Schengener Informationssystem

Europäische Sicherheit

Steria stellt die zweite Generation des Schengener Informationssystems SIS II für die Europäische Kommission bereit.

Steria und die Europäische Kommission haben die Inbetriebnahme der zweiten Generation des Schengener Informationssystems (SIS II) bekannt gegeben. Das neue System soll nationalen Grenzkontrollbehörden, Zoll und Polizei den Austausch von Informationen zu Kriminalität, nationaler Sicherheit und Immigrationsfragen ermöglichen. SIS II ersetzt die Vorgängerversion SIS I und will die Grenzkontrollen im Schengen-Raum weiter vereinheitlichen sowie den Informationsaustausch zwischen den Schengen-Staaten transformieren.

Das Schengener Informationssystem der zweiten Generation, das durch ein internationales Konsortium von Steria und HP unter der Leitung Sterias entwickelt wurde, hat bereits am 9. April 2013 den Betrieb aufgenommen. Mit SIS II sei der Schengen-Raum nun auf dem neuesten technischen Stand: Mit verbesserter Funktionalität und Skalierbarkeit soll das System den Informationsaustauch der Schengen-Staaten zu Kriminalität, nationaler Sicherheit und Integrationsfragen verändern und die Sicherheit der Außengrenzen wahren.

Drei Komponenten

SIS II besteht aus drei Komponenten – einem zentralen System, den nationalen Systemen der Schengen-Staaten sowie einer Kommunikationsinfrastruktur, die das Zentralsystem mit den nationalen Systemen verbindet. Das Zentralsystem dient allen 29 Schengen-Ländern als gemeinsame, zentrale Plattform für die Informationseingabe und ist mit allen nationalen IT-Systemen des Schengen-Gebietes verbunden. So sollen Grenzkontrollbehörden, Zoll und Polizeibehörden der Mitgliedsstaaten Informationen über verschiedenste Themen der inneren Sicherheit austauschen – z.B. zu schweren Verbrechen, Diebstählen und vermissten Personen.

Neue biometrische Datentypen

Außerdem will SIS II den Schengen-Staaten die Möglichkeit bieten, künftig auch neue Datentypen wie z.B. biometrische Daten einzubinden. Die Länder können neue Warnungen bei mutmaßlichen kriminellen Aktivitäten einrichten und diese mit vorhandenen Hinweisen zu Einzelpersonen oder Fahrzeugen verknüpfen. Außerdem können bei Einträgen zu Personen, die verhaftet, übergeben oder ausgeliefert werden sollen, Kopien Europäischer Haftbefehle angehängt werden, so dass die zuständigen Behörden ihre Folgeaktivitäten schneller und einfacher durchführen können.

Einige Mitgliedsstaaten und assosziierte Länder (Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Finnland, Rumänien, Frankreich, Slowenien und Großbritannien) haben Steria auch mit der Lieferung einer Standard-Lösung zur Anbindung an das Zentralsystem beauftragt. Mit der Erweiterung des Schengen-Raumes sollen sich neue Mitgliedsstaaten wie Kroatien und zentrale Institutionen wie Europol und Eurojust einfach in das System aufnehmen lassen. Außerdem hat Steria einen Converter für das Vorgängersystem SIS I und die neue Lösung geliefert. Dieser verspricht eine stabile Datenmigration und die Inbetriebnahme von SIS II durch die Implementierung eines Sicherheitsnetzes, falls es bei einigen Mitgliedsstaaten zu Migrationsproblemen gekommen wäre.

Erfahrener Anbieter

Das Unternehmen hat bereits das Visa-Informationssystem für die Europäische Kommission geliefert, das Biometrie-System Eurodac zur Bearbeitung von Einwanderungs- und Asylanträgen auf europäischer Ebene implementiert und ein Vorgangsmanagementsystem für die norwegische Polizei bereitgestellt.

www.steria.com

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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