Independent Software Vendors

Einfache oder flexible Lizenzierungsmodelle?

Die Tage, in denen Software-Anbieter ausschließlich Kauflizenzen anbieten konnten, sind vorbei. Um Kundenwünschen und dem Wettbewerbsdruck gerecht zu werden, müssen Independent Software Vendors (ISVs) eine immer größere Auswahl an ­Softwarelizenzen anbieten, ohne dabei den Überblick zu verlieren.

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Für den normalen Anwender sind einfache Preismodelle erforderlich.

Je mehr Wert eine Software erzeugt und je höher die Ausgaben des Kunden für deren Lizenzierung sind, desto mehr Flexibilität bieten Softwarelizenzierungsmodelle. Bei großem Wettbewerbsdruck muss der Anbieter mit differenzierten Angeboten die Erwartungen seiner Kunden erfüllen. Ein Beispiel für einen wettbewerbsorientierten Bereich ist ERP (Enterprise Resource Planing). Sobald Kunden zusätzliche Funktionen der ERP-Applikation hinaus nutzen, berechnen Anbieter hier mehr Gebühren. Es wäre also zu erwarten, dass Lizenzierungsmodelle immer komplexer werden müssen, wenn Märkte immer wettbewerbsgetriebener werden. Dies ist allerdings nur richtig in Bezug auf High-End-Anwendungen. Die Mehrheit der Produkte ist davon nicht betroffen. Beispiel Telefongebühren:

Telekommunikationsunternehmen haben die Möglichkeit, detailliert nach Gebrauch abzurechnen. Dennoch wird der Konsumentenmarkt von Pauschalpreisen dominiert. Hierfür gibt es vor allem einen Grund: Das Angebot wurde im Laufe der Zeit sowohl für Nutzer als auch für Anbieter selbst zu komplex und umfangreich. Für den normalen Anwender sind einfache Preismodelle erforderlich. Bei Unternehmenskunden hingegen gibt es anspruchsvollere Preissysteme. Nutzen und Kosten sind dort wichtiger als Komplexität. In diese Richtung treibt es auch ISV-Preismodelle: Für den Massenmarkt gibt es simple, nutzerbasierte Abonnements und für die Software des High-End-Kunden flexible Lösungen mit multiplen individualisierten Parametern. Zur Folge hat dies weniger Kosten bezüglich der Komplexität im konkurrenzgetriebenen Volumengeschäft. ISVs müssen eine Lizenzierungsinfrastruktur, wie sie etwa Gemalto anbietet, implementieren, die ihnen beides ermöglicht: simple und flexible Preismodelle. Nur so gehen sie auf die Anforderungen des Marktes ein.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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