Corona-Pandemie

Eine Krise ohne Gewinner

Die aktuelle Krise trifft nicht jedes Unternehmen gleich. Das gilt auch für die IT-Branche, in der es durchaus Profiteure gibt. Den großen Optimismus sucht man aktuell dennoch eher vergeblich.

Eine Krise ohne Gewinner

In der Wirtschaft haben IT-Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krise eingenommen.

Mehr als drei Monate sind vergangen, seitdem sich Bund und Länder im Zuge der Corona-Pandemie auf eine umfangreiche Einschränkung sozialer Kontakte geeinigt haben. Ein absolutes Novum, das in den folgenden Monaten nicht nur spürbare Restriktionen für die Bürger bedeutete, sondern auch für viele Unternehmen weitreichende Folgen nach sich zog. Eine der offensichtlicheren Auswirkungen der Pandemie offenbarte sich schnell in den deutschen Büros, die vielerorts schon nach kurzer Zeit in die heimischen vier Wände der Angestellten umgezogen sind – ein klares Zeichen dafür, wie schnell die Position zur Digitalisierung in Krisenzeiten überdacht und korrigiert werden kann. Selbst erfahrene Branchenexperten konnten über dieses Phänomen staunen. So stellte etwa VMware-Chef Pat Gelsinger im Rahmen der T-Systems-Digitalveranstaltung „Accelerate Digital Now“ fest, dass Projekte, die bisher Jahre brauchten, plötzlich innerhalb einiger Wochen abgeschlossen werden. 

Klar ist: In der Wirtschaft haben IT-Unternehmen längst eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krise eingenommen. Kommunikations-, Kollaborations- und Cloud-Lösungen sind gefragter denn je. Unternehmen wie Microsoft blicken bei entsprechenden Angeboten auf ein deutliches Wachstum, Konzerne wie Intel profitieren derweil von der wachsenden Hardware-Nachfrage in den Rechenzentren und Home Offices. Dass die Branche trotzdem kein Gewinner der Krise ist, zeigt u. a. der Digitalindex des Bitkom. Die aktuelle Geschäftslage wird demnach zwar von vielen ITK-Unternehmen noch als akzeptabel wahrgenommen, besonders optimistisch blickt aber kaum jemand in die Zukunft. Die Verunsicherung ist nachvollziehbar, hängt der geschäftliche Erfolg in der B2B-Branche doch unmittelbar mit der wirtschaftlichen Lage der Partner und Kunden zusammen. Geht es diesen schlecht, spüren es auch die Software- und Hardware-Dienstleister – erst recht in Zeiten von bedarfsorientierten „As a Service“-Modellen. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05-06/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Während die Anwender flexible Modelle benötigen, in denen sie ihr Lizenzvolumen den Umständen entsprechend anpassen können, müssen die Anbieter wiederum Mittel und Wege finden, um die Kunden auch in Krisenzeiten nachhaltig an das eigene Ökosystem zu binden. IT-DIRECTOR blickt in dieser Ausgabe u. a. auf Strategien und Lösungen, mit denen diese Herausforderungen gemeistert werden können.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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