Modus Consult implementiert Dynamics NAV

ERP-System optimiert die Geschäftsprozesse

Durch die Einführung der ERP-Lösung Dynamics NAV wollte die R. Stahl Gruppe nicht nur ihre ­Geschäftsprozesse verschlanken und optimieren, sondern auch eine einheitliche und transparente Datenhaltung schaffen. Als Implementierungspartner stand Modus Consult aus Gütersloh dem Unternehmen zur Seite.

Server, Bildquelle: R. Stahl Gruppe

R. Stahl Gruppe: Weltweit optimierte Geschäftsprozesse dank neuem ERP-System

Die R. Stahl Gruppe ist ein Anbieter von Komponenten, Produkten und Systemen für den elektrischen Explosionsschutz. Operative Tochtergesellschaften in 20 Ländern und mehr als 50 Vertretungen weltweit sichern den Vertrieb rund um den Globus sowie die Betreuung der Kunden vor Ort. Dabei arbeiteten die Auslandsgesellschaften früher mit unterschiedlichen Anwendungen: Reporting, Ablaufprozesse und Stammdatenpflege verlangten einen hohen manuellen Aufwand, gleichzeitig war der Einblick in die weltweiten Abläufe und Zahlen sehr eingeschränkt. Daher entschied sich das Unternehmen für die Einführung von Microsoft Dynamics NAV plus der Branchenlösung Modus Engineering in den einzelnen Auslandsgesellschaften.

Dezentrale Führungsstrukturen bringen insbesondere für internationale Unternehmen enorme Vorteile mit sich: Der Vertrieb ist nah am Markt und Entscheidungen werden vor Ort getroffen. Doch die Freiheit birgt auch Nachteile: So erschwerten bei R. Stahl mehr als zehn verschiedene Softwaresysteme in den internationalen Tochtergesellschaften den Blick auf Benchmarking, Synergieeffekte oder Prozessoptimierungspotential. Auch die Stammdatenpflege, die Transparenz von Daten und vor allem das Reporting gestalteten sich sehr aufwendig. Vor diesem Hintergrund entschied man sich dazu, die Konzernsoftware um eine internationale, mittelständische Standardsoftware zu ergänzen, die idealerweise auch die typischen Branchenanforderungen abdeckt.

ERP-System sorgt für einheitliche Daten

Ziel des Projekts war es, nach der Einführung von schlanken und optimierten Geschäftsprozessen sowohl von einer einheitlichen Datenhaltung als auch von transparenten Managementinformationen zu profitieren. Alle diese Anforderungen erfüllt das ausgewählte ERP-System: flexible Programmstruktur, einfache Anpassung an die Konzernsoftware und das Vertriebssystem Microsoft CRM sowie die einfache Bedienung und internationale Verfügbarkeit der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware. Dagegen hätte eine weltweite Einführung der Konzernsoftware die mittelständischen Strukturen des Tochternetzwerkes zu stark belastet.

Mit Dynamics NAV und der Branchenlösung gelang es dem Unternehmen erstmals, Prozesse und Reporting auch international zu vereinheitlichen und redundante Datenpflege zu vermeiden. „Bei diesem ERP-System ist es aus meiner Erfahrung so, dass unsere Mitarbeiter in kurzer Zeit vollständig eigenständig mit dem System arbeiten können. Diese Erfahrung machen wir in China genauso wie in den USA oder in Europa“, berichtet Matthias Hille, internationaler Projektmanager bei R. Stahl.

ERP-System mit Branchenausrichtung

Mit der internationalen Implementierung der Software beauftragte man den Microsoft-Partner Modus Consult AG. Neben den Anforderungen an die Software fiel die Entscheidung für das Unternehmen auch deshalb, da der Anbieter auf Basis des ERP-Systems bereits eine Branchenlösung entwickelt hatte, die die projektspezifischen Anforderungen optimal unterstützt. Für die internationale Einführung entwickelte das Projektteam ein Schichtenmodell, das auf beiden Lösungen basierte. Zunächst handelte es sich um eine Schablone, die den Teil an betriebsspezifischen Zusatzfunktionen enthielt, der an allen Standorten benötigt wird. Anforderungen an die lokale Rechnungslegung, die Sprache, aber auch an individuelle Anpassungen setzte man mithilfe von lokalen Microsoft-Partnern um.

„Mit dem Programmstandard, der Branchenlösung und unserem Template erreichen wir einen Deckungsgrad von ca. 90 Prozent. Dadurch sinken Anpassungsaufwand und Einführungszeiten, was sich wiederum in der Reduzierung der Gesamtkosten widerspiegelt“, erläutert Matthias Hille. Mit dem Aufbau einer einheitlichen Systemlandschaft konnte das Anwenderunternehmen mehrfach profitieren, etwa von straffen Reporting-Prozessen oder einem Überblick auf die stücklistenbezogene Montage der Produkte unter Berücksichtigung der Lagerkapazitäten und des termingerechten Teileabrufs.

Für die Zukunft kann sich die Unternehmensgruppe aus Waldenburg gut vorstellen, die Zusammenarbeit mit beiden Anbietern weiter auszubauen. Heute sind u.a. die USA, China, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, England, Frankreich und Italien im Echtbetrieb – weitere Länder sollen folgen: „Neue Gesellschaften können wir – wenn es schnell gehen muss – in wenigen Wochen integrieren. Damit ist die grundsätzliche Basis für das künftige Unternehmenswachstum gelegt“, erklärt Hille abschließend.

Die R. Stahl Gruppe
Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Anbietern von elektrischen und elektronischen Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Typische Anwender sind Wachstumsbranchen wie die Öl- und Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelbranche. Rund 1.700 Mitarbeiter erwirtschafteten 2012 weltweit einen Umsatz von 291 Mio. Euro.
www.stahl.de

www.modusconsult.de

www.microsoft.com

Bildquelle: R. Stahl Gruppe

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok