Datenaustausch im Arbeitsalltag

Digitale Arbeitsplätze oft ineffizient

Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, schickt sich fast jeder zweite Deutsche berufliche Dokumente an die private E-Mail-Adresse, um sie außerhalb des Büros zu nutzen. Ein Fünftel der Arbeitnehmer gibt zudem an, immer noch mit veralteten Tools arbeiten zu müssen.

Junger Angesteller mit Notebook

Im Allgemeinen ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass neue Technologien Unternehmen nutzen.

Um außerhalb des Büros auf Dateien zuzugreifen, schicken 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer diese an ihre privaten E-Mail-Adressen. Zwölf Prozent legen Dokumente etc. auf dem Desktop ab, sodass sie darauf auch offline zugreifen können. Acht Prozent der Befragten nutzen laut Studie von Citrix eine persönliche Cloud, um ihre beruflichen Dateien verfügbar zu machen. Einen firmeneigenen, von der IT-Abteilung verwalteten Online-Speicher (z.B. Share Point) nutzen nur zwölf Prozent. Außerdem habe nur ein Viertel der Befragten ein Tool auf ihrem Laptop installiert, dass es ihnen erlaubt, über öffentliche WLAN-Netze zu kommunizieren.

Die Kommunikation mit Kollegen wird immer noch von Telefon und E-Mail dominiert, so die Erhebung weiter. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer melden sich am liebsten telefonisch bei anderen Mitarbeitern, 32 Prozent bevorzugen E-Mail. Interne Messenger-Lösungen (z.B. Slack) würden jedoch nur sechs Prozent nutzen. Und weiter: Wenn es um die Organisation beruflicher Kontakte geht, bevorzugt die Mehrheit (40 Prozent) die klassische Visitenkarte. Digitale Lösungen, OCR-Apps, CRM-Systeme oder die Kontaktliste des Smartphones, setzen dagegen nur rund 30 Prozent der Befragten ein.

Nachholbedarf bei Technologie

Im Allgemeinen ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass neue Technologien Unternehmen nutzen. 44 Prozent sagen neue Technologien sind essentiell, um ein Unternehmen zu stärken und die Mitarbeiter effizient arbeiten zu lassen. Für 23 Prozent sind neue Technologien meist gleichbedeutend mit Produktivitätssteigerungen, sollten aber nicht zum Selbstzweck werden. 60 Prozent geben außerdem an, dass sie neugierig sind, wenn ihre Firma alte Tools durch neue ersetzt.

Wenn es darum geht, die richtigen Tools für neue Aufgaben zu finden, vertraut die Mehrheit der Befragten (25 Prozent) auf die Kompetenz ihrer IT-Abteilung, um ein passendes Tool zu finden. 20 Prozent suchen selbst online und bitten die IT-Abteilung, ein gefundenes Programm zu installieren. Mit zwölf Prozent versucht immerhin nur eine Minderheit, auf eigene Faust Software zu installieren. Nicht zuletzt sehen die Umfrageteilnehmer die größten Probleme beim IT-Einsatz in Unternehmen bei der Verwendung von veralteten Tools (20 Prozent), dem Fehlen einer echten IT-Strategie (19 Prozent) und einer Kultur, die Technologie und IT über Fähigkeiten und Erfahrungen stellt (16 Prozent).

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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