Zentral administriert

Die Goethe-Universität Frankfurt vereinfacht ihr Client-Management

Für eine Software-Verteilungsanwendung mit Remote-Unterstützung suchte das IT-Service-Center des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-­Universität in Frankfurt eine effiziente Client-Management-Lösung.

IG-Farben-Haus

Seit 2001 beherbergt das IG-Farben-Haus, die ehemalige Zentralverwaltung der IG Farben, einen Teil der Universität und dient als Hauptgebäude des Campus Westend.

Nach sorgfältiger Auswahl fiel die Entscheidung auf die Software „Landesk Management Suite“, die Gruppenleiter IT Service Center Raymond Velte schätzen gelernt hat. Er sagt: „Wir möchten die Lösung nicht mehr missen." Sie erwiese sich im Alltag als so nützlich, dass der Helpdesk nur noch einen Bruchteil der Zeit für die Betreuung der Anwender benötigt.

Raymond Velte ist für die IT-Versorgung zweier Gebäude der Goethe-Universität in Frankfurt am Main zuständig: für die Räumlichkeiten des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sowie für das "House of Finance", eine interdisziplinäre Forschungs- und Lehreinrichtung für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Raymond Velte leitet ein Team von zehn Mitarbeitern: Acht Studenten leisten First-Level-Support und zwei hauptberufliche Mitarbeiter verantworten den Second-Level-Support sowie IT-Administrationsaufgaben. Das Team ist für knapp 600 Computer und rund doppelt so viele Benutzer zuständig. Die IT-Umgebung selbst besteht aus zwei Windows-Domänen unter Windows Server 2008 R2. Auf der Client-Seite verfügte der Fachbereich zunächst über Vista- und Windows-7-Clients eines einzigen Hardwarelieferanten. Alle PCs sollen jedoch im Laufe des Jahres 2011 auf Windows 7 standardisiert werden.

Darum suchte die Goethe-Universität Frankfurt nach einer effizienten Client-Management-Lösung. Zu deren Funktionsumfang sollten die Verteilung von Betriebssystemen und Software mit Unterstützung für Intel AMT und Feedbackschleife, Inventarisierung, Fernadministration sowie Multiplattformunterstützung zählen – all dies natürlich zu einem akzeptablen Preis. Betriebssystemwechsel und Software-Updates sollten sich zentral steuern lassen, und vor allem sollte der Fernwartungszugriff auch von außerhalb der Domäne möglich sein.

Turnschuhadministration vermeiden

Denn die von Raymond Veltes Team betreute Systemlandschaft besteht aufgrund ihrer Historie aus zwei Domänen. Zwar sollen diese demnächst zusammengeführt werden, aber auch die Umgebungen anderer Institute will Raymond Velte künftig mitverwalten können. Es galt also, eine Lösung zu finden, mit der man Endgeräte einer Domäne von einer anderen aus managen kann. "Diese Konstellation bereitete der zuvor genutzten Verwaltungslösung Microsoft System Center Configuration Manager Probleme", so Raymond Velte. "Ein weiterer Nachteil war, dass Fernzugriffe auf Endgeräte durch unsere Administratoren stets eine Benutzerabmeldung erforderten, da die Endanwender bei uns ohne Administratorrechte arbeiten. Wir wollten auch unter diesen Bedingungen die ineffiziente Turnschuhadministration vermeiden und zumindest das Gros der Administrationsaufgaben vom Büro aus erledigen können."

Per Ausschreibung holte Raymond Velte im Herbst 2009 Angebote ein. Fünf Lösungen führender Hersteller kamen für einen Praxistest in die engere Wahl. Ende 2009 fiel die Entscheidung zugunsten der Landesk Management Suite in Version 9.0. In der Bewertungsmatrix der Frankfurter erreichte diese bei den Punkten Funktionsumfang, Softwareverteilung, Inventarisierung sowie AMT-Support jeweils den ersten Platz; in allen übrigen Kategorien den zweiten. Multiplattform-Unterstützung boten alle evaluierten Lösungen. Positiv hob sich Landesk von der Konkurrenz durch seine Softwaredatenbank und den inbegriffenen Package Builder ab. Ebenfalls positiv war, dass sich die Suite an ein beliebiges Helpdesk-System anbinden lässt. Auch beim Preis wurde man sich mit dem Vertriebspartner Five(9)s GmbH einig, sodass dieser die Lösung im Frühjahr 2010 implementieren konnte.

Die Implementierung verlief angenehm glatt: "Nach einer Woche hat die Installation, so wie wir sie jetzt verwenden, komplett funktioniert", erinnert sich Raymond Velte. Im Projektverlauf fiel dem Administrator besonders die Professionalität des Dienstleisters positiv auf. "Der Five(9)s-Techniker ist absolut kompetent", lobt er, „wir waren immer auf einer Wellenlänge, und bei Problemen hat er stets für schnelle Lösungen gesorgt."

Zu den Anforderungen zählten aber auch einige Punkte, die zum Evaluierungszeitpunkt noch über den Funktionsumfang der gewählten Software hinausgingen. So wünschte sich Velte eine 64-Bit-Administrationskonsole, Unterstützung von Windows Server 2008, die gleichzeitige Einbindung mehrerer Treiber in ein Image, einen User Mode Agent, um UAC (User Access Control) nicht ausschalten zu müssen, sowie eine einheitliche Konsole für Security- und System-Management-Aufgaben. Diese Forderungen hat der Software-Anbieter inzwischen erfüllt. "Die zusätzlichen Funktionen hatte der Anbieter damals in Aussicht gestellt", so Raymond Velte, "aber dass tatsächlich alles so schnell umgesetzt wird, damit hatten wir nicht gerechnet."

Über Domänengrenzen hinweg

Als größte Hürde für alle evaluierten Client-Management-Lösungen hatte sich die geforderte domänenübergreifende Verwaltung erwiesen. Auch Landesk konnte dies nicht aus dem Stand liefern. Als Workaround richtete Raymond Velte im Active Directory temporär eine zentrale Administrationsdomäne ein. "Heute funktioniert die Lösung aber auch mit fremden Credentials", erklärt Raymond Velte zufrieden.

Der Schulungsaufwand für die Mitarbeiter und studentischen Hilfskräfte hielt sich in engen Grenzen: "Es gab eine kurze Einweisung für den Remote Support. Eine weitere Schulung war nicht erforderlich", erinnert sich Velte. "Die Paketverteilung zählt zu meinen eigenen Aufgaben. Auch hier war keine Schulung nötig. Sie ist praktisch selbsterklärend."

Eine große Erleichterung ist für den IT-Spezialisten der Frankfurter Uni, dass er bei Anfragen nun sofort die jeweilige Software zuweisen kann: "Unser vormaliges Tool hatte die Angewohnheit, Software nicht sofort verteilen zu wollen. Es gab ein stündliches Polling-Intervall, aber das war für uns nicht tragbar: Wenn ein Professor anruft und eine Anwendung anfordert, dann will und soll er sie sofort erhalten." Nun kommen die ausgereiften Mechanismen der Softwareverteilung unserer neuen Lösung dem Support-Team entgegen: Die Verteilung erfolgt unmittelbar, sobald der Systemverwalter sie angestoßen hat und lässt sich präzise steuern. "Die neue Management Suite erfüllt diese Aufgaben sehr zuverlässig", so Raymond Velte, "und über den Status der Softwareverteilung gibt sie automatisch Feedback."

Raymond Velte hat die PCs in seinem Verantwortungsbereich auf eine Handvoll Konfigurationen standardisiert. "Das kostete zunächst viel Kraft, erleichtert den Administrationsalltag nun aber erheblich", erklärt der IT-Profi. Für die Migration erstellte er ein hardwareunabhängiges Template (Hardware-Independent Software Image). "Damit lassen sich PCs jederzeit migrieren", erläutert Raymond Velte. "Wir haben alle Daten und Profile auf dem Server gespeichert. So ist die Migration relativ leicht." Dazu trägt die neue Lösung ihren Teil bei: "Sie holt sich beim Rollout automatisch die richtigen Treiber. Das ist wahnsinnig praktisch", lobt Raymond Velte, der die Management-Lösung nicht mehr missen will.

Am deutlichsten profitieren die First-Level-Support-Mitarbeiter von der neuen Software. Sie bearbeiten nun 85 bis 90 Prozent der Helpdesk-Anrufe per Remote Support. Nur wenige Fälle wie Netzwerkprobleme oder Stromausfälle erfordern nach wie vor ein manuelles Eingreifen vor Ort. "Die Management Suite hat unseren Support-Arbeitsaufwand erheblich reduziert", freut sich der IT-Spezialist. "Für ein kleines IT-Team wie uns ist das eine enorme Erleichterung."

Dank der Software kann sein Team nun sogar neue Aufgaben übernehmen. Nach dem abgeschlossenen Windows-7-Rollout will er zusätzliche Domänen mit Landesk verwalten. Schon laufen Gespräche mit einem weiteren Fachbereich und einem Excellence-Projekt mit insgesamt 500 PCs.

 

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main
Als Stiftungsuniversität besitzt die 1914 von Frankfurter Bürgern gegründete Hochschule ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Mit über 36.000 Studierenden zählt die Goethe-Universität heute zu den zehn größten Hochschulen der Republik. Rund 30 Prozent ihres Budgets wird aus Drittmitteln bestritten.
Im Frankfurter Westend entsteht momentan ein neuer Campus für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die „Science City Riedberg“ vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Das Land Hessen unterstützt dieses größte Hochschul-Neubauprojekt Europas mit über 500 Mio. Euro.
Im Internet: www.uni-frankfurt.de

 

Bildquelle: Goethe-Universität Frankfurt a. M.

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