Die passende IT-Strategie wählen

Digitalisierung, Cloud, IoT – harmonischer Dreiklang?

Digitale Transformation, Cloud, Internet of Things (IoT): Dieser Dreiklang beherrscht derzeit die Strategiediskussionen vieler Unternehmen. Doch wie können sie die richtige Wahl für den Weg in die Zukunft treffen?

Digitalisierung, Cloud und Internet der Dinge: Wie harmonisch ist dieser Dreiklang?

Digitalisierung, Cloud und Internet der Dinge: Wie harmonisch ist dieser Dreiklang?

„Im Wettbewerb um die Kunden möchten Unternehmen heute aktuelle Technologien wie Cloud und Internet der Dinge nutzen, ohne die Effizienz oder die Sicherheit zu beeinträchtigen“, erklärt Alex Fürst, Vice President DACH bei Rackspace. „Als Managed Service Provider entwickeln wir daher gemeinsam mit den Kunden jeweils passende Strategien. So analysieren, planen, designen, migrieren, verwalten und optimieren wir unterschiedlichste Systeme.“ Laut Alex Fürst sollten die Unternehmensverantwortlichen bei der Wahl der passenden Strategie und Plattform verschiedene Ratschläge beherzigen:

Die richtige IoT-Plattform

Zahlreiche Anbieter stellen heute IoT-Plattformen bereit. Hier den Überblick zu bewahren, ist aufgrund der verschiedenartigen Angebote und ständigen Aktualisierungen schwierig. Noch komplizierter wird dies durch unterschiedliche Definitionen und Herangehensweisen an das IoT. Zudem müssen konkrete Funktionsbeschreibungen von schwammigen Marketing-Aussagen getrennt werden.

Um die richtige Plattform zu finden, sollten Unternehmen daher den bewährten Ansatz durchführen, der von Ist- über Bedarfsanalyse, Marktrecherche, Lösungsvergleich und Kosten-Nutzen-Rechnungen für konkrete Einsatzszenarien bis hin zu Testinstallationen und Proof of Concepts führt. Diese Schritte sollten anhand überschaubarer Projekte angegangen werden, die einen schnellen, messbaren Nutzen versprechen. So lässt sich das Risiko reduzieren, die Einführung beschleunigen und anhand erster Erfahrungen der Prozess optimieren.

Dabei ist aber von Anfang an das größere Bild zu berücksichtigen. Schließlich muss die IoT-Plattform skalierbar, flexibel und zukunftsfähig sein, um weitere Einsatzszenarien zu unterstützen. Hier ist es wichtig, einen Vendor Lock-in, d.h. die Abhängigkeit von einem Hersteller, zu vermeiden. Die Plattform sollte daher interoperabel sein und sich über offene Schnittstellen mit neuen Technologien erweitern lassen.

Die richtige Cloud-Strategie

Im Prinzip gelten die gleichen Schritte auch für die Festlegung der optimalen Cloud-Strategie. Auch hier stehen verschiedene Lösungsansätze bereit, die sich seit Längerem bewährt haben. Diese reichen von Infrastructure, Platform und Software as a Service zur Auslagerung von Daten, Programmen und Rechenleistung bis hin zu Private, Public und Hybrid Clouds.

Flexibilität, Skalierbarkeit und Interoperabilität spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Dies bietet heute vor allem der Ansatz der Multi-Cloud. Dieser kombiniert die Cloud-Plattformen verschiedener Anbieter miteinander und garantiert somit die Unabhängigkeit von einzelnen Cloud-Plattform-Anbietern. Die Vorteile: Unternehmen können aus einem großen Pool die besten Anwendungen und Lösungen für ihre speziellen Anforderungen wählen, ohne sich an einen Provider binden zu müssen. Auch alte Anwendungen lassen sich weiterhin nutzen, ohne sie auf eine andere Plattform migrieren zu müssen.

Eine Herausforderung bildet jedoch die Verwaltung einer Multi-Cloud, da jeder Anbieter seine eigene Management-Software bereitstellt. Hier können Lösungen zur Automatisierung und Orchestrierung die Komplexität reduzieren. Alternativ lässt sich das Management an einen Dienstleister auslagern, der für einen sicheren und effizienten Betrieb sorgt – ob per Hosting, Private oder Public Cloud. Solche Managed Service Provider unterstützen Unternehmen von der Analyse und Planung über Design und Implementierung bis zu Betrieb und Optimierung. Dies geschieht in der vom Kunden gewünschten Flexibilität und Modularität.

Auf Nummer sicher gehen

Sind IoT und Cloud sicher? Hinsichtlich der Cloud lässt sich diese Frage heute positiv beantworten. Für die meisten Provider hat das Sicherheitsbedürfnis der Kunden höchste Priorität. Inzwischen sind Cloud-Rechenzentren meist besser abgesichert als so manches mittelständische Rechenzentrum. Eine Herausforderung kann jedoch die Compliance darstellen. In sensiblen Bereichen wie der Finanzbranche oder der öffentlichen Hand dürfen manche Daten nicht außerhalb Deutschlands gespeichert werden. So gewährleisten inzwischen einige Cloud-Anbieter, dass die Informationen das Land nicht verlassen – alternativ können sensible Daten im Sinne von Multi-Cloud in einem Rechenzentrum in Deutschland gespeichert werden.

Bei IoT spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Dies liegt vor allem an zwei Gründen: Zahlreiche vernetzte Maschinen, etwa in der Produktion, befinden sich seit vielen Jahren im Einsatz und mussten nicht abgesichert werden, da sie keine Verbindung zur Außenwelt hatten. Nachträglich entwickelte und aufgespielte Security-Lösungen bergen jedoch grundsätzlich eine hohe Gefahr, dass Sicherheitslücken offen bleiben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der zweite Grund ist die oft geringe Prozessorkapazität der mit dem Internet der Dinge verbundenen Geräte. Dadurch ist keine Installation mächtiger Sicherheitsprogramme möglich. Daher müssen Unternehmen, die das Internet der Dinge nutzen wollen, einen umfassenden Sicherheitsansatz entwickeln, der die Geräte mithilfe vorgeschalteter Lösungen wie Firewalls, Intrusion-Detection- und Intrusion-Prevention-Systeme oder Anti-Malware-Lösungen schützt. Zudem sind strenge Identifizierungs- und Authentifizierungssysteme, komplexe Passwörter, Zugriffsschutz, Freigabe nur bestimmter Anwendungen sowie Lösungen zur Erkennung von Anomalien nötig.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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