Agaplesion plant mit IBM Cognos 10

Die Kosten im Blick

Die Gesundheitskonzern Agaplesion erstellt seit Herbst 2011 Berichte, Auswertungen und Analysen mit Cognos 10 von IBM und profitiert von einem höheren Detaillierungsgrad sowie Schnelligkeit.

Die Kostenplanung im Gesundheitsbereich ist eine besondere Herausforderung. Durch das in Deutschland bestehende gedeckelte System mit Fallpauschalen und die enge Abstimmung mit den Krankenkassen, sind Krankenhäuser verpflichtet, möglichst früh und genau ihre Leistungsplanung für das Folgejahr anzugeben – sonst drohen finanzielle Verluste. Für Agaplesion, ein christlicher Gesundheitskonzern, der um die 80 Krankenhäuser und Wohn- und Pflegeeinrichtungen betreibt, ist der Planungsprozess durch die vielen angeschlossenen Unternehmen komplex. Seit Herbst 2011 arbeitet der Konzern mit Cognos 10 von IBM.

Im Zuge einer Server-Erweiterung im Frankfurter Rechenzentrum des Unternehmens wechselte der Anwender von der bisher eingesetzten Business-Performance-Management-Lösung IBM Cognos 8 auf Cognos 10. Wichtigstes Ziel war es, die Budgetplanung, die sich nach dem jährlichen)  Fallpauschalenkatalog richtet, optimal für alle Einrichtungen abzubilden. Denn gerade im Gesundheitsbereich ist es wichtig, den Finanzbedarf möglichst realistisch vorherzusagen. Auf Basis des verabschiedeten Katalogs, der die Vergütung medizinischer Leistungen pro Behandlungsfall regelt, errechnet der Konzern seinen Finanzbedarf pro Einrichtung und Fachabteilung. Fehlplanungen, sowohl im Falle von Mehrleistungen wie auch bei Minderleistungen, bringen erhebliche finanzielle Einbußen. 

Größter Pluspunkt ist die Erweiterung der Report-Engine der neuen Lösung. Hatte die Berichterstellung früher mitunter fünf Minuten gedauert, kann jetzt innerhalb von 20 Sekunden auf die Ergebnisse zugegriffen werden. Der mitlizenzierte Cognos Table Manager 1 wird Mitte 2012 implementiert – Mit ihm kann zukünftig auf Ebene der Kontokostenstelle und nach Einrichtung und Fachbereich getrennt geplant werden, heißt es. Dazu werden laut Hersteller auf Basis der Vorjahresprofile Prognosen erstellt und unter der besonderen Berücksichtigung der aktuellen Fallpauschalen. Eine Entscheidung, ob Agaplesion in Zukunft auch die Active Reports-Funktion nutzen möchte, steht noch aus. Da diese Berichte auch im PDF-Format bereitgestellt werden, könnten Chefärzte und Klinikleiter anhand verschiedener Drill-Funktionen selbst bestimmen, in welche Detailtiefe sie die vorhandenen Daten betrachten möchten und damit von einer besseren Übersichtlichkeit profitieren, heißt es.

Derzeit gehören deutschlandweit über 80 Einrichtungen zur Agaplesion gAG, darunter 22 Krankenhäuser mit 5.000 Betten, Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 2.800 Plätzen und 800 betreute Wohnungen, vier Hospize, fünf medizinische Versorgungszentren, fünf ambulante Pflegedienste, zwölf Krankenpflegeschulen und eine Akademie. Der Konzern beschäftigt zurzeit rund 12.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 620 Mio. Euro. 



www.agaplesion.de
www.ibm.com

Bildquelle: © Penny Mathews/sxc.hu

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