Malteserorden entscheidet sich für Appsense

Erste Hilfe aus der Cloud

Die IT-Organisation des Malteserordens sieht sich vor der Aufgabe, das Leistungsangebot im Bereich Gesundheits-, Sozial- und Hilfsorganisationen jeden Tag zu unterstützen. Mit dem Ziel, die vielfältigen Leistungen der Einrichtungen und Hilfsdienste durch IT-Lösungen weiterzuentwickeln, wurde im vergangenen Jahr die Erneuerung der IT in Angriff genommen – die Strategie für die kommenden Jahre heißt Malteser Smart.IT.

Malteser-Mitarbeiterin, Bildquelle: Malteserorden

Das Smart.IT-Konzept umfasst die Neuausrichtung aller wichtigen IT-Services und ist dabei ganz auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet. Ein Teilbereich ist die Modernisierung der PC- und Serverstruktur und der gesamten Vernetzung. Egal ob Windows-PC, iPad oder Android-Smartphone: Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter können in Zukunft beliebige Endgeräte für ihre Aufgaben nutzen – einschließlich privater Geräte.

Beim Betrieb der Infrastruktur setzt die IT-Organisation künftig auf einen Hybrid-Cloud-Ansatz: Die zentral bereitgestellten IT-Anwendungen im Rechenzentrum werden dazu mit Standard-Lösungen aus der Public Cloud kombiniert. Einer der ersten Schritte des Smart.IT-Projekts war, die Private-Cloud-Infrastruktur für den Betrieb von rund 300 Applikationen technologisch weiterzuentwickeln. „Die Restrukturierung unserer Private-Cloud-Umgebung umfasste den Wechsel auf das neue Server-Betriebssystem Windows Server 2008 R2, die Aktualisierung der Citrix XenApp-Infrastruktur für die zentrale Anwendungsbereitstellung sowie ein Update der VMware Virtualisierungs-Plattform“, erklärt Andreas Zander, Leiter des Bereichs IT-Infrastruktur bei Malteser. „In diesem Zusammenhang wollten wir auch das Management der Benutzerprofile grundlegend neu gestalten.“

Neuausrichtung der Benutzerverwaltung

Die IT-Organisation entschied sich dafür, im Zuge der Restrukturierung die Lösungen der Produktfamilie AppSense DesktopNow einzuführen. Ziele waren vor allem, den Anwendern eine durchgängige und konsistente Personalisierung ihrer Arbeitsumgebung zu ermöglichen – und gleichzeitig den Aufwand für die Administration der Benutzereinstellungen zu minimieren.

„Wir sind nun in der Lage alle benutzerrelevanten Informationen von der Betriebssystem- und Applikationsebene zu abstrahieren und zentral zu verwalten“, sagt Zander. „Die persönlichen Einstellungen können wir dann plattformübergreifend auf jedem Desktop und jedem Endgerät bereitstellen und dabei auch kontextabhängige Optionen wie Ort, Zeit und Endgerät berücksichtigen.“

In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass Anwender, die an unterschiedlichen Standorten tätig sind, an jedem IT-Arbeitsplatz ihren persönlichen Desktop mit allen individuellen Softwarekonfigurationen vorfinden. Gleichzeitig werden Einstellungen wie die Druckerkonfiguration automatisch angepasst, so dass der Benutzer nach einem Standortwechsel sofort an einem Drucker im lokalen Netzwerk drucken kann.

Durch den Einsatz der AppSense-Lösung verkürzen sich zudem die Login-Zeiten bei der Anmeldung am Desktop. Die neue Technologie lädt nicht schon beim Start des Desktops sämtliche Profildaten herunter, sondern streamt applikationsspezifische Konfigurationen erst beim Start der jeweiligen Anwendung auf den Desktop. Die durchschnittlichen Anmeldezeiten konnten so von knapp einer Minute auf etwa 15 Sekunden reduziert werden. „Gerade im klinischen Bereich, wo Ärzte ständig zwischen verschiedenen Stationsrechnern wechseln müssen, macht der schnellere Anmeldevorgang einen großen Unterschied aus“, berichtet Zander.

Reduzierter Support-Aufwand

Für die IT-Organisation hat sich seit der Implementierung der laufende Administrations- und Wartungsaufwand verringert. In der neuen Umgebung treten kaum noch Störungen auf. Zudem können die Support-Mitarbeiter heute bei Profilbeschädigungen sehr viel präziser reagieren: Benutzereinstellungen lassen sich individuell für jede einzelne Applikation zurücksetzen – so gehen beispielsweise beim Reset der Word-Konfiguration nicht die Favoriten im Webbrowser verloren.

Auch die individuellen Benutzerberechtigungen lassen sich nun wirksam managen. Dies wird vor allem in der nächsten Phase von Smart.IT eine wichtige Rolle spielen, wenn auch ehrenamtliche Malteser-Mitarbeiter in die zentrale Infrastruktur integriert werden sollen. Die Ehrenamtlichen arbeiten heute weitgehend mit eigener Hardware und kümmern sich selbst um die Administration ihrer Arbeitsumgebung. Künftig sollen sie von diesen Aufgaben entlastet werden und alle benötigten Applikationen und Werkzeuge als Services über die Hybrid-Cloud-Infrastruktur der Malteser erhalten. „Wir müssen dabei natürlich sicherstellen, dass auch auf den privaten Endgeräten unsere IT-Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden“ so Zander. „Die neue Technologie macht es möglich, alle individuellen Berechtigungen beim Anwendungszugriff zentral zu verwalten. Gleichzeitig wird die notwendige Skalierbarkeit geboten, um eine große Anwenderzahl unterstützen zu können.“


Malteserorden
Die Gesundheits-, Sozial- und Hilfsorganisationen des Malteserordens decken ein breites Aufgabengebiet ab. Das Leistungsangebot reicht von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen über Krankentransporte, Rettungsdienste und Katastrophenschutz bis hin zu ambulanter Pflege, sozialer Betreuung und vielen weiteren Diensten und Hilfsangeboten im In- und Ausland. Alleine in Deutschland sind 22.000 hauptamtliche Beschäftigte sowie mehr als 44.000 ehrenamtliche Mitarbeiter für die Malteser tätig – und dies an über 700 Standorten.
Im Internet: www.malteser.de


Bildquelle: Malteserorden

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