Danone analysiert Energiebilanz mit SAP

Einzigartiges Konzept

Gemeinsam mit SAP hat Danone eine innovative Lösung zur Messung der Umweltbilanz des Lebensmittelkonzerns entwickelt.

Blätter, Bildquelle: Andreas Dengs, Essen (Ruhr)/pixelio.de

Im Jahr 2008 hatte sich Danone das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2012 seine weltweite CO²-Bilanz entlang der gesamten Lieferkette um 30 Prozent zu verringern – angefangen bei Werksanlagen über Verpackungen und die Entsorgung leerer Verpackungen bis hin zu Transport und Lagerhaltung. „Mit unseren aktuellen Lösungen haben wir keine Möglichkeit, die Messung unseres Kohlendioxidausstoßes, die wir für jedes Produkt ausführen, mit unseren IT-Systemen zu verbinden“, so Jean-Marc Lagoutte, CIO, IT Systems, Danone. „Danone hat nun ein einzigartiges Konzept zur Messung seiner CO²-Emissionen etabliert und arbeitet weltweit mit einer zentralen SAP-Plattform. Da sich die SAP für Nachhaltigkeit stark macht, hat sie den Grundstein für Innovation in diesem Bereich gelegt; deshalb war die Zusammenarbeit ein logischer Schritt.“

Die gemeinsam von Danone und der SAP entwickelte Lösung soll nun vollständig in die Systeminfrastruktur des Lebensmittelriesen integriert sein. 80 Prozent der im Produktlebenszyklus gesammelten Daten werden automatisch erfasst. Ziel ist es laut Unternehmen, der Betriebsleitung aussagekräftige Daten an die Hand zu geben, mit denen sie langfristig planen und mehr für umweltverträgliche Nachhaltigkeit tun kann – ganz gleich, ob es um Produktentwicklung, Rohstoffauswahl, Beschaffung, Transport oder um Investitionen geht. Die erfassten Daten können geprüft und vollständig zurückverfolgt werden. Sie werden monatlich aktualisiert und liefern einen Überblick in Echtzeit.

„Mit dieser Lösung wird die Energiebilanz zum Thema eines jeden Mitarbeiters. Durch die Analyse des gesamten Produktlebenszyklus arbeiten nun alle auf ein gemeinsames Ziel hin: die Senkung unseres Kohlendioxidausstoßes“, erläutert Myriam Cohen-Welgry, VP, Danone Nature. „Da die Analyse jetzt in unsere IT-Infrastruktur eingebettet ist, arbeiten wir mit einer besseren Entscheidungsgrundlage. Darüber hinaus stärkt sie insgesamt den Wandel im Unternehmen. Erst kürzlich konnten wir die Emissionssenkungsziele in das System integrieren, mit dem die Bonuszahlungen für die Geschäftsleitung kalkuliert werden.“

Die neue SAP-Lösung wurde zunächst in Spanien bei zwei Unternehmen des Danone-Konzerns pilotiert, danach in zwei weiteren Molkereien in Belgien und dem Tochterunternehmen Stonyfield Farm, größter US-Produzent von Biojoghurt. Bis Ende des Jahres wird die neue Lösung in 40 Geschäftseinheiten von Danone eingesetzt. Dies entspricht 70 Prozent des Umsatzes und 35.000 Produkten von Danone. Das Unternehmen plant die weltweite Einführung der Lösung, um seine vier Geschäftsbereiche komplett abzudecken: Milchfrischeprodukte, Wasser, Babynahrung und medizinische Nahrung.

„Die Zusammenarbeit mit Danone ist ein guter Beweis dafür, wie die SAP auf der ganzen Welt dabei hilft, die Abläufe in der Weltwirtschaft zu verbessern – sowohl aus ökologischer als auch finanzieller Perspektive“, so Peter Graf, Chief Sustainability Officer, SAP. „Wir sind stolz auf unsere Kooperation mit Danone. Denn genau wie wir legt dieses Unternehmen einen großen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit.“ Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen dabei nicht nur dem Kunden zugute kommen, sondern werden auch in eine neue SAP-Lösung fließen. So wollen beide Unternehmen auch anderen dabei helfen, neben ihrer ökologischen und finanziellen Bilanz auch den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu optimieren.

www.danone.de
www.sap.com

Bildquelle: Andreas Dengs, Essen (Ruhr)/pixelio.de

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