Opentext Enterprise World 2019

Der CIO ist „cool again“

Kürzlich fand in Toronto die 21. Enterprise World statt, Opentexts internationale Konferenz für Partner und Kunden. In seiner einleitenden Begrüßungsrede erneuerte CEO und CTO Mark Barrenechea die Strategie und Vision des Anbieters und prophezeite eine neue Rolle und Wertschätzung des Chief Information Officers.

  • Hipster mit Sonnenbrille und Fahrrad

    In einer Ära der Informationen wird der CIO im Unternehmen wieder so richtig „cool“.

  • Mark Barrenechea, CEO und CTO bei Opentext

    Mark Barrenechea, CEO und CTO bei Opentext

  • 21. Enterprise World von Opentext

    Vom 9. bis 11. Juli 2019 fand die 21. Enterprise World von Opentext in Toronto statt.

Noch nie habe sich der Wandel in der Unternehmenswelt so schnell vollzogen wie in den vergangenen Monaten, betonte Mark Barrenechea im Rahmen der Veranstaltung. Dementsprechend wachsen auch die Ansprüche an die Unternehmen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und selbstlernenden Maschinen sollen Unternehmen die Flut an Daten und Informationen besser zu ihrem Vorteil nutzen können – und der kanadische Software-Spezialist sieht sich genau in diesem Umfeld als perfekter Partner für die Top 10.000 Unternehmen weltweit.

CIOs als neue mächtige Leitzentrale

Während die Rolle des Chief Information Officers in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verlor und immer mehr Entscheidungen und Verträge wie beispielsweise Software-as-a-Service (SaaS) am CIO vorbeigingen, steht nun eine Renaissance dieser Position an, so ist sich Mark Barrenechea sicher. Denn künftig übernehme dieser eine Schlüsselrolle und führe alle Informationen und Dienste des Unternehmens zusammen. In der Vergangenheit hätten zu viele Firmenbereiche eigenständige SaaS-Dienste abonniert und dabei längst den Überblick über diese Verträge und Vereinbarungen verloren. Strengere Compliance-Regeln sowie der Datenschutz zwinge die Unternehmen nun dazu, die Übersicht über ihre Anwendungen und Verträge zu behalten. In einer Ära der Informationen wird der CIO demnach wieder eine der wichtigsten Positionen im Unternehmen.

„Wissen ist Macht.“ Diese einfache aber eingängige Weisheit wird dem englischen Philosophen Francis Bacon zugeschrieben und ist somit nahezu 500 Jahre alt. Wer die mittlerweile reichlich vorhandenen Daten und Informationen verstehen und für sich nutzen will, der kommt in Anbetracht von Millionen Datensätzen in unterschiedlichen Anwendungen allerdings nicht an intelligenter Hilfe in Form von Software vorbei. Hier will Opentext, das mit über 12.000 Mitarbeitern über 120.000 Kunden betreut und in rund 40 Ländern über 100 Millionen Anwender zählt, eine große Rolle spielen – und sucht sich deshalb mächtige Partner.

Enge Partnerschaft mit Google

Seit Jahren pflegt der Anbieter eine enge Partnerschaft mit der SAP AG, deren Systeme und Lösungen nahtlos mit den Opentext-Systemen zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen. Bereits vor ein paar Monaten kündigte man zusätzlich eine engere Kooperation im Geschäftskundenbereich mit Google an, die bis Ende 2019 auch eine Integration der Opentext-Software in der Google-Cloud-Plattform, heute Anthos, umfassen sollte. Auf der Enterprise World überraschten beide Anbieter mit der Nachricht, dass diese Integration bereits vollzogen ist. Die Lösung steht den Kunden also ab sofort zur Verfügung. Ferner seien die Google-Anwendungen der G-Suite in Opentext Anwendungen integrierbar, hieß es in Toronto – beispielsweise eine automatisierte Speech-to-Text-Dokumentation eines Callcenter-Anrufs inklusive Übersetzung und Archivierung.

Die Lösungen des kanadischen Software-Anbieters liefen bislang mehrheitlich offline, d.h. auf Servern der Kunden. In manchen Branchen wie in der sensiblen Finanzbranche oder im öffentlichen Sektor sei dies auch weiterhin die häufigste Anwendungsform, so das Unternehmen. Doch der Wechsel in cloud-basierte Netzwerke vollziehe sich immer schneller und die Nachfrage nach Hybrid- und reinen Cloud-Diensten werde immer größer. Daher kooperiert man inzwischen mit allen großen Cloud-Dienstleistern wie Amazons AWS, Microsofts Azure und Googles Anthos. Gemeinsam will man Großes bewirken – und den Unternehmen helfen, aus der Flut an Daten das Beste zu machen. Schließlich bringen selbst die größten Datenbanken wenig, wenn die verfügbaren Informationen nicht zielführend genutzt werden.

Bildquellen: iStock/Getty Images Plus, Tillmann Braun

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