Verkürzung der „Time to Market“-Zyklen

DevOps in aller Munde

Kooperation statt Konfrontation: Methoden wie DevOps sollen Software-Entwickler ­dabei unterstützen, die „Time to Market“-Zyklen deutlich zu verkürzen.

Justin Vaughan-Brown, CA

Justin Vaughan-Brown von CA Technologies: „Der Bekanntheitsgrad von DevOps ist in Deutschland höher als in jedem anderen europäischen Land.“

Steigende Anforderungen an die Funktionalität und damit verbunden die stete Weiterentwicklung von Software-Anwendungen erfordern neue Tools und Implementierungskonzepte. Erleichterung versprechen Methoden wie DevOps, das die Zusammenarbeit zwischen Entwicklerteams (Dev = Development) und Anwendungsverantwortlichen in den Produktionsumgebungen (Ops = Operations) fördern und koordinieren soll.

Die Qualität neuer Anwendungen sicherzustellen, gleichzeitig jedoch die Entwicklungskosten zu senken sowie die Markteinführungszeiten zu minimieren, lautet derzeit die Herausforderung. „Mobile Applikationen und Online-Verbraucher-Bewertungen werden immer gängiger und setzen Unternehmen unter Druck, hochwertige Anwendungen schneller als jemals zuvor bereitzustellen“, erklärt Justin Vaughan-Brown, Senior Marketing Strategist für DevOps EMEA bei CA Technologies. Das Management der sich im immer schnelleren Rhythmus ändernden Anwendungen ist nach seinen Worten eine Schlüsselkomponente zum Erhalt der Geschäftsflexibilität.

Eine Relevanz, die durch eine aktuelle Studie des Instituts Vanson Bourne „Techinsights Report: What Smart Businesses Know About DevOps“*, bestätigt wird. Demnach sind 71 Prozent der deutschen Unternehmen der Meinung, dass heute eine DevOps-Strategie dringlicher ist als je zuvor. Zu den Haupttreibern dieser Entwicklung zählen das gleichzeitige Ausrollen von Software über verschiedene Plattformen hinweg (53 Prozent) gefolgt von der Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb (43 Prozent). Diejenigen deutschen Unternehmen, die DevOps bereits nutzen, konnten laut Studie ihre „Time to Market“-Zyklen um mehr als 15 Prozent verkürzen sowie die Kosten für die Entwicklung und den Betrieb um acht Prozent senken.

Grundpfeiler der DevOps-Konzepte

Mit einem modularen Lösungsangebot möchte CA Unternehmen den Einstieg in DevOps erleichtern: Das angebotene Lisa-Produktpaket besteht aus den Komponenten Service-Virtualisierung, Release-Automation und Data Mining. Dabei simuliert die Service-Virtualisierung eingeschränkt oder gar nicht verfügbare Systeme, die mit herkömmlicher Virtualisierung nicht simuliert werden können. Mit der Lösung können Kunden effektiver parallele Entwicklungen durchführen, benötigen weniger Infrastruktur und finden früher Fehler im Anwendungsentwicklungsprozess.

Die Release-Automation bildet einen weiteren Grundpfeiler von DevOps-Konzepten. Sie reduziert bzw. eliminiert manuelle oder halbautomatisierte Scripts und ersetzt sie durch Prozesse, die über Anwendungsverantwortlichen und -umgebungen hinweg eingesetzt werden. Vorteile sind neben reduzierten Markteinführungszeiten und größerer Geschäftsflexibilität, die verbesserte Verwaltbarkeit, Audit-Verfolgung und Einhaltung von Vorschriften, sowie letztlich reduzierte Releasefehler und damit eine höhere Qualität bei geringeren Releasekosten. Überdies sammeln und nutzen die Data-Mining-Lösungen die aus der Anwendungsentwicklung, den Tests sowie der Produktion gewonnenen Erkenntnisse für aussagekräftige Auswertungen. Nach Ansicht von Vaughan-Brown zeichnet die Studie ein deutliches Bild davon, was Unternehmen erwarten können, wenn sie die neue Strategie annehmen und die Organisation ihrer IT transformieren. „DevOps entwickelt sich von einem theoretischen zu einem essentiell strategischen Ansatz für alle Unternehmen.“

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