Kunden sind ahnungslos

Druckerfestplatte speichert Daten

Im Interview warnt Torsten Bechler, Produktmanager Sharp Business Solutions, dass viele Kunden nicht einmal wissen, dass in ihrem Drucker eine Festplatte integriert ist, auf der für den MFP-Betrieb Informationen gespeichert werden müssen.

Torsten Bechler, Sharp

„Kunden sind sich häufig nicht darüber im Klaren, dass es eine Funktion zum Löschen der Daten von der Festplatte gibt“, warnt Sharp-Produktmanager Torsten Bechler.

IT-DIRECTOR: Herr Bechler, in einem Beitrag von ARD Plusminus Ende letzten Jahres wurde das Thema „Datensicherheit bei Multifunktionsdruckern“ beleuchtet. Das TV-Team erwarb mehrere gebrauchte Geräte verschiedener Hersteller und konnte mittels einer kostenlosen Software sensible Daten aus dem vorherigen Gebrauch nachweisen. Was ist hier wohl seitens des vorherigen Besitzers schief gelaufen?
T. Bechler:
Kunden sind sich häufig nicht darüber im Klaren, dass es eine Funktion zum Löschen der Daten von der Festplatte gibt, die sie manuell aufrufen müssen. Um hier keinerlei Risiken einzugehen, sollte der Kunde selbst genau darauf achten, das Löschen ordnungsgemäß durchzuführen. Alternativ kann dies auch als zusätzliche Dienstleistung erworben werden. Viele Kunden wissen allerdings nicht einmal, dass in ihrem Drucker eine Festplatte integriert ist, auf der für den MFP-Betrieb Informationen gespeichert werden müssen. Diese Problematik haben wir bei unseren neuen Geräten berücksichtigt: Der Löschvorgang muss nicht länger manuell ausgeführt werden, sondern kann so eingestellt werden, dass nach jedem Druck-/Kopierauftrag die Festplatte automatisch überschrieben wird. Die Funktion „Ende der Leasing-Zeit“ setzt das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück.

IT-DIRECTOR: Wie können Anwender sichergehen, dass keinerlei Daten auf ihren ausrangierten Geräten zurückbleiben? Welche konkreten Schutzmechanismen gibt es für Multifunktionsgeräte?
T. Bechler:
Bei unseren neuen MFPs werden Daten, die auf der internen Festplatte gespeichert sind, automatisch verschlüsselt und können durch zehnmaliges Überschreiben mit Zufallsdaten sicher gelöscht werden. Wenn es an der Zeit ist, das Gerät zu ersetzen, sorgt die Funktion „Ende der Leasing-Zeit“ dafür, dass alle Daten und Set-up-Informationen permanent gelöscht werden. So verlassen keine internen Informationen das Unternehmen.

Damit unbekannte Geräte die MFPs nicht als Gateway nutzen können, kann via IP/MAC-Adressfilterung der Zugang durch die interne IT kontrolliert werden. Das SSL- und IPsec-Protokoll stellen eine sichere Netzwerkkommunikation her. Mithilfe der Security-Option „Document Control“ können Dokumente außerdem mit einem Wasserzeichen versehen werden, was eine weitere, unkontrollierte Vervielfältigung von geheimen Dokumenten verhindert. Der vertrauliche Druck hält Dokumente so lange zurück, bis der Anwender diese direkt am Gerät ausdruckt. Sensible Informationen verbleiben so nicht unbeaufsichtigt im Ausgabefach des MFPs.

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