Forum für Service- und Infrastruktur-Management

Der Digitalisierung den Weg ebnen

Ende April 2016 fand mit der „Network´16“ das Forum für Service- und Infrastruktur-Management in IT und Telekommunikation des Anbieters FNT in Leipzig statt. Das Motto der zweitägigen Veranstaltung lautete dabei „Die digitale Zukunft gestalten“.

Wendeltreppe

Unter dem Motto „Die digitale Zukunft gestalten“ veranstaltete der Infrastrukturspezialist FNT im April 2016 ein zweitägiges Anwender- und Partnerforum in Leipzig.

Im Rahmen des Kongresses wurden verschiedene Strategien, Praxisbeispiele und Technologien vorgestellt, mit denen sich die digitale Zukunft von Unternehmen gestalten lassen soll. Dabei zog sich die digitale Transformation wie ein roter Faden durch die Veranstaltung: Auf dem Programm standen unterschiedliche Vorträge u.a. mit dem Titel „IT-Strategie in Zeiten der Digitalisierung“, „Top down zum digitalen Unternehmen“ oder ­„Digitalisierung mit IT-Service-Management“.

Bezüglich der Definition der „digitalen Transformation“ betonte Prof. Dr. Helmut Krcmar von der Technischen Universität München, dass damit ein Veränderungsprozess in der Unternehmen vorangetrieben wird, der auf modernen Technologien wie Big-Data-Analysen, Sensornetzwerken und Cloud Computing aufbaut. Dies würde eine bessere und schnellere Wertschöpfung nach sich ziehen, im Zuge derer sich wiederum bestehende Märkte wandeln und gar vollkommen neue Handelsplätze entstehen. Laut Helmut Krcmar entwickeln sich dank der Digitalisierung Innovationen heutzutage nicht nur schneller als früher.

Vielmehr verändern diese gleichzeitig auch Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze von Grund auf. In ­einem weiteren Vortrag ging Roland Stulz, Architekt und Mitglied der 2000-Watt-Gesellschaft, der Frage nach, welche Form von IT künftige Smart Cities brauchen werden. Hinter der 2000-Watt-­Gesellschaft (www.2000watt.ch) steckt eine Initiative in der Schweiz, die eine nachhaltige Lebensqualität anstrebt, wobei alle vorhandenen Ressourcen mit Maß genutzt und global gerecht verteilt werden sollen.

In seinem Vortrag wartete Roland Stulz zunächst mit eindrucksvollen Zahlen auf: So sollen Smart Cities künftig 80 Prozent aller globalen Energie und 75 Prozent aller natürlichen Ressourcen benötigen. Zudem entstünden 75 Prozent der CO2-Emissionen weltweit in den Städten. Generell wird das Zusammenleben in den „Städten der Zukunft“ mit einer hohen Lebensqualität einhergehen, was die flächendeckende Vernetzung sämtlicher Lebensbereiche erst möglich macht. Im Zuge dessen kommen hinsichtlich der Verkehrsplanung vermehrt innovative Technologien wie E-Mobility, automome Parking-Systeme (Valet Parking) oder Car Sharing zum Einsatz.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05/2016. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Doch nicht nur die Verkehrssituation wird von modernen Konzepten dominiert. Ebenso wichtig sind Smart Buildings, deren Lüftung, Beleuchtung, Wasserversorgung, Kommunikationsstrukturen sowie Energieerzeugung und -nutzung möglichst effektiv und ressourcenschonend gesteuert werden. Dabei wird ein Großteil der Gebäudetechnik über IT und entsprechende Data Center laufen. In der Schweiz sei man hierbei bereits auf einem guten Weg. Denn laut Roland Stulz würden Neubauten hier bereits heute rund zehn Prozent weniger Energie verbrauchen als früher.

In einem speziell für die Presse angesetzten Roundtable brachte FNT gleich mehrere Verantwortliche aus Anwenderfirmen an einem Tisch zusammen, darunter Ansprechpartner des Schweizer Kommunikationsanbieters Swisscom, des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und der Fraport AG, dem Betreiber des Flughafens Frankfurt. Die Kunden nutzen dabei das Infrastruktur-Management-Tool Command und/oder die IT-Service-Management-Lösung (ITSM) Serviceplanet. Bei letzterem handelt es sich um eine Software für die Modellierung und Bereitstellung standardisierter Produkte und Services in modernen, hybriden IT-Umgebungen. Hinsichtlich des Service-Managements wies FNT-Geschäftsführer Nikolaus Albrecht auf den vergangenen November erfolgreich realisierten Zusammenschluss mit der Bluedge Methodik GmbH hin.

Als 100-prozentige Tochter der FNT GmbH wird das Unternehmen als unabhängige Einheit unter dem Dach der Gruppe arbeiten und gleichzeitig als deren alleiniger Business-Consulting-Arm agieren. Nicht zuletzt skizzierte Nikolaus Albrecht einige künftige Unternehmensziele. So wird man im Rahmen der eigenen Innovationsstrategie die Produktsuite auch als Software-as-a-Service-Palette anbieten. Zudem will man die zuletzt angegangene Internationalisierung weiter vorantreiben. Zwar ist die DACH-Region noch immer der stärkste Markt für den Anbieter, allerdings sieht man sich zwischenzeitlich insbesondere auch im Nahen Osten und in den USA gut aufgestellt, wobei dort vor allem Lösungen für Data Center und ­Colocation nachgefragt werden.

Bildquelle: FNT

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