IT-Spezialisten verzweifelt gesucht

Fachkräftemangel in der IT-Branche

Nach wie vor suchen die IT-Verantwortlichen hiesiger mittelständischer sowie großer Unternehmen händeringend nach geeigneten IT-Spezialisten. Doch wo könnten sie fündig werden, um dem IT-Fachkräftemangel entgegenzuwirken?

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In Deutschland werden rund 41.000 IT-Spezialisten gesucht.

Im vergangenen November bestätigte der Hightech-Verband Bitkom, dass in Deutschland rund 41.000 IT-Spezialisten gesucht werden. Damit stieg die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um weitere fünf Prozent an. Während in der ITK-Branche selbst ca. 16.500 Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, sind in den Anwenderbranchen laut Verband bis zu 24.500 Stellen vakant. IT-Entscheidungsträger, die sich nun auf die Suche nach qualifiziertem IT-Personal ­machen, können verschiedene Möglichkeiten nutzen.

So erweisen sich neben der Ausbildung eigener IT-Spezialisten auch interne Weiterbildungsmaßnahmen als Mittel der Wahl. Ebenso kann eine enge Zusammenarbeit oder Kooperation mit Fachhochschulen und Universitäten für den direkten Zugang zu den künftigen (Fach-)Informatikern sorgen. Um die Zahl der Studierenden in diesen Studiengängen generell zu erhöhen, sind Bundes- wie Landespolitiker gefragt. Sie können dafür sorgen, dass Informatik künftig als verpflichtendes Unterrichtsfach an allen weiterführenden Schulen etabliert wird.

Darüber hinaus lässt sich ein Fachkräftemangel durch das Heranziehen ausländischer IT-Spezialisten ausmerzen. Neben dem bürokratischen Aufwand bezüglich Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, müssen in den Unternehmen selbst nicht selten auch kulturelle Hürden genommen werden. Die ­Harmonisierung unterschiedlicher Kulturen ­unter der Mitarbeiterschaft sollte dabei von ­langer Hand geplant sein. So rät Katarina Lerch, interkulturelle Trainerin der Carl-­Duisberg-Centren, zum Einsatz von Patenprogrammen für neue Kollegen aus dem Ausland. ­Dabei werden die neuen Kollegen und ihre ­Familien bereits vor der Einreise nach Deutschland durch einen ­Paten betreut. Per Mail oder Skype bespricht man sich zu Themen wie ­Wohnen und Leben, Familie und Freunde, ­Essen und Trinken, ­Hobbys oder besondere ­Interessen. Zwar sind solche ­Patenschaften laut Lerch vor allem am Anfang mit großem Zeitaufwand verbunden. Dieser hätte sich jedoch in allen ­Firmen, die dieses Modell ­praktizieren, mehr als aus­gezahlt.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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