Heliot übernimmt Sigfox Germany

Europas größtes 0-G-Netz

Der europäische Infrastrukturmanager Cube steigt beim Sigfox 0G-Netzbetreiber und IoT-Lösungsanbieter Heliot ein. Das Investment von Cube erlaubt dem Schweizer Unternehmen Heliot gleichzeitig die Übernahme des 0G-Netzes von Sigfox in Deutschland. Damit bilde Heliot das größte Sigfox-0G-Netz Europas.

IoT-Netz

Das Investment von Cube erlaubt dem Schweizer Unternehmen Heliot gleichzeitig die Übernahme des 0G-Netzes von Sigfox in Deutschland.

Riesen-Deal für junges Schweizer Unternehmen: Cube Infrastructure Fund II, ein auf Infrastrukturinvestments spezialisierter, europäischer Investmentfonds, steigt bei Heliot ein. Cube ist europaweit aktiv und verwaltet 2,6 Milliarden Euro für institutionelle Anleger. Im Rahmen dieser kombinierten Transaktion erwirbt Cube indirekt 86 Prozent der Anteile am 0G-IoT-Netzwerkanbieter. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Investment erlaubt dem Schweizer Unternehmen Heliot gleichzeitig die Übernahme des 0G-Netzes von Sigfox in Deutschland. Damit vereint der 0G-Netzbetreiber und IoT-Lösungsanbieter die 0G-Netze der vier Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein und bildet so das größte 0G-Netz Europas. Ziel sei es, das Wachstum dieser essenziellen und exklusiven IoT-Infrastruktur in seinen europäischen Kernmärkten zu beschleunigen.

Schon heute ermögliche Heliot mit seinem LPWA-Netzwerk eine schweizweite Abdeckung für IoT-Anwendungen in Branchen wie etwa der Logistik, der Landwirtschaft, dem Handel und der Industrie. In Deutschland bestehe derzeit eine Netzabdeckung zu 88,4 Prozent in der Fläche und 85,9 Prozent in Bezug auf die Bevölkerung (Stand August 2020). Kunden hätten kostenlosen Zugriff auf das weltweite 0G IoT-Netzwerk sowie ein End-to-End-Ökosystem mit mehr als 750 Sensoren und Analyse-Tools für die Erfassung und Auswertung der Daten.

Das 0G-Netz sei eine nachhaltige und günstige Basis, um Objekte des Alltags in Digitalisierungsprozesse von Unternehmen, Organisationen, aber auch von Haushalten, einzubinden. Dazu senden entsprechende IoT-fähige Devices 12-Byte-Nachrichten über das auf der Sigfox-Technologie basierende 0G-Netz und übermitteln Informationen zum Zustand oder Position des Objektes an das Internet – und das ganz ohne die Nutzung von teurem 3/4/5G Mobilfunk. So können Paletten aller Art, Fässer, Rollkäfige, Einkaufswagen, Feuermelder, Wasserzähler, Wetterstationen und sogar Bienenstöcke und Briefkästen über mehrere Jahre hinweg mit einer Batterieladung sparsam und effizient Daten an ihre Nutzer senden.

Obwohl der breiten Öffentlichkeit noch eher unbekannt, setzen bereits jetzt Unternehmensgrößen wie DHL, Airbus, Free TV, Verisure, Loscam, Nicigas, ebenso wie Automobilhersteller und Supermarktketten in Europa auf die 0G-Technologie.

Intelligente Alternative zu 5G

Die globale 0G-Lösung biete eine intelligente Alternative zum neuen, energieintensiven 5G-Mobilfunkstandard. Die Sigfox-Technologie nutze eine Niederfrequenz-Funktechnologie, die kleine Nachrichten über große Entfernungen transportieren kann. Dabei senden modernste Sensoren ihre Informationen mit bis zu 140 Nachrichten á 12 Bytes pro Tag an das Sigfox 0G-Netzwerk – in 72 Ländern an rund 21 Millionen Geräte. Damit sei die Technologie stromsparend, kostengünstig, nahezu wartungsfrei und für die große Masse der IoT-Anwendungen geeignet. Internationale Firmen wie Michelin nutzen bereits die Sigfox-Technologie, die sich in vielen Anwendungsfällen schon heute als nachhaltige Alternative zum 5G-Mobilfunknetz erweist und bereits in allen Bereichen rund um die Industrie 4.0 Anwendung findet.

Die Sigfox-Technologie habe deutlich weniger Strahlung als ein normales WiFi-Gerät, gleichzeitig eine größere Reichweite und lasse, ähnlich einem „Nadelöhr“, nahezu keine Stör- und Cyberangriffe zu. Daher sei diese Technologie nicht nur für industrielle Anwendungen, sondern auch als einfachere Alternative oder Ergänzung zu Projekten in Bereichen wie Smart City, Smart Facility oder auch zum Beispiel bei der Betreuung älterer Mitmenschen einsetzbar.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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