Amtsübergabe am Supercomputing-Standort

Dieter Kranzlmüller ist neuer Leiter des LRZ

Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller ist der neue Leiter des Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW). Im Rahmen eines Festaktes am heutigen Donnerstag übergab Prof. Dr. Arndt Bode den symbolischen Schlüssel an seinen Nachfolger im Amt.

Dieter Kranzlmüller und Arndt Bode, LRZ

Arndt Bode, Vorsitzender des Direktoriums des LRZ (re.), übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger, Dieter Kranzlmüller.

Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller ist seit 2008 einer der Direktoren des LRZ sowie Professor für Informatik am Lehrstuhl für Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Seine Schwerpunkte in der Wissenschaft liegen auf E-Infrastrukturen mit Netz- und IT-Management, Grid und Cloud Computing, Hochleistungsrechnen sowie virtueller Realität und Visualisierung. Nach einigen Jahren in der IT-Industrie war er an den Universitäten Linz, Reading, der TU Dresden, an der École Normale Supérieure Lyon und schließlich als stellvertretender Projektleiter am Cern in Genf tätig. Kranzlmüller ist sowohl als Wissenschaftler als auch als Wissenschaftsmanager international ausgerichtet und Mitglied vieler internationaler Organisationen in der IT.

Kranzlmüller unterstützt das Center for Digital Technology and Management (CDTM), eine gemeinsame Exzellenzinitiative der LMU und der Technischen Universität München (TUM). Wie Arndt Bode im Jahr 2008, beginnt Dieter Kranzlmüller sein Amt mit der Beschaffung des Höchstleistungsrechners der nächsten Generation, SuperMUC-NG.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle würdigte in seinem Grußwort die Verdienste von Arndt Bode: „Er ist ein herausragender Forscher, Organisator und Hochschullehrer. Während seiner Amtszeit ist das Leibniz-Rechenzentrum zu einem weltweit wahrgenommenen Leuchtturm der Forschungsinfrastruktur avanciert. Mit der Inbetriebnahme des nationalen Höchstleistungsrechners ,SuperMUC‘ 2012 hat Prof. Bode eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um Garching im Verbund mit Partnerzentren in Stuttgart und Jülich zu einem Spitzenstandort des Supercomputing in Europa zu machen. In seiner Amtszeit wurden auch die Weichen gestellt, dass der Freistaat und der Bund bis 2025 jeweils weitere 75 Mio. Euro für die nächste Generation der Rechnertechnik am Leibniz-Rechenzentrum investieren. Mit Prof. Kranzlmüller übernimmt ein angesehener Wissenschaftler die Nachfolge. Er hat bereits mehrere Jahre dem Direktorium des Rechenzentrums angehört und hier das Zentrum für Visualisierung und Virtuelle Realität aufgebaut. Prof. Kranzlmüller wird das Leibniz-Rechenzentrum zu einem Big-Data-Kompetenzzentrum entwickeln.“

Ihre Anerkennung drückten ebenfalls aus: Prof Dr. Thomas O. Höllmann (Präsident der BAdW), Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TU München) und Prof. Dr. Bernd Huber (Präsident der LMU München). Mit seinem Vortrag „Citius, altius, fortius“ bereicherte Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz (Dekan der Fakultät für Informatik der TUM sowie Mitglied des Direktoriums des LRZ) den Festakt.

Arndt Bode war seit dem 1. Oktober 2008 Vorsitzender des Direktoriums des LRZ. Der Informatiker wird weltweit als Experte auf dem Gebiet der Rechnerarchitektur und des energieeffizienten Höchstleistungsrechnens geschätzt. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Hervorzuheben ist hierbei die Verleihung der Konrad-Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik 2015. Seit 1987 hat er den Lehrstuhl für Rechnertechnik und Rechnerorganisation an der TU München inne. Als Leiter des LRZ führte er dessen Weiterentwicklung vom klassischen Rechenzentrum zum modernen IT-Service-Provider fort.

Bildquelle: LRZ/Foto: A. Heddergott

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