4.000 Arbeitsplätze betroffen

DB Schenker modernisiert IT mit Microsoft 365

Als globaler Logistiker ist DB Schenker im Zuge der digitalen Transformation auf eine sichere und flexible IT-Infrastruktur angewiesen. Hierfür setzt man künftig auf Cloud-Technologien und modernisiert seine Arbeitsplätze über die Einführung von Microsoft 365.

Zwei DB-Schenker-Mitarbeiter vor einem LKW

Rund 4.000 IT-Arbeitsplätze stattete DB Schenker mit einer neuen Produktivitätssuite aus.

Über die Lösung „Microsoft 365 Enterprise“ will DB-Schenker künftig sein IT-Konzept vereinheitlichen, die IT-Sicherheit stärken und die Zusammenarbeit fördern. Nach einem Pilotprojekt sieht der Logistikdienstleister erste Vorteile für die IT in Bezug auf Sicherheit, Agilität, Usability, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz. Dabei eröffnen moderne Tools den Mitarbeitern neue Möglichkeiten für die Teamarbeit und produktive Arbeitsweisen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit 72.000 Mitarbeitern an rund 2.000 Standorten in über 140 Ländern transportiert der globale Logistikdienstleister Waren über Land, Luft sowie Wasser für 700.000 Kunden weltweit. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung registrierte das Unternehmen dabei frühzeitig einen schnell wachsenden Bedarf an digitalen Lösungen, um auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Hierfür startete der Logistiker mit der Migration auf eine cloud-basierte IT-Architektur und führte Microsoft 365 Enterprise auf 1.000 IT-Arbeitsplätzen in der Firmenzentrale in Essen ein. Diese wurde im Rahmen eines Pilotprojekts auf weitere 3.000 Arbeitsplätze an Standorten auf der ganzen Welt ausgeweitet. Unterstützt wurde man dabei vom Microsoft-Partner Glück & Kanja. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojekts plant der Logistiker nun den unternehmensweiten Rollout der Lösung bis Ende 2018.

Sicherheit dank stetiger Updates

Die im Rahmen des Piloten eingeführte Produktivitätssuite umfasst Microsoft Office 365 Pro Plus, Enterprise Mobility + Security sowie Windows 10 Enterprise. Damit sollen sich Services individuell zusammenstellen stellen lassen und den Logistiker für die Anforderungen einer vernetzten Welt wappnen. Hierzu zählen ein verbesserter Zugang zu Informationen, Tools für eine effektive Zusammenarbeit, Angebote für die sichere Verwaltung von mobilen Geräten – und nicht zuletzt Sicherheit durch stetige Updates.

Mitarbeiter, die am Pilotprojekt beteiligt sind, haben Zugriff auf alle Anwendungen der Suite, d.h. auf Exchange Online für E-Mail und Kalender, One Drive als Cloud-Datenspeicher, Sharepoint Online für Projektarbeit sowie auf das Office-Paket, das u. a. auch die Kollaborationslösung Teams enthält. Das Identitäts- und Zugriffsmanagement auf Rechnern soll künftig über die biometrische Sicherheitslösung Windows Hello und Azure Active Directory Premium (Azure AD) laufen. Zur Verwaltung von Anwendungen und Geräten, für die Konfiguration von Windows-Update-Richtlinien und für Einstellungen von Windows Defender verwendet die IT die Lösung Intune. Die IT-Sicherheit wird durch den erweiterten Bedrohungsschutz von Windows Defender erhöht, heißt es weiter.

Ein Grund für die IT-Zentralisierung durch die Migration auf eine cloud-basierte Architektur waren die Kosten, denn die Bereitstellung von IT-Dienstleistungen über ein weltweit verteiltes Netzwerk an IT-Abteilungen kann teuer werden. „Wir wussten, dass eine cloud-basierte Lösung der Schlüssel zum Erfolg sein würde. Schon im frühen Projektstadium konnten wir eine Effizienzsteigerung von 25 Prozent im IT-Betrieb feststellen“, berichtet Gerold Nagel, SVP Infrastructure bei DB Schenker.

Ergänzend hierzu suchte das interne IT-Entwicklungsteam, das an unterschiedlichen Standorten weltweit eingesetzt wird, nach einem agileren und sicheren Weg für die IT-Verwaltung. Auf Basis von Cloud-Technologien kann die IT nun mobile Geräte besser verwalten: „Wir nutzen die Vorteile der Authentifizierung über Azure AD – einschließlich der risikobasierten Authentifizierung“, sagt Steffan Haas, Leiter der Infrastruktursteuerung bei dem Logistiker. „Wenn sich jemand aus Miami und dann fünf Minuten später aus Singapur anmeldet, wissen wir, dass entweder diese Benutzer-ID gefährdet ist oder dass der Kollege VPN nutzt. Mit diesem Wissen können wir die Sicherheit überprüfen, ohne dem Benutzer ein Gefühl der Kontrolle aufzuzwingen“. Mit dem Wechsel auf die Cloud-Lösung können alle Mitarbeiter, die sich von einem nicht verwalteten Firmenkunden- oder einem anderen Gerät am System anmelden, ausschließlich über die Multi-Faktor-Authentifizierung von Azure auf das System zugreifen.

Nicht zuletzt bietet die Lösung verschiedene Möglichkeiten in Sachen Sicherheit: „Bei der Infrastruktur vor Ort waren wir auf die verfügbaren Sicherheits-Tools beschränkt“, erinnert sich Steffan Haas. „In der Cloud können wir über Services wie Active Directory Rechteverwaltungsdienste und Azure Information Protection jetzt zentral eine umfassende Dokumentenverschlüsselung anbieten. Das ist der Schlüssel zum Schutz unseres geistigen Eigentums.“ Darüber hinaus ermöglicht das cloud-basierte Post-Breach-Tool Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) der Firmen-IT, mögliche Cyber-Angriffe zu erkennen, diese zu analysieren und auf die Bedrohungen zu reagieren.

Verbesserte Zusammenarbeit

Im Hinblick auf die IT-Modernisierung stellten die Logistikexperten außerdem einen schnell wachsenden Bedarf an Tools für die digitale Zusammenarbeit fest – beispielsweise durch zeitaufwendige Anfragen nach Sharepoint-Teamwebseiten. Viele Kunden arbeiten inzwischen über Sharepoint Online mit DB Schenker zusammen. Dieses soll es ohne langwierige Anmeldungen und Genehmigungen erlauben, Dateien auszutauschen oder gemeinsam in Dokumenten zu arbeiten. So gehören Versionskonflikte ebenso der Vergangenheit an wie der bisher notwendige Versand von Dokumenten und Dateien per E-Mail.

Positiv wirkt sich die Einführung auch auf die Anwendungsentwicklung aus. Rund 450 Entwickler sind für den Logistiker u. a. in China, Indien und den USA tätig. „Sie haben ihr Kollaborationsmodell vollständig verändert. Die vielen Tausend E-Mails, die täglich verschickt wurden, haben wir fast vollständig durch Microsoft Teams ersetzt, über das unsere Mitarbeiter in Echtzeit chatten, Dateien austauschen und Konferenzen per Sprache oder Video abhalten können“, so Steffan Haas, Leiter der Infrastruktursteuerung bei DB Schenker. Mit dem Tool sollen die Mitarbeiter über einen vollständig integrierten Hub für Teamarbeit verfügen, in dem alle relevanten Informationen und Dateien zusammenkommen.

Auch die Mitarbeiter profitieren von der neuen IT-Geräteverwaltung: Dank Windows Autopilot kann neue Hardware nun direkt vom Anbieter an den Mitarbeiter geliefert werden. Dieser verbindet das neue Gerät dann mit dem Internet, meldet sich mit seinen Firmendaten im System an und ist sofort mit den Anwendungen und Diensten verbunden, die von der IT-Abteilung für das jeweilige Nutzerprofil vorgesehen sind. Dies erhöhe die Produktivität der Mitarbeiter und befreie die IT von alltäglichen Supportaufgaben. Schließlich haben das Projekt dem Logistiker auch den Weg für einen „Evergreen“-Ansatz geebnet, mit dem das IT-Team dafür sorgt, dass Mitarbeiter beim Rollout von Updates und Systemänderungen nur minimale Arbeitsunterbrechungen hinnehmen müssen.

Bildquelle: Microsoft

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