Private Cloud für die Johanniter Unfallhilfe

Der IT-Landschaft Beine gemacht

Pironet NDH hat die IT-Infrastruktur beim NRW-Landesverband der Johanniter-Unfall-Hilfe modernisiert und zur Private Cloud ausgebaut.

Johanniter-Auto, Bildquelle: Arno Bachert/pixelio.de

Für den schnellen Zugriff auf die Anwendungen in der hauseigenen Private Cloud sorgt jetzt ein zehn Gigabit schnelles Ethernet-Netzwerk zwischen Server- und Storage-Komponenten. Die Hilfsorganisation betreibt die virtualisierte IT-Landschaft weiterhin im eigenen Rechenzentrum in Köln. Von dort aus stellt die Johanniter Unfallhilfe ERP- und Groupware-Anwendungen für 300 Orts-, Kreis- und Regionalverbände im gesamten Bundesgebiet bereit.
 „Die Private Cloud hat für uns mehrere Vorteile“, erklärt Roland Deuß, IT-Leiter des Landesverbands. „Die modernisierte Infrastruktur arbeitet jetzt stabiler und schneller als zuvor, Anmeldevorgänge und Ladezeiten haben sich verkürzt. Zugleich ist unsere Systemlandschaft übersichtlicher geworden und somit leichter zu verwalten.“

Katharina Gülpen, Geschäftsführerin der Pironet NDH Enterprise Solutions GmbH, ergänzt: „Durch die Private Cloud profitiert die Johanniter Unfallhilfe von der Flexibilität einer echten Cloud-Umgebung. Dabei behält sie aber die Datenhoheit und Autonomie über den Betrieb ihrer Systeme – ein Weg, den heutzutage immer mehr mittelständische Unternehmen und Organisationen gehen.“

Als Serverhardware nutzen die Johanniter hochverfügbare Systeme der Cisco-UCS-Reihe (Unified Computing System). Für die Virtualisierung setzt die Hilfsorganisation die vSphere 5 Enterprise Plus Edition von VMware ein. Ein weiterer Schwerpunkt bei der IT-Modernisierung war der Wechsel auf eine schnellere Datenverbindung zwischen Servern und Storage-Systemen. Ein 10 Gigabit schneller Ethernet-Bus auf Basis von Cisco-Nexus-Switchen macht jetzt der IT-Landschaft Beine. Durch das neue Netzwerk konnte die Hilfsorganisation nach eigenen Aussagen nebenbei über 300 Patchkabel einsparen und die zuvor unübersichtliche Vernetzung der Rechenzentrumsinfrastruktur vereinfachen.

Ihren zentralen Storage virtualisieren die Johanniter mit der vFiler-Technologie von Netapp. Damit sollen sich einzelne Speichereinheiten im laufenden Betrieb vom produktiven Speicher auf Ersatzsysteme verlagern lassen. Ausfallzeiten durch Wartungsarbeiten gehören damit der Vergangenheit an. Ein weiterer Beweggrund für Netapp war die so genannte Snaplock-Lösung des Herstellers. Diese stellt revisionssichere Medien auf Basis bewährter und kostengünstiger Festplattentechnologie zur Verfügung, auf denen die Johanniter ihre E-Mail-Bestände revisionssicher archivieren.

Bei der Sicherung ihrer Daten fährt die Hilfsorganisation zweigleisig: Die Lösung Snapvault sichert regelmäßig Abbilder des Zentralspeichers, so genannte Snapshots, auf ein zweites Storage-System, wo die Daten versioniert abgelegt werden. Um Speicherplatz zu sparen, enthalten die Abbilder dabei jeweils nur die letzten Änderungen zur Vorversion. Trotzdem soll der Administrator später immer den Zugriff auf die Vollsicherung haben.
Zusätzlich betreibt der Landesverband ein zweites Sicherungssystem, mit dem die Johanniter im Notfall ihren IT-Betrieb wiederherstellen können (Disaster Recovery). Dazu wird der Produktiv-Storage zeitversetzt in ein Ausweichrechenzentrum der Organisation gespiegelt.

„Sollten einzelne Systeme oder schlimmstenfalls das ganze Rechenzentrum ausfallen, können wir innerhalb einer Viertelstunde die wichtigsten Anwendungen am Ausweichstandort wieder hochfahren“, erklärt Erwin Schäfer, kaufmännischer Leiter beim NRW-Landesverband. „Sämtliche Standorte sind dann schon nach kurzer Zeit wieder arbeitsfähig.“

Damit es auch an größeren Johanniter-Standorten zu keinen Engpässen beim Zugriff auf die Private Cloud kommt, hat Pironet NDH außerdem vor Ort WAN-Beschleuniger von Riverbed installiert. Die Beschleuniger speichern laut Anbieter bereits aus der Cloud geladene Daten lokal am Standort zwischen, so dass diese bei erneutem Abruf schneller zur Verfügung stehen. Außerdem erkenne die Lösung intelligent, welche Arten von Dokumenten ein Nutzer aufruft. Öffne dieser z.B. ein Word-Dokument, lade der Beschleuniger die gesamte Datei auf einmal und spare so zeitaufwendiges Nachladen. „Seitdem gibt es kaum noch Störungen oder Verzögerungen beim Datenzugriff oder bei der Anmeldung“, sagt IT-Leiter Roland Deuß. „Insgesamt können unsere Mitarbeiter heute flüssiger mit den Groupware- und ERP-Anwendungen arbeiten.“

www.johanniter.de
www.pironet-ndh.com

Bildquelle: Paulwip / pixelio.de

 

 

 

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