Transformation der Geschäftsprozesse

Die Zukunft des mobilen Arbeitens

Im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Experten und Unternehmensanwendern präsentierte VMware kürzlich seine Vision für die Zukunft des mobilen Arbeitens. Der Cloud-Infrastruktur- und Virtualisierungsexperte möchte mit neuen Lösungen, Services und Partnerschaften die Verantwortlichen bei der anstehenden Transformation ihrer Geschäftsprozesse unterstützen.

  • Lydia Zillmann, Avilox

    „Eine Standardlösung für die Entwicklung zum vernetzten Unternehmen gibt es nicht. Jedes Unternehmen und jedes Team sollte sich ständig reflektieren, wie es seine Arbeit noch besser gestalten kann“, betont Lydia Zillmann, Projektmanagerin für die Einführung moderner Arbeitswelten bei Avilox.

  • Christian Rudolph, Tui

    „Um moderne mobile Mitarbeiterkonzepte zu realisieren, müssen IT-Organisationen umdenken. IT-Verantwortliche müssen zulassen, dass Dinge anders werden“, erklärt Christian Rudolph, Lead Infrastructure Architect bei der TUI Group.

  • Martin Runkel, B. Braun Melsungen

    „Der Trend zur Enterprise Mobility ist ungebremst und erfordert eine umfassende Einbindung mobiler Geräte in bestehende und neue Geschäftsprozesse sowie die Integration in vorhandene Backend-Systeme“, berichtet Martin Runkel, Head of Customer Solutions & Technology bei der B. Braun Melsungen AG.

  • Ralf Gegg, VMware

    „Ein moderner Arbeitsplatz besteht nicht alleine aus einem PC oder Laptop, sondern muss alle neuen Formfaktoren wie Smartphones und Tablets unterstützen“, so Ralf Gegg, Director Enduser Computing bei VMware.

Eine im Februar 2015 veröffentlichte und von VMware in Auftrag gegebene Studie von Forrester Research untersucht die Auswirkungen auf Unternehmen und deren Haltung gegenüber digitaler Mobilität. Die Untersuchung zeigt: Wird dies allein auf Bring your own Device (BYOD) oder Apps beschränkt, verpassen Unternehmen die Chance, die Mobilität ihrer Mitarbeiter produktiv zu nutzen. Im Gegensatz dazu sollten die Verantwortlichen die Interaktionn mit Kunden und Kollegen fördern sowie die Mitarbeiter dabei unterstützen, sodass sie unmittelbar aktiv werden und unabhängig vom Standort ihre Arbeit erledigen können.

Internationale Konzerne wie die TUI Group gehen diese Herausforderung bereits aktiv an. „Wir besitzen inzwischen deutlich mehr Möglichkeiten auf Firmendaten zuzugreifen als früher“, erklärt Christian Rudolph, Lead Infrastructure Architect bei dem Touristikanbieter. Eine seiner Hauptaufgaben sieht er darin, wirkungsvolle Sicherheitsstandards zu etablieren, ohne den persönlichen Freiraum der Mitarbeiter bei der Erledigung ihrer Tätigkeiten unnötig einzuschränken.

Auch Medizinspezialisten wie die B. Braun Melsungen AG erkennen die Potentiale und betrachten die Mobilisierung ihrer Mitarbeiter sowie Prozesse als Erfolgsfaktor für eine steigende Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. „Gefragt sind umfassende IT-Konzepte vom Next-Day-Austauschservice für defekte Endgeräte bis hin zum Management des kompletten Anwendungslebenszyklus“, so Martin Runkel, Head of Customer Solutions & Technology. Seiner Erfahrung nach treffen Mobilitätskonzepte seiner bei den Arbeitnehmern auf hohe Akzeptanz. So werden in seinem Unternehmen bereits 10.000 mobile Endgeräte verwaltet. Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Airwatch-Lösungen von VMware.

Traditionelle IT-Modelle brechen auf

VMware hat seine Aktivitäten im Mobility-Sektor massiv ausgebaut. Nach den Worten von Ralf Gegg, Director Enduser Computing bei dem Anbieter, müssen sich Unternehmen heute zwei grundlegenden Herausforderungen stellen: der Bereitstellung sicherer Identity- und Access-Lösungen für eine zunehmend mobile Belegschaft sowie der Verwaltung einer wachsenden Vielfalt an Anwendungen, Daten und Geräten. „Diese Trends brechen traditionelle IT-Modelle auf, bei denen Sicherheitskontrollen für den Netzwerkzugriff der Client-Server-Ära entwickelt wurden, und nun nicht mehr den Anforderungen der Mobile-Cloud-Ära entsprechen. Da die IT wenig bis gar keine Kontrolle über die Entscheidung der Mitarbeiter hat, welches Betriebssystem sie nutzen, stellt die Identity-Verwaltung der Mitarbeiter eine Notwendigkeit dar, um Mobilität zu ermöglichen“, so Gegg.

Mit dem Identity Manager hat der Anbieter jetzt das nach eigenen Angaben branchenweit erste Identity-as-a-Service-Angebot (IDaaS) mit einer integrierten Mobility-Management- und Sicherheitslösung vorgestellt. Die Lösung ermögliche Identitätsmanagement in Unternehmen gepaart mit einem sicheren One-Touch-Zugang zu Web-, Mobile- und Windows-Anwendungen. „Sie steht als Cloud-Service oder als On-Premise-Lösung zur Verfügung und ermöglicht es Unternehmen, ihre Mitarbeiter schnell produktiv zu machen, indem sie ihnen einen Self-Service-Appstore bietet", erläutert Gegg.

Damit Organisationen nicht nur technologisch im digitalen Zeitalter ankommen und Mobilitätskonzepte ihre positive Wirkung entfalten können, gilt es nach Meinung von Lydia Zillmann, Projektmanagerin beim Beratungsunternehmen Avilox, vielfach bestehende Hürden in den Strukturen, Abläufen, in der Unternehmenskultur sowie in der Führung zu überwinden. „Der größte Stolperstein, den wir selbst ebenso wie unsere Kunden auf dem Weg zur modernen Arbeitswelt bewältigen müssen, ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kultur des Miteinanders. Wir sind der Überzeugung, dass die Einführung vernetzter und flexibler Arbeitsweisen nur dann sinnvoll ist, wenn sie erstens einem konkreten unternehmerischen Ziel dient – beispielsweise internationales Wachstum – und zweitens für die Bedürfnisse der Mitarbeiter ganz konkrete Lösungen wie weniger Informationsüberflutung oder die Möglichkeit eines Heimarbeitsplatzes anbietet“, so Zillmann.

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