Citrix Technology Exchange 2011 in München

Durchblick behalten in Zeiten des Wandels

Im Zeichen von Virtualisierung, Consumerization und Cloud Computing stand die ­diesjährige Citrix Technology Exchange, die am 6. und 7. Juni in München stattfand.

Citrix Technology Exchange 2011

Mehr als 600 Teilnehmer nutzten die Citrix Technology Exchange 2011 zum Know-how-Transfer und Networking mit IT-Verantwortlichen und Produktspezialisten.

Mehr als 600 Besucher nutzten die technisch orientierte Veranstaltung, um mit rund 200 nationalen wie internationalen Experten über neue Entwicklungen und Lösungsarchitekturen rund um die wichtigsten Technologietrends vom Desktop bis zur Cloud zu diskutieren. Rund 50 interaktive Workshops und Diskussionsrunden vermittelten den Teilnehmern Einblicke in die Citr­ix-Produktwelt, praxisnahe Hilfestellungen für komplexe Einsatzszenarien sowie Projekt- und Designtipps.

Gehalten wurden die jeweils 90-minütigen Sessions von Citrix-Produktspezialisten, externen Experten aus der Citrix-Community, autorisierten Citrix- Schulungsszentren (CALCs) sowie zahlreichen Citrix Technology Professionals (CTPs). IT-Organisationen müssen sich nach Ansicht von Thomas Zell, Director Sales Development bei Citrix Systems, heute mit grundlegenden Transformationsprozessen auseinandersetzen.

Zum einen, so Zell, steigen die Anforderungen durch die wachsende Vielfalt an mobilen Endgeräten, durch innovative Nutzungsmodelle wie „Bring your own device“ und durch die neue Anwendergeneration der „Digital Natives“. Zum anderen stehen IT-Verantwortliche vor der Frage, wie sie das Thema Cloud Computing in ihre Strategie integrieren sollen: Ist es heute schon sinnvoll, einzelne Dienste aus dem Web zu beziehen oder ganze Teile der Infrastruktur in die Wolke auszulagern? Wie lassen sich dabei maximale Sicherheit und Verfügbarkeit erreichen? Themen, die Zell im Rahmen seiner Keynote beleuchtete und für die er zahlreiche Lösungsstrategien aufzeigte.

Im Mittelpunkt seines Vortrags standen zudem Neuerungen für Personal, Private und Public Clouds sowie Weiterentwicklungen für Cloud-Infrastrukturen, die Citrix Ende Mai vorgestellt hatte. Dazu zählten eine Reihe neuer Citrix Receiver Clients für eine Vielzahl zusätzlicher Endgeräte mit Betriebssystemen wie zum Beispiel Google Chrome OS und HP WebOS. Wesentliche Weiterentwicklungen gab Citrix auch für das Release 2.0 von XenClient bekannt. Der Bare Metal Hypervisor für die mobile Offline-Nutzung von Desktops und Anwendungen ist in Zukunft auch mit der zweiten Generation der Intel-Prozessoren Core vPro kompatibel.

Ebenfalls neu ist die separat verfügbare Version Xen­Client XT. Durch den autarken Aufbau und die Isolation der Lösung wird die Sicherheit nochmals deutlich erhöht.
Mit Cloud Gateway stellte Citrix ferner ein neues Produkt zur einfacheren Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen und IT-Diensten vor. Durch Cloud Gateway erhalten IT-Verantwortliche volle Kontrolle über Anwendungen, die aus Public oder Private Clouds bezogen werden. Ebenfalls neu ist die NetScaler Cloud Bridge. Mit der Lösung können externe Cloud-Lösungen nahtlos an das eigene Rechenzentrum angeschlossen werden. NetScaler Cloud Bridge stellt dazu einen gesicherten „Tunnel“ zwischen eigenem Rechenzentrum vor Ort und dem externen Cloud-Anbieter bereit. Damit können Web- und Application-Server auf verschiedene Clouds verlagert werden, während wichtige und vertrauliche Information sicher im eigenen Rechenzentrum verbleiben.

Mit der kürzlich erfolgten strategischen Übernahme von Kaviza, eines führenden Herstellers von VDI-in-a-Box-Komplettlösung, möchte Citrix nach den Worten von Thomas Zell seine Position im Mittelstand stärken. Die Kaviza-VDI-Lösungen sind besonders für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet und runden das Portfolio der Citrix XenDesktop-Lösungen ab. Da die Produkte von Kaviza weder separate Desktop Virtualization Broker noch eigenen Netzwerkspeicher benötigen, richten sie sich gezielt an Unternehmen, die beispielsweise nur über einen einzelnen Standort verfügen.

Letztlich kündigte Citrix an, sein Engagement im sich dynamisch entwickelnden Open-Source-Segment weiter zu verstärken. Im Rahmen des neu gestarteten Projekts „Olympus“ möchte Citrix, basierend auf dem bestehenden OpenStack-Projekt sowie auf XenServer-Technologie, Kunden beim Aufbau von Cloud-Umgebungen auf Open-Source-Basis unterstützen. Vor kurzem hatte Citrix bereits gemeinsam mit Partnerunternehmen den offenen Standard AppFlow vorgestellt. Er liefert Informationen über den Datenverkehr im Netzwerk und erlaubt genauere Erkenntnisse über den Zustand und die Auslastung geschäftskritischer Anwendungen. „Wir haben den Scheitelpunkt des großen Umbruchs hin zu Service Delivery erreicht: Anwendungen werden schnell in der Cloud installiert, über virtuelle Desktops bereitgestellt und an eine ganze Reihe unterschiedlicher mobiler Endgeräte ausgeliefert“, erklärt Jens Lübben, Geschäftsführer Deutschland und Area Vice President der Region Central Europe, Citrix Systems GmbH.

Bildquelle: © Siegfried Dannehl

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