Umfangreiches Sicherungskonzept

Doppeltes Netz für Lebensretter

Damit alle Daten und Dienste in der zentral betriebenen IT-Infrastruktur immer ­verfügbar sind, setzt die Johanniter-Unfall-Hilfe auf ein umfangreiches Sicherungs­konzept – und kann so auch neue Hilfsangebote schaffen.

Johanniter-Rettungssanitär im Einsatz

Zu den Aufgaben der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen u.a. der Rettungs- und Sanitätsdienst, der Katastrophenschutz und die Erste-­Hilfe-Ausbildung.

Als eine der größten Hilfsorganisationen Europas ist der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. seit 1952 in verschiedenen Bereichen aktiv. Die freiwillige Hilfsgesellschaft beschäftigt rund 22.000 Mitarbeiter und 37.000 ehrenamtlich Aktive, hat knapp 1,3 Millionen Fördermitglieder und engagiert sich national wie international. Zu den Aufgaben zählen heute der Rettungs- und Sanitätsdienst, der Katastrophenschutz und die Erste-Hilfe-Ausbildung, aber auch soziale Dienste wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen.

Für ihre Arbeit benötigen die Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe Zugriff auf unterschiedliche IT-Anwendungen. So sind etwa die Spezialisten im Auslandsdienst rund um die Uhr auf zuverlässige E-Mail-Kommunikation angewiesen, um Hilfsaktionen professionell koordinieren und Menschen vor Ort schnell mit dem Notwendigsten versorgen zu können.

Aber auch für viele andere Aufgaben ist die Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen entscheidend: Von der Planung der Fahrdienste für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bis zur Erfassung von Patientendaten im Rettungswagen laufen immer mehr Prozesse digital ab. Die neun Landesverbände der Hilfsorganisation investierten daher in den letzten Jahren strategisch in den Aufbau einer leistungsfähigen zentralen IT-Infrastruktur. „Wir haben unsere IT-Systeme in einem gemeinsamen Rechenzentrum konsolidiert und die Infrastruktur nahezu vollständig mit VMware vSphere virtualisiert“, berichtet Ralf Neumann, Bereichsleiter IT/Technik beim Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Unser Ziel war, den Betrieb unserer mehr als 100 Kernanwendungen so effizient und zuverlässig wie möglich zu gestalten.“ Dazu gehörte auch der Einsatz einer geeigneten Verfügbarkeitslösung für die rund 600 virtuellen Maschinen und 250 Terabyte an Daten. Die IT-Verantwortlichen wollten sicherstellen, dass die rund 60.000 Einsatzkräfte im In- und Ausland jederzeit auf alle benötigten Anwendungen und Informationen zugreifen können.

Verfügbarkeit: einfach, sicher und automatisiert

Als Teil der neuen Rechenzentrumsinfrastruktur und Lösung für die Datensicherung entschied sich die Johanniter-Unfall-Hilfe nach intensiven Tests für Veeam Backup & Replication. Um für die wichtigsten Kernanwendungen hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, setzen die Johanniter dabei auf eine Technologie, mit der sich virtuelle Maschinen, auch in komplexeren Konfigurationen, innerhalb von Minuten direkt aus dem bestehenden Backup neu starten lassen. Zudem ist die granulare Wiederherstellung einzelner Anwendungsobjekte für die IT-Mitarbeiter sehr viel einfacher geworden: Mit einer speziellen Lösung können sie beispielsweise verloren gegangene E-Mails oder versehentlich gelöschte Benutzerpostfächer in kürzester Zeit wieder bereitstellen. „Das ist ein riesiger Vorteil für den Alltag unserer Mitarbeiter. Im Auslandsdienst, aber auch bei Rettungs- und Katastrophenschutzeinsätzen kommt es oft auf Minuten an – ein längerer Ausfall der E-Mail-Kommunikation hätte daher gravierende Auswirkungen“, betont Bereichsleiter Neumann. Auch bei Wiederherstellungen im Microsoft-SQL-Server-Umfeld wird heute viel Zeit gespart. Mit ein paar Klicks können einzelne Dateien oder komplette Datenbanken auf einen bestimmten Zeitpunkt zurückgesetzt werden. Da diese Prozesse assistentengestützt und weitgehend automatisiert ablaufen, erfordert das kein Expertenwissen.

Für die Leistungsfähigkeit von Backup & Recovery ist aber nicht nur die Funktionalität der Software ausschlaggebend. Auch die enge Integration mit der verwendeten Hardware ist essentiell. In ihrem Rechenzentrum setzt die Johanniter-Unfall-Hilfe primär auf Komponenten inklusive einer Storage-Infrastruktur von HPE. Aufgrund der engen Zusammenarbeit der beiden IT-Anbieter integriert sich die Veeam-Lösung nahtlos in die HPE-Umgebung. Für die Erstellung von Backups greift sie direkt auf Storage-Snapshots der HPE-3PAR-StoreServ-Arrays zu. Es ist diese direkte Anbindung, die es den Johannitern auch ermöglicht, ihre Datensicherungen in extrem kurzen Intervallen und ohne Leistungseinbußen in der Produktivumgebung durchzuführen, speziell bei geschäftskritischen Anwendungen. Das Problem enger Backup-Zeitfenster gehört damit der Vergangenheit an und auch Sonderwünsche sind möglich – etwa die Sicherung aller wichtigen Anwendungen mehrmals am Tag. Damit stellt die Organisation sicher, dass bei einem Ausfall wirklich keine Daten verloren gehen.

Mehr Zeit für Innovationen

Eine weitere Funktion der neuen Lösung überprüft automatisch die Wiederherstellbarkeit von virtuellen Maschinen (VMs). Dazu werden sie in einer isolierten Umgebung gestartet und durchlaufen eine Reihe von Funktionstests. Diese Prüfprozesse können die Administratoren der Johanniter-Unfall-Hilfe sowohl für einzelne Maschinen als auch für komplette Servergruppen inklusive entsprechender Abhängigkeiten durchführen lassen. Alle Ergebnisse der Tests werden der IT-Abteilung per E-Mail zugestellt. Der Nachweis, dass die Backups ordnungsgemäß durchgelaufen sind, ist also jederzeit erbracht.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Mit der Veeam-Lösung haben wir allein im Landesverband Berlin-Brandenburg den jährlichen Aufwand für die Wartung und Sicherung unserer Systeme um fast 50 Prozent reduziert“, fasst Bereichsleiter Ralf Neumann zusammen. „Die Kollegen aus den anderen Landesverbänden berichten von ähnlichen Ergebnissen.“ Und so bleibt mehr Zeit für neue Projekte: Digitalisierung ist für die Johanniter-Unfall-Hilfe ein wichtiges Thema, bietet sie doch die Chance, Leistungsangebote noch besser, flexibler und effizienter zu den Hilfeempfängern zu bringen.

 

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ...

... ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens und als gemeinnütziger und mildtätiger Verein anerkannt. Zudem ist sie ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege und als Fachverband Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. In der Johanniter-Unfall-Hilfe engagieren sich mehr als 23.000 hauptamtliche und rund 40.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. 1,25 Millionen Menschen fördern die Hilfsorganisation.


Bildquelle: Johanniter

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