Forderungskatalog

Digitalisierung: SAP appelliert an Bundesregierung

Der Softwarekonzern hat sich mit einem umfangreichen Forderungskatalog an die Bundesregierung gewendet. Dort werden unter anderem der behäbige Netzausbau, Überregulierung und das deutsche Steuerrecht kritisiert.

Ein Rechenzentrum von SAP in der Außenansicht

SAP beschäftigt in Deutschland mehr als 20.000 Angestellte.

Viele können das Mantra von den hiesigen Defiziten bei der Digitalisierung nicht mehr hören, dennoch stellt das behäbige Tempo, mit dem hierzulande gewisse Teilaspekte angegangen werden, viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Das betrifft nicht nur naheliegende Faktoren wie den Ausbau der Mobilfunknetze, sondern auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, mit denen vor allem Gründer zu kämpfen haben. SAP sieht offenbar auch nicht die besten Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähige Standort gegeben, appelliert der Konzern doch laut dem Tagesspiegel mit einem Forderungskatalog an die Bundesregierung.

Das Papier streift zahlreiche Bereiche der Digitalisierung, besonders dringlich wird es aber bei der Forderung nach dem Ausbau der Gigabit-Infrastruktur. Der langsame Fortschritt würde sich hier zu einem Standortnachteil entwickeln, der die Einführung neuer Technologien behindere. Darüber hinaus scheint dem Konzern auch die KI-Strategie der Bundesregierung nicht konkret genug zu sein: Man begrüße zwar den „gesamtheitlichen und menschenzentrierten” Ansatz, erwarte hier aber konkrete Umsetzungsschritte, Erfolgsindikatoren und klar definierte Zeitpläne.

SAP kritisiert in dem Forderungskatalog auch das geringe Tempo bei der Digitalisierung der Behörden, des Bildungswesens und des Gesundheitssektors. Der Konzern beschäftigt alleine in Deutschland mehr als 20.000 Angestellte und wie die meisten IT- und Softwareunternehmen aktuell mit dem akuten Fachmange zu kämpfen.

Bildquelle: Norbert Steinhauser/SAP SE

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