Zentrale Wissensdatenbank für Forscher

Diabetesforschung nutzt Neo4j

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e.V. (DZD) nutzt die Graphdatenbank Neo4j, um Wissenschaftlern standortübergreifend Zugriff auf Forschungsdaten zu ermöglichen.

Diabetesforschung nutzt Neo4j

Künftig sollen Forscher über das DZD standortübergreifend Zugang zu wissenschaftlichen Daten erhalten.

Das DZD setzt für sein standortübergreifendes Daten- und Knowledge Management auf die Graphdatenbank von Neo4j. Ziel ist es, Wissenschaftlern einen besseren Zugriff auf Forschungsdaten zu ermöglichen und wirksame Präventions- und Behandlungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Diabetes abzuleiten.

Diabetes gehört mit ungefähr sieben Millionen Erkrankten zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland. Um zur Aufklärung des Krankheitsbildes beizutragen, untersucht das DZD mit rund 400 beteiligten Wissenschaftlern die Krankheit aus verschiedenen Blickwinkeln.

„Damit Wissenschaftler standort-, disziplin-, spezies- und datenübergreifend Zugriff auf Informationen erhalten, machte sich das Team an den Aufbau eines Datenbanksystems, das Metadaten aus Grundlagenforschung und klinischen Studien verknüpft“, erklärt Prof. Dr. Martin Hrabě de Angelis, DZD-Vorstand. Ziel der übergeordneten Datenbank sei die Entstehung eines Informationskontextes, in dem Wissenschaftler gemeinsam forschen, ohne Tests wiederholen zu müssen. „Die Technologien erleichtern es, medizinische Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und indikationsübergreifend zu betrachten“, erklärt Dr. Alexander Jarasch, Head of Data and Knowledge Management beim DZD.

DZDconnect ist eine Neo4j-Graphdatenbank und liegt als Layer über den relationalen Datenbanken, um bestehende Systeme und Datensilos im DZD zu verknüpfen. Das erste Fazit des Projektes war positiv: „Mit der Graphdatenbank konnten wir in wenigen Wochen Daten standortübergreifend verbinden und abfragen. Obwohl zunächst nur ein kleiner Teil der Daten integriert wurde, haben die Abfragen bereits interessante Zusammenhänge aufgedeckt, die nun von unseren Wissenschaftlern weiter untersucht werden“, so Dr. Jarasch. 

Dank der hohen Flexibilität und Skalierbarkeit sind der Datenintegration so gut wie keine Grenzen gesetzt. Zukünftig sollen deshalb auch Messdaten beispielsweise aus Blutproben automatisch ins DZDconnect übermittelt werden. So lassen sich eventuell auch Zusammenhänge zu anderen Volkskrankheiten erkennen.

Bildquelle: DZD

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