberater sowie Anzeigenaußen- und -innendienst gleichermaßen verfügbar. Das gesammelte Wissen bietet eine gute Möglichkeit, um besser auf Kundenbedürfnisse einzugehen und schafft Synergien: So haben Außendienstler bei Besuchen von Geschäftsanzeigenkunden alle Kundendaten und bisher geschalteten Anzeigenmotive vor Ort zur Hand und können sie im Gespräch verkaufsunterstützend einsetzten. Der Anzeigeninnendienst hat den Vorteil, dass das Wissen der Außendienstler beispielsweise „Wann sind die besten Besuchszeiten? Was sind die Hobbys der Anzeigenkunden? Über welche Aufmerksamkeit zum Geburtstag würde er sich freuen?“ direkt für ihn verfügbar gemacht wird, sodass auch er von diesen Informationen profitieren kann. Die umfassende Datenzusammenführung schafft aber nicht nur Synergieeffekte zwischen Mitarbeitern im Anzeigengeschäft: Durch die gesammelten Informationen von Interessen, können passgenaue Angebote an Leser gemacht werden.

Neben der Intelligenz aus den Big Data hat die neue Struktur auch pragmatische Vorteile: Denn Datensätze können von Mitarbeitern direkt mit Tablets und Smartphones von unterwegs aus gepflegt und erweitert werden. Die Änderungen liegen dann unmittelbar in allen relevanten Systemen vor.

Umsetzten ließ sich diese umfassende Datenzusammenführung aus verschiedenen Systemen durch die DOaaS-Lösung (Data Orchestration as a Service) von Informatica und T-Systems. Eine vor Ort korrigierte Telefonnummer kann beispielsweise direkt ins Verlagsnetzwerk einfließen und aktualisiert sich automatisch bei allen anderen Mitarbeitern. DOaaS fungiert dann gewissermaßen als Datendirigent, der geänderte Informationen vor Ort oder neue Daten von einem System ins nächste sendet. Die Lösung führt dabei als zentrale Schnittstelle alle anderen Server-Daten oder Cloud-Speicher zusammen und verknüpft verschiedene Systeme miteinander. So betreibt Salesforce eine eigene Cloud für ihre Kunden, die aber wiederum nicht mit dem SAP-System verbunden ist oder dem CRM des Verlages. Hier organisiert DOaaS die ständige Synchronisation aller Daten und zwar so, wie es gewünscht wird. Dieses Datenmanagement stellt in der Praxis ohne Lösungen wie DOaaS üblicherweise eine erhebliche Fehlerquelle dar und ist extrem zeitaufwendig.

„Der Verlag Dierichs nutzt aktuell einen Mix aus verschiedenen Cloud-Lösungen – ob on premise, Private oder Public Cloud. Diese ‚Multi-Cloud-Welt’ ergibt jedoch nur Sinn, wenn sich die Lösungen miteinander kombinieren lassen”, erläuterte Frank Strecker, verantwortlich für das Cloud-Geschäft und das Partnermanagement bei T-Systems. „Über die Telekom-Informatica-Cloud können unterschiedliche Systeme nach unseren Vorgaben miteinander kommunizieren“, verdeutlicht Reinald Grebe, Prokurist und technischer Leiter im Verlag Dierichs. „Das kann eine Einbahnstraße sein, eine Hin- und Rückschnittstelle und dann sind verschiedene Synchronisierungs-Rhythmen möglich, wie einmal am Tag oder in Echtzeit. Diese Vielfältigkeit ist der Vorteil, den wir in DOaaS sehen.“

Datenschutz wird hochgehalten

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Daten im SAP MAM (Media Advertising Management System) nicht von jedem Mitarbeiter verändert werden können. Hier speist die SAP zwar die Salesforce-Accounts mit Anzeigen-und Kundendaten, Änderungen in die andere Richtung sollen aber zunächst eine Clearingstelle im Verlauf durchlaufen. Dies garantiert, dass nicht verfälschte Daten von beispielsweise Unbefugten, mit ins System aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu aktualisieren sich alle anderen Systeme automatisch. Die DOaaS-Lösung wird in einem von T-Systems‘ sicheren Rechenzentren in Deutschland betrieben, und zwar gemäß den strengen Datenschutzregularien in Deutschland.

Die Informatica-T-Systems-Cloud verbindet die eigenen Systeme mit externen, wie der Salesforce-Cloud, dabei behält der Verlag die volle Kontrolle über seine Daten. Sämtliche Informationen und Termine sowie die Korrespondenz von Lesern und Anzeigenkunden sind zentral abrufbar und können ins Marketing einfließen. Dadurch sieht sich der Verlag selbst im Cloud-Zeitalter angekommen und plant künftig weitere Services über die Cloud laufen zu lassen. Die Resonanz aus dem Verlag ist durchweg positiv“, resümiert Grebe. „Wir können schneller potenzielle neue Abonnenten ausmachen oder nachhaken, kurz bevor Probeabos auslaufen, aber auch Anzeigenkunden darlegen, dass wir Leser haben, die für dessen Produkte affin sind.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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