Österreichische Post managt Bestände mit Logomate

Eine Million Lagerartikel landesweit verteilt

Von einer dezentralen Lösung zu einer zentral gesteuerten Disposition für eine Million Stock Keeping Units – diesen Wandel vollzog die Österreichische Post in nur sechs Monaten.

Österreichische Post managt Bestände mit Logomate

Bei der Umsetzung einer zentral gesteuerten Disposition setzt die Österreichische Post auf Logomate von Remira.

Gelungen sei das mit der Bestandsmanagementsoftware Logomate von Remira, mit der die Lagerartikel an die landesweit 450 Filialen und 1.350 Post Partner verteilt werden. Die Bestände seien durch die Einführung der Lösung bereits um zehn Prozent gesenkt worden, gleichzeitig habe sich die Verfügbarkeit je Artikel um bis zu 15 Prozent erhöht. Während der gesamten Projektumsetzung sei die Österreichische Post von dem Remira-Vertriebspartner Arbor Management Consulting GmbH vor Ort betreut worden. 

Die Österreichische Post sorgt nicht nur dafür, dass Briefe und Pakete vom Sender zum Empfänger gelangen. Der österreichische Logistik- und Paketdienstleister bietet auch ein breites Warensortiment zum Verkauf an, zu dem neben Briefmarken und Verpackungsmaterialien unter anderem Handys, Bücher, CDs und saisonale Artikel gehören. Insgesamt eine Million Stock Keeping Units verwalte das Unternehmen an den zwei Wiener Lagerstandorten für seine 450 Filialen und 1.350 Post Partner im ganzen Land. Bei der Verteilung der Waren sei Fingerspitzengefühl gefragt. „Unsere Filialen und Partner verkaufen sehr unterschiedliche Mengen an Artikeln“, erklärt Stefan Nemeth, Leitung Philatelie & Sortimentsmanagement bei der Österreichischen Post. „Während die Filialen jeweils rund 2.000 Produkte im Sortiment haben, sind es bei den Post Partnern allein aufgrund deren geringerer Größe deutlich weniger.“ Um sich mit den benötigten Mengen zu versorgen, orderte bisher jeder Standort seine Waren eigenständig. Das Sortimentsmanagement lag in der Verantwortung der Unternehmenszentrale. „Diese Prozesse waren sehr zeitaufwändig. Außerdem führte die dezentrale Abwicklung dazu, dass einige Artikel zu hohe Reichweiten von bis zu zwölf Monaten hatten. Das hat unsere Bestände unnötig in die Höhe getrieben und viel Kapital gebunden“, beschreibt Stefan Nemeth. Aus diesem Grund entschied die Österreichische Post, ihre Disposition zu zentralisieren. Dafür sei ein zentrales Dispositionsteam in der Unternehmenszentrale gegründet worden: die Produktionssteuerung und Logistik. Wichtigstes Arbeitsinstrument der Mitarbeiter sei die neu eingeführte Bestandsmanagementsoftware.

Zweistufige Disposition

Die Disposition bei der Österreichischen Post erfolge zweistufig: Zum einen würden auf Basis der Bestandsentwicklung im Lager und der Lieferzeiten einzelner Artikel Bestellvorschläge für die Lieferanten generiert. Zum anderen werde aus dem Lager an die Filialen und Post Partner disponiert. Beide Herausforderungen manage das Unternehmen mit Logomate. Herzstück des digitalen Bestandsmanagements sei die qualitative Absatzprognose. Diese berechne unter Berücksichtigung der Verkaufshistorie die Absatzentwicklung auf Artikelstandortebene und liefere den Mitarbeitern präzise Bestellvorschläge. „Auf diese Weise versorgen wir unsere Niederlassungen nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern liefern Waren rein bedarfsbezogen. Aufgrund der unterschiedlichen Größe unserer Standorte ist das extrem wichtig“, präzisiert Stefan Nemeth. Das gesamte Standardsortiment, wie Briefmarken, Paketboxen und Büroartikel, disponiert die Österreichische Post mittlerweile automatisch. Dabei müssten die Bestellvorschläge nur durch einen Disponenten geprüft und freigeben werden – eine große Zeitersparnis im Tagesgeschäft. Einmalartikel wie Zeitschriften, CDs oder DVDs, die nicht nachbestellt würden, verteile die Software absatzgerecht an die Filialen. Dabei unterstütze ein Verteilmodul, das anhand frei wählbarer Parameter die erforderlichen Warenmengen berechnet. So würden Rückläufer und Restbestände vermieden, die nicht mehr verkauft werden können.

Mehr Zeit fürs Tagesgeschäft

Seit der Einführung der Software habe die Österreichische Post ihre Bestände bereits um zehn Prozent gesenkt – bei einer gleichzeitigen Steigerung der Verfügbarkeit um bis zu 15 Prozent. Das liege unter anderem an einer höheren Bestandsgenauigkeit, d. h., es würden nur noch solche Artikel bevorratet, an denen tatsächlich ein Bedarf bestehe. In der Folge habe das Logistikunternehmen sowohl die Sicherheitsbestände als auch die Wahrscheinlichkeit von Stock-outs reduzieren können. Durch die zentrale Abwicklung der Verteilprozesse entfalle für die Mitarbeiter in den Filialen und bei den Post Partnern außerdem der aufwändige Dispositionsaufwand. Sie haben nun mehr Zeit, sich in Verkauf, Inventur und Kundenbetreuung einzubringen.

Bildquelle: W. Streitfelder für Österreichische Post AG

©2018Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok